Was kostet die Sterilisation bei einer Frau?

Eine der dauerhaften Verhütungsmethoden ist die Sterilisation der Frau. Genau wie die Vasektomie ist sie sehr sicher, aber auch endgültig. Aus diesem Grund sollten Sie sich ganz sicher sein, dass Sie keine Kinder (mehr) wollen, ehe Sie sich für eine Sterilisation entscheiden.

Die Gesamtkosten für eine Sterilisation liegen häufig bei etwa 600,- Euro bis 900,- Euro.


Kosten für die Sterilisation bei einer Frau

Die Kosten für die Sterilisation beginnen bei etwa 600,- Euro – im Schnitt sollten Sie allerdings mit mindestens 800,- bis 1.000,- Euro für den Eingriff und die Narkose rechnen.

Preisliche Unterschiede gibt es je nach Arzt und Region, vor allen Dingen aber in Abhängigkeit von der angewandten Methode.

Die am häufigsten angewendete Methode schlägt meist mit 600,- bis 1.000,- Euro zu Buche. Es handelt sich hierbei um einen Eingriff mittels Bauchspiegelung.

Eine Alternative dazu stellt die Sterilisation über eine Gebärmutterspiegelung dar. Für den Eingriff per sogenannter Hysteroskopie fallen 1.200,- bis 2.000,- Euro an.

MethodeKosten
Bauchspiegelung600,- bis 1.000,- Euro
Gebärmutterspiegelung1.200,- bis 2.000,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Die Kosten für eine Sterilisation werden von der Krankenkasse im Normalfall nicht übernommen.

Es gibt jedoch Ausnahmen. Ist einer Frau aus gesundheitlichen oder psychologischen Gründen eine Schwangerschaft nicht zuzumuten, und verträgt sie die Antibabypille oder Spirale nicht, kann die Krankenkasse die Kosten übernehmen.

Unter Umständen übernimmt die Krankenkasse außerdem die Kosten, wenn die Sterilisation in Kombination mit einer Geburt per Kaiserschnitt einhergeht.

Methoden und Ablauf der Sterilisation bei einer Frau

Wie bereits erwähnt gibt es verschiedene Methoden der Sterilisation. Allen gemeinsam ist, dass nicht in den Hormonhaushalt der Frau eingegriffen wird. Es wird lediglich dafür gesorgt, dass Eizellen nicht mehr durch den Eileiter zur Gebärmutter gelangen können.

Nach wie vor findet ein Eisprung, sowie ein normaler Menstruationszyklus statt. Der Unterschied ist, dass das Ei statt in die Gebärmutter in die Bauchhöhle gelangt und dort ohne Komplikationen vom Körper abgebaut wird.

Sterilisation per Bauchspiegelung

Die gängigste Methode ist die Sterilisation per Bauchspiegelung. Die Bauchspiegelung dient hier dazu, Zugang zu den Eileitern zu erhalten. Dazu wird ein kleiner Schnitt in Bauchnabelnähe gemacht.

Die Eileiter werden dann blockiert, indem sie entweder mittels Hitze oder elektrischem Strom verschweißt oder mit einem Clip abgeklemmt werden.

Das Abklemmen mit Clip gilt dabei als etwas weniger sicher als das Verschweißen.

Ein Eingriff wird normalerweise in der ersten Hälfte des Menstruationszyklus, also vor dem Eisprung durchgeführt, da eine bestehende Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt so sicher wie möglich ausgeschlossen werden kann.

Der Eingriff dauert meist etwa eine Stunde und wird unter Vollnarkose vorgenommen.


Sterilisation per Gebärmutterspiegelung

Eine weitere, etwas neuere Methode ist die Sterilisation per Gebärmutterspiegelung. Hierbei werden kleine Mikrospiralen in die Eileiter-Öffnungen eingesetzt.

Im Gegensatz zur Sterilisation per Bauchspiegelung ist diese Methode allerdings nicht sofort wirksam. Meist dauert es etwa 3 Monate, ehe eine Schwangerschaft nicht mehr möglich ist.

Dies wird in der Regel bei einer Nachkontrolle festgestellt. Bis dahin sollte zusätzlich zu anderen Verhütungsmitteln gegriffen werden.

Allerdings ist diese Methode ein kleinerer Eingriff als die der Bauchspiegelung und damit auch mit geringeren Risiken verbunden. Es bleiben außerdem keine Narben zurück.

Sterilisation mit Kaiserschnitt

Des Weiteren kann eine Sterilisation im Zuge einer Entbindung per Kaiserschnitt durchgeführt werden. Dies hat den Vorteil, dass nur ein einziger Eingriff mit Narkose notwendig ist.

Eine solche Entscheidung sollte aber in jedem Fall gut überlegt und vorab mit dem Arzt und – für den Fall einer Kostenübernahme – mit der Krankenkasse besprochen worden sein.

Grundsätzlich wird von einer Kombination aus Sterilisation und Kaiserschnitt – auch abgesehen von der doppelten körperlichen Belastung – abgeraten.

Wird eine Sterilisation unmittelbar nach einer Geburt ausgeführt, bereuen Frauen Ihre Entscheidung sehr viel häufiger, als wenn die Sterilisation separat durchgeführt wird.

Vorteile und Risiken einer Sterilisation

Grundsätzlich ist eine Sterilisation eine gute Möglichkeit der Verhütung für Frauen, die die Familienplanung abgeschlossen haben.

Im Normalfall treten keine Probleme auf und es besteht ein zuverlässiger Schutz vor einer Schwangerschaft.

Sollte es dennoch – in sehr seltenen Fällen – zu einer Schwangerschaft kommen, ist das Risiko einer gefährlichen Eileiter-Schwangerschaft hoch.

Auch wenn bei einem Eingriff der Hormonhaushalt generell nicht beeinflusst wird, kann es negative Auswirkungen haben, wenn während der Operation umliegendes Gewebe verletzt wird.

Wie bei allen Operationen bestehen immer gewisse Risiken. So kann es beispielsweise zu Infektionen, Blutungen, Schmerzen oder Thrombosen kommen.


Ein nicht zu unterschätzendes Risiko ist die Psyche. Auch wenn die Entscheidung bewusst getroffen wurde, kann sie die Psyche und unter Umständen auch die sexuelle Lust nachhaltig beeinträchtigen.

Häufig wirkt eine Sterilisation aber auch befreiend auf die Sexualität.

Generell sollte der Eingriff als endgültig angesehen werden. Zwar ist eine Refertilisierung theoretisch möglich, diese ist aber sehr aufwendig und mit etwa 2.000,- bis 5.000,- Euro sehr teuer. Zudem liegt die Wahrscheinlichkeit, nach dieser wieder schwanger zu werden, bei lediglich 2%!

Außerdem besteht keine Garantie, dass eine Schwangerschaft dann wieder möglich ist.

Sterilisation oder Vasektomie?

Wenn bei zwei Partnern die Frage im Raum steht, wer von beiden eine Sterilisation bzw. Vasektomie durchführen lassen sollte, wird meist empfohlen, auf die Vasektomie zurückzugreifen. Dies liegt daran, dass die Vasektomie minimal-invasiv und damit ein wesentlich kleinerer Eingriff ist als die Sterilisation.

Das bedeutet auch geringere Risiken sowie weniger Kosten. Außerdem stehen die Chancen einer Refertiliserung in diesem Fall besser, auch wenn dies bei einer solchen Entscheidung die geringste Rolle spielen sollte.

Mehr Informationen zur Vasektomie finden Sie hier in unserem Ratgeber!

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