Was kostet die Fußpflege?

Füße sind im Alltag ständig Belastungen ausgesetzt. Meist wird ihnen aber ansonsten nicht viel Beachtung geschenkt. Dabei sorgt die regelmäßige Fußpflege nicht nur für schöne Füße mit zarter Haut, sondern ist gerade bei Erkrankungen wie Diabetes essentiell und sollte idealerweise mindestens monatlich durchgeführt werden.

Die Kosten für eine Fußpflegebehandlung liegen in der Regel zwischen 20,- und 70,- Euro je Einheit.


Unterschieden wird zwischen der medizinischen und der kosmetischen Fußpflege. Die medizinische Fußpflege wird bei Podologen durchgeführt, die kosmetische Fußpflege wird meist von Kosmetikstudios oder Fußpflegestudios angeboten.

Kosten für eine Fußpflegebehandlung

Die Kosten für eine Pediküre hängen vor allem vom Leistungsumfang ab. Interessieren Sie sich für eine kosmetische Fußpflegebehandlung, die nur der Reinigung und Pflege durch Kürzung der Nägel sowie Entfernung der Hornhaut dient, fallen unter Umständen lediglich 15,- bis 30,- Euro an.

Mit bis zu 70,- Euro müssen Sie rechnen, wenn Sie zusätzlich eine Massage und lackierte Zehennägel wünschen.

Auch bei der medizinischen Fußpflege fallen in der Regel etwa 20,- bis 40,- Euro an. Meist wird sie zur Vorsorge oder bei bereits bestehenden Erkrankungen angewendet, beispielsweise bei Pilzerkrankungen, eingewachsenen Nägeln oder Hühneraugen.

Besonders wichtig ist sie beim sogenannten Diabetischen Fuß, einer Folgeerkrankung von Diabetes mellitus. Dabei weisen die Füße eine höhere Empfindlichkeit und ein Risiko für Fußprobleme auf.

Für eine medizinische Fußpflege können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden, wenn Sie notwendig ist, wie beispielsweise bei einer Diabetes-Erkrankung. In diesem Fall benötigen Sie eine Überweisung Ihres Hausarztes.

Kostenübersicht

BehandlungKosten
Kosmetische Fußpflege15,- bis 70,- Euro
Medizinische Fußpflege20,- bis 40,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Ablauf einer Fußpflegebehandlung

Die reine kosmetische Fußpflegebehandlung bzw. Pediküre ähnelt einer Maniküre-Behandlung.

Bild von Pediküre am Fuß

In der Regel beginnt sie mit einem Fußbad von etwa 10 bis 20 Minuten. Dem warmen Wasser werden oft beruhigende Schaum-Essenzen oder Pflegeöle beigemischt. Dies sorgt für eine zarte, weiche Haut, die spätere Behandlungsschritte vereinfacht.

Wenn eine Fußpilzerkrankung vorliegt, können dem Wasser außerdem Zusatzstoffe beigefügt werden, die Pilze und Bakterien abtöten können. Zudem kann die Heilung von Ekzemen gefördert werden.


Anschließend werden die Zehennägel gekürzt und gefeilt. Eine Feile sollte einer Schere immer vorgezogen werden, da die Nägel so schonender bearbeitet werden, was das Risiko eingewachsener Nägel verringert. Möglich ist auch die Nägel mit einem Knipser zu stutzen und sie anschließend mit einem kleinen Fräser in Form zu bringen.

Danach wird die Hornhaut an den Füßen entfernt. Durch das Fußbad ist diese aufgeweicht und kann ohne Probleme mit einem Hornhautraspel entfernt werden. Teilweise werden zur Hornhautentfernung aber auch Fräser, Lotionen oder Peelings angewendet. Dabei muss immer darauf geachtet werden, dass untere Hautschichten nicht verletzt werden.

Die Nagelhaut über den Zehennägeln wird ebenfalls zur Vermeidung eingewachsener Nägel zurückgeschoben. Ähnlich wie bei den Fingernägeln sollte hier auf Schneiden verzichtet werden, das Zurückschieben ist die schonendste Variante.

Im Anschluss an die Reinigung und Pflege kann eine feuchtigkeitsspendende oder fettende Fußcreme einmassiert werden. Diese verhindert, dass die Haut trocken und rissig wird.

Zu guter Letzt können nun die Fußnägel lackiert werden. Eine Gestaltungsmöglichkeit ist außerdem die Französische Maniküre bzw. French Manicure, bei der der Nagel an der Spitze weiß eingefärbt wird. Diese Variante gibt es ebenfalls für die Hände.

Bild von lackierten Fußnägeln

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Zuletzt aktualisiert am 07.04.2020 um 21:05 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Fußpflege beim Diabetischen Fuß

Besonders wichtig ist die regelmäßige Fußpflege bei Diabetikern.

Durch die Krankheit kommt es zu Störungen im Blutfluss und/oder Schädigungen der Nerven. Dies bringt viele Risiken mit sich, da durch die beschädigten Nerven Erkrankungen oder Verletzungen meist zu spät bemerkt werden. Verletzungen heilen durch die Durchblutungsstörungen zudem weniger gut ab.

In der Folge können diese sich infizieren und Geschwüre ausbilden, was im schlimmsten Fall eine Amputation notwendig machen kann.

Daher ist es wichtig, die Füße regelmäßig zu kontrollieren, auch in den Zwischenräumen zwischen den Zehen, um eventuelle Pilzerkrankungen zu entdecken.

Die medizinische Fußpflege sollte in diesem Fall daher regelmäßig durchgeführt werden. Da es sich hierbei um eine Kassenleistung handelt, müssen Sie sich an einen von Ihrer Kasse zugelassenen, speziell ausgebildeten Podologen wenden.


Ein ausgebildeter Podologe ist zudem in der Lage, spezielle Behandlungen am Fuß durchzuführen, wie zum Beispiel das Taping bei schmerzenden oder deformierten Füßen oder das Anfertigen von Spangen für die Nagelkorrektur.

Diese Behandlungen können eingesetzt werden, bevor über einen operativen Eingriff zum Richten des Fußes nachgedacht wird.

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