Was kosten neue Fenster?

Dieser Ratgeber wurde von einem externen Experten auf fachliche Richtigkeit hin überprüft.

UNSER FACHEXPERTE IM BEREICH FENSTER: Werner Bomans
Herr Bomans beschäftigt sich als Autor seit vielen Jahren mit der Montage von Fenster und Türen. Er weiß, wo es drauf ankommt und kennt alle Optionen, Kostenfaktoren und Trends. Er betreut ein großes Heimwerker-Forum, schreibt Inhalte für Bücher und Broschüren und konzipiert Videos zu vielen Themen rund ums Bauen, Renovieren und den Garten.

Moderne Fenster können zu einer Reduzierung der Heizkosten beitragen. Möchten Sie neue Fenster einbauen (lassen), so können Sie bei billigen Baumarkt-Fenster aus Kunststoff mit Preisen ab rund 100,- Euro pro m² rechnen. Premium-Fenster beginnen bei rund 350,- Euro pro m².

Je nach Material und gewünschten Zusatzoptionen (wie bspw. einem zweiten Flügel) kann man dann mit prozentualen Aufschlägen kalkulieren. Bei Alu-Fenstern kann man bspw. mit einem Aufschlag von rund 60% rechnen, was dann rund 160,- Euro bzw. 560,- Euro pro m² entspricht.

Entscheidend für Energieeffizienz und Gesamtkosten ist jedoch vor allem auch die Laibung. Diese ist sozusagen der „Zwischenraum“ zwischen Fenster und Mauerwerk und sollte unbedingt gedämmt werden.

Hier ist das Risiko eines Energieverlustes anderenfalls besonders hoch. Zudem entstehen hier oft Wärmebrücken die nicht selten zur Schimmelbildung führen.

Für die Laibungsdämmung inkl. dem Anbringen und dem Verputzen sollte man mindestens mit Kosten von rund 30,- Euro pro Meter kalkulieren. 

Fenster-Kosten im Überblick

Im Folgenden finden Sie einen Überblick zu den Kosten verschiedener Fensterarten je m². Ausgangswert ist immer ein Kunststofffenster, bei welchem man mit Preisen zwischen 100,- und rund 350,- Euro je m² ausgehen kann.

EigenschaftProzentualer Aufschlag
Holzfenster+ rund 30%
Kunststoff / Alu-Fenster+ rund 40%
Holz / Alu-Fenster (Holzfenster mit Alu-Schale)+ rund 50%
Alu-Fenster+ rund 60%
Oberlicht / Unterlicht+ rund 20%
2 Flügel+ rund 40%
Wärmeschutzglas als Sicherheitsglas+ rund 80,- Euro pro m²
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.
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Ablauf und Kosten der Fenstermontage vom Fachmann

Zwar kursieren viele Anleitungen zum Selbermachen, trotzdem sollten Sie die Montage lieber einem Fachmann überlassen.

Fehlerhafte Montage begünstigt nicht nur die Entstehung von Wärmebrücken, die wiederum Schimmel verursachen, sondern falsches Abdichten kann sogar zu einem höheren Energieverlust als bei den alten Fenstern führen.

Es wäre also falsch, wenn Sie hochwertige und teure Energiesparfenster kaufen und dann an der Montage-Qualität sparen. Achte Sie auch darauf, dass die bestellten Monteure nach dem sogenannten RAL Gütezeichen für Fenstermontage und einem vorgegebenen Montageleitfaden arbeiten.

Für den Fenstertausch muss der alte Fensterrahmen sowie der Fensterflügel zunächst ausgebaut werden. Anschließend werden die neuen Fensterrahmen verankert und sorgfältig abgedichtet.

Zum Schluss werden die neuen Fensterflügel eingehängt. Beachten Sie, dass die anliegende Wand wieder neu verputzt werden muss.

Insgesamt benötigt man für mittelgroße Fenster mindestens 2-4 Stunden Arbeitszeit. Somit können bei einem durchschnittlichen Lohn von ungefähr 50,- bis 80,- Euro pro Stunde (inkl. MwSt.) Arbeitskosten von ca. 100,- bis 350,- Euro anfallen.

Zu den Arbeitskosten kommen gegebenenfalls noch Demontagekosten (10,- bis 30,- Euro pro Fenster), Entsorgungskosten für den entstandenen Bauschutt und alte Fenster (ca. 15,- bis 70,- Euro pro Fenster) und eine Anfahrtspauschale.

Lassen Sie Ihre Fenster nach dem Einbau regelmäßig von Ihrer zuständigen Firma warten und einer Pflege unterziehen. Eine Fensterwartung kostet Sie pro Element 10,- bis 30,- Euro.

Energieersparnis und Subventionen

Die Kosten für Fensterwechsel erscheinen im ersten Moment vielleicht enorm. Vergessen Sie aber nicht, dass die neuen Energiesparfenster zu einer Heizkostenersparnis beitragen.

Wechseln Sie alle Fenster Ihrer Wohnung aus, haben sich die Kosten nach ca. 10 bis 15 Jahren amortisiert. Das hängt vor allem davon ab, wie gut die Wärmedämmung Ihrer neuen Fenster ist.

Ablesen können Sie das am U-Wert, der angibt, wie viel Wärmestrahlung durch das Fenster hindurch geht. Er sollte also möglichst niedrig sein, am besten unter 1,0.

Dass neue Fenster nicht nur für Ihren Geldbeutel, sondern vor allem für die Umwelt gut sind, hat auch der Staat erkannt und vergibt Fördermittel für den Einbau von Energiesparfenstern. Bedingung ist ein U-Wert von maximal 0,9.

Ein U-Wert von 0,9 bis 0,5 kann mit einer guten dreifach-Verglasung erreicht werden. Bei Fenstern mit zweifach-Verglasung liegt der niedrigste erreichbare U-Wert in der Regel bei 1,1.


Vergeben werden diese Mittel von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), dabei handelt es sich entweder um Zuschüsse oder Darlehen. Wichtig: beantragen Sie solche Förderungen immer vor Baubeginn.

Möchten Sie nur die Fenster austauschen, können Sie vom KfW-Programm 430 profitieren: Gefördert werden Einzelmaßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, worunter auch die Erneuerung von Fenstern fällt.

Zu jedem Fenster wird ein Zuschuss in Höhe von 10 Prozent (bis zu einem Maximalbetrag von 5.000,- Euro) geleistet, der nicht zurückgezahlt werden muss. Um sich für die Förderung zu qualifizieren, muss der Bauantrag der Immobilie vor dem 1. Februar 2002 gestellt worden sein.

Benötigen Sie für Einzelmaßnahmen oder die Gesamtsanierung Ihres Altbaus einen Kredit, sind die Förderprogramme 151 und 152 interessant für Sie.

Die Höhe des Kredites beträgt bis zu 100.000,- Euro, unter Umständen können Sie sogar einen Tilgungszuschuss erhalten. Bedingung ist auch hier, dass der Bauantrag der Immobilie vor dem 1. Februar 2002 gestellt wurde, und dass die Umbaumaßnahmen den energietechnischen Maßgaben entsprechen.

Auch Schallschutzfenster können bezuschusst werden. Übersteigt Straßen- oder Fluglärm eine Höchstgrenze, kann bei der Kommune eine Förderung von bis zu 75 Prozent des Fensterpreises beantragt werden.

So finden Sie das optimale Fenster

Fenster müssen verschiedensten Anforderungen genügen: Sie sollen besonders in den kalten Jahreszeiten die Wärme dämmen, außerdem muss die innere Abdichtung der Fenster luftdicht sein.

Die Außenfugung muss Schlagregen und Windböen standhalten können. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Ihre Fenster mechanisch richtig befestigt sind und ihrem Eigengewicht standhalten.

Spezielle Sonderwünsche wie Verdunklungsmöglichkeiten oder das Öffnen und Schließen mithilfe einer Fernbedienung sind ebenfalls umsetzbar, haben aber natürlich entsprechende Auswirkungen auf den Preis.

Verschiedene Varianten für Fensterrahmen

Grundsätzlich muss man entscheiden, ob man Kunststoff-, Aluminium- oder Holzfenster bzw. Mischformen bevorzugt.


Kunststofffenster sind nach wie vor die günstigste Variante und liefern auch hinsichtlich der Wärmedämmung überzeugende Ergebnisse.

Holzfenster sind zwar meist etwas teurer, können aber individueller gefertigt werden, z.B. von einem Tischler. Sie isolieren sehr gut, sind beständig und haben eine lange Lebensdauer.

Sie können zwischen verschiedenen Holzsorten, wie Buche, Tanne und Fichte wählen. Achten Sie jedoch auf gute Pflege, denn Witterungsverhältnisse können dem Holz zusetzen und es anfällig für Feuchtigkeit, Wurm- und Pilzbefall machen.

Aluminiumfenster werden eher selten verwendet, obwohl diese sehr witterungsbeständig und einbruchsicher sind. Sie sind zwar in ihrer Anschaffung recht preisintensiv, müssen dafür aber kaum gewartet werden.

Allerdings haben Aluminium-Fenster eine hohe Wärmeleitfähigkeit, sodass Wärmebrücken entstehen können.  Um dem entgegenzuwirken, können Sie Aluminium-Holz- oder Aluminium-Kunststoff-Kombinationen nutzen, die die Eigenschaften von Alu um optische und wärmedämmende Eigenschaften bereichern.

Verschiedene Möglichkeiten der Verglasung

Für effektiven Wärmeschutz ist nicht nur der Rahmen, sondern vor allem die Verglasung ausschlaggebend. Eine dreifach-Verglasung ist energetisch gesehen besser als eine zweifach-Verglasung, sorgt aber auch für höhere Kosten.

Isolierglasfenster sind mit zweifach- oder dreifach-Verglasung erhältlich. In den Scheibenzwischenräumen befindet sich getrocknete Luft.

Diese Form der Verglasung wird jedoch mittlerweile durch noch effektiveres Wärmeschutzglas ersetzt, das ebenfalls in zweifach- und dreifach-Verglasung erhältlich ist.

In den Glaszwischenräumen befindet sich jedoch keine Luft, sondern Edelgas. Außerdem ist die Glasinnenseite mit einer dünnen Metalloxidschicht überzogen, die Wärmestrahlung zurück ins Innere reflektiert.

Schallschutzglas ist sehr sinnvoll, wenn Sie in der Stadt oder an einer stark befahrenen Straße leben. Ab einem gewissen Lärmpegel können Sie sogar staatliche Zuschüsse beantragen.

Oft verwendet wird auch Sicherheitsglas. Man unterscheidet hier zwischen passiver (man kann sich an den Scherben nicht verletzen) und aktiver (man kann von außen nicht durch das Fenster eindringen) Sicherheit.

Weitere Optionen zur Fensterverglasungen sind z.B. Brandschutzglas und Sichtschutzglas.

Checkliste Fensterwechsel

  • Machen Sie sich mit den verschiedenen Materialien für Fensterrahmen und Verglasung vertraut und wählen Sie die zu Ihnen passenden aus. Lassen Sie sich ggf. von einer Montagefirma beraten!
  • Legen Sie Wert auf die Dämmung und prüfen Sie, ob die neuen Fenster den Energieverordnungen entsprechen!
  • Machen Sie einen Preisvergleich.
  • Informieren Sie sich über Fördermöglichkeiten.
  • Engagieren Sie eine erfahrene Montagefirma, die nach vorgegeben Leitfäden arbeitet.

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2 Gedanken zu „Was kosten neue Fenster?“

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