Was kostet Botox?

Falten sind ein leidiges Thema – Online-Shops und Drogeriemärkte sind voll mit vielversprechenden Cremes und Seren, Lifting-Konzentraten und Verjüngungskuren. Doch medizinisch gesehen lässt sich die Faltentiefe allein mit kosmetischen Produkten nicht reduzieren.

Viele Konsumenten greifen deswegen immer häufiger zu wirksameren Methoden.

Botox ist eine davon und schon lange nicht mehr nur das Heilmittel der Reichen und Schönen.

Für eine Behandlung müssen Sie mit Kosten zwischen 100,- und 600,- Euro rechnen.

Laut einer Studie der International Society of Aesthetic Plastic Surgery ließen sich im Jahr 2013 über 300.000 Patienten in Deutschland mit Botox behandeln.

Kostenfaktoren einer Botox-Behandlung

Die Kosten für eine Behandlung sind abhängig von der benötigten Menge des teuren Medikaments. Zudem spielt auch die Erfahrung des Arztes eine wichtige Rolle für den Preis.

Werden mehrere Regionen innerhalb von einer Sitzung behandelt, kommen Sie außerdem oft günstiger weg.

Für kleinere Anwendungsbereiche wie Augenbrauen, Augenfalten oder Lippenfältchen sind Kosten zwischen 100,- und 300,- Euro normal.

Bei größeren Anwendungsbereiche wie dem gesamten oberen Gesicht, der Stirn oder einer Achselbehandlung (gegen Schwitzen) sollten Sie mit Kosten von 300,- bis 600,- Euro rechnen.

Genauere Preisspannen finden Sie in der folgenden Tabelle.

Denken Sie allerdings daran: auch wenn günstige Angebote locken, kann man Ihnen den billigen Preis nach unsachgemäßer Behandlung möglicherweise ansehen.

Übersicht über die Kosten für unterschiedliche Botox-Behandlungen:

Behandlungungefähre Kosten
Augenbrauenlifting150,- bis 250,- Euro
Augenfältchen150,- bis 250,- Euro
oberes Gesicht300,- bis 400,- Euro
Hals200,- bis 300,- Euro
hängende Mundwinkel100,- bis 200,- Euro
Kinnfalten100,- bis 200,- Euro
Krähenfüße200,- bis 300,- Euro
Oberlippenfältchen100,- bis 200,- Euro
Schweißbehandlung, Achseln350,- bis 600,- Euro
Stirnfalten, quer200,- bis 400,- Euro
Zornesfalten, senkrecht200,- bis 350,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Ablauf und Wirkung der Botox-Behandlung

Ablauf der Botox-Sitzung

In einer Sitzung werden je nach Körperregion und gewünschtem Resultat ca. 4 bis 20 Stiche gesetzt, die meist kaum Schmerzen verursachen. Die Behandlung dauert rund 10 bis 30 Minuten.

Der behandelnde Arzt kann sich bei der Injizierung auf kleinste Gesichtspartien beschränken, sodass in den meisten Fällen ein natürliches Ergebnis entsteht.


Wirkweise und Haltbarkeit von Botox

Bei einer Behandlung mit dem Nervengift Botulinumtoxin A (kurz: Botox) wird die Übertragung von Reizen vom Nerv auf den Muskel verhindert, sodass der Muskel nicht mehr bewegt werden kann. Dadurch bilden sich keine Falten trotz Gesichtsmimik.

Die vollkommen faltenfreie „Botox-Maske“ ist allerdings schon lange aus der Mode gekommen. Ein natürliches, verjüngtes Gesicht, in dem die mimischen Ausdrucksmöglichkeiten erhalten bleiben, ist in der Regel das gewünschte Resultat. Daher wird heutzutage der Wirkstoff viel gezielter und zurückhaltender eingesetzt als früher.

Das Gift wirkt relativ langsam, weshalb Sie erst nach 3 bis 5 Tagen die ersten Veränderungen sehen können. Nach 6 Wochen ist dann das Endergebnis erreicht.

Die Wirkung von Botox hält allerdings nicht ewig an und lässt nach ca. 4 Monaten nach. Hitze beschleunigt diesen Prozess, daher sollte Sie Sonnenbäder (auch im Solarium) und Saunagänge vermeiden, um ein möglichst langanhaltendes Ergebnis zu bekommen.

Um den Effekt länger aufrechtzuerhalten, sollten Sie die Injektionen in regelmäßigen Abständen wiederholen lassen. Eine langfristige Faltenbehandlung setzt in der Regel kleinere Behandlungsintervalle fest, die dann immer größer werden.

Andere können Ihnen die Behandlung übrigens meist nicht ansehen. Beulen oder Schwellungen treten nach der Sitzung in der Regel nicht auf.

Vorsicht vor sogenannten „Botoxpartys“: Hier schließen sich mehrere Patienten zusammen, um nacheinander behandelt zu werden, da man für eine Botox-Sitzung normalerweise keine ganze Ampulle des Giftes benötigt, sodass hier Kosten gespart werden sollen.

Diesen Trend sollten Sie kritisch hinterfragen, da die Wirkung von Botox schon nach 4 Stunden verloren geht und eine Gruppenbehandlung zudem hygienisch fragwürdig ist.

Wie Sie den passenden Arzt für die Botoxbehandlung finden

Theoretisch darf jeder Arzt Botox spritzen, deshalb sollten Sie sich vorher gut informieren und Erfahrungsberichte heranziehen, um einen geeigneten Arzt zu finden. Zögern Sie nicht, den Arzt nach seiner Qualifikation und Ergebnissen anderer Patienten zu fragen!


In der Regel bieten vor allem Hautärzte, Gynäkologen, Orthopäden, Anästhesisten und Zahnärzte Botox-Behandlungen an. Die Qualität und Kosten können jedoch sehr unterschiedlich sein. Viele Kosmetikstudios bieten auch Botox-Behandlungen “unter der Hand” an. Dies ist illegal und auf keinen Fall empfehlenswert.

Vor der eigentlichen Behandlung sollten Sie vom gewählten Arzt ausreichend beraten werden. Ihren Wünschen entsprechend wird dann ein Therapieplan ausgearbeitet.

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken einer Botoxbehandlung

Grundsätzlich gilt, je erfahrener und fachkundiger der behandelnde Arzt ist, desto kleiner ist das Risiko von Nebenwirkungen. Trotzdem können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auf Bestandteile der injizierten Lösung auftreten.

Eine kurze Rötung an der Einstichstelle ist dagegen normal und relativ häufig. Manche Patienten berichten von Nebenwirkungen wie leichten Kopfschmerzen, Spannungsgefühlen oder grippeähnlichen Symptomen. Bei einigen Menschen treten auch blaue Flecken an der Einstichstelle auf.

Wird zu viel Botox injiziert, so können benachbarte Muskeln geschwächt werden. Artikulationsstörungen beim Sprechen, Koordinationsstörungen der Augen oder das bekannte hängende Oberlid sind die Folge.

Einige Voraussetzungen wie deutliche Falten, Hautüberschuss oder stark lichtgeschädigte Haut lassen außerdem nur eine eingeschränkte Wirkung zu

Haben Sie Nerven- oder Muskelerkrankungen, so sollte Botox in der Regel nur mit Vorsicht bzw. gar nicht angewendet werden. Ein guter Arzt sollte Sie im Beratungsgespräch darüber aufklären.

Weitere Anwendungsbereiche von Botox

Wussten Sie, dass Botox nicht nur zur Faltenreduktion sondern auch als Behandlungsmethode bei übermäßigem Schwitzen, Migräne oder Depressionen Anwendung findet?

Botox gegen chronische Migräne

Migränepatienten sind mit einem schnell arbeitenden Gehirn gesegnet und verarbeiten daher Reize besonders schnell. Allerdings sind diese Menschen auch leicht von Reizen überlastet, sodass das Nervensystem überreizt wird und ein Migräneanfall die Folge ist.

Bei chronischer Migräne kann daher vorbeugend Botox gespritzt werden, um die Anzahl von Migräneanfällen zu verringern.

Durch die verhinderte Reizübertragung entspannen sich die Muskeln, durch deren Zusammendrücken bei Anspannung Migränebeschwerden entstehen können.

Sie können mit einer Wirkung von etwa einem Vierteljahr rechnen.


Die Behandlung ist allerdings nur dann anzuraten, wenn alle weiteren Therapiemethoden wie medikamentöse Prophylaxen versagen.

Botox bei Depressionen

Welche Wirkung Botox auf die Psyche des Menschen hat, wird momentan noch erforscht. Jedoch berichten einige Patienten von einer positiven Auswirkung des Medikaments auf depressive Stimmungslagen.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Falten, die von negativen Emotionen zeugen wie bspw. Zornesfalten, die negative Selbstwahrnehmung noch verstärken und damit in eine Abwärtsspirale treiben können.

Das Spritzen von Botox soll hier die Sorgenfalten glätten und damit den Depressiven einen neutralen bis positiven Blick in den Spiegel ermöglichen. So soll negativen Stimmungen schon frühzeitig vorgebeugt werden.

Botox gegen übermäßiges Schwitzen

Ein Nebeneffekt der Botoxbehandlung ist, dass der behandelte Hautbereich besonders trocken ist.

Botox wird bei Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) als Alternative zum Entfernen der Schweißdrüsen eingesetzt, da die Signalübertragung zur Aktivierung der Schweißdrüsen im Nerv gehemmt wird. Damit wird weniger Schweiß produziert.

Botox kann allerdings nur an bestimmten Stellen angewandt werden, an denen das Schwitzen gehäuft auftritt, beispielsweise in den Achselhöhlen, an Kopf und Händen.

Die Wirkung tritt nach etwa einem halben Monat ein und hält rund ein halbes Jahr an.

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