Was kostet ein Facelifting?

Mit zunehmendem Alter lässt die Elastizität der Haut nach und es bilden sich Falten. Um wieder ein frisches und jugendliches Aussehen zu erlangen, unterziehen sich viele Menschen einem sogenannten Facelifting.

Je nach gewünschter Art des Eingriffs müssen Sie mit Kosten zwischen 1.400,- Euro bis 11.000,- Euro rechnen.

Kostenfaktoren eines Faceliftings

Die Kostenfaktoren bei einem Facelifting richten sich in der Regel nach der Art des Eingriffs. Ist dieser sehr aufwändig und benötigen die Ärzte viel Zeit für die Durchführung, muss auch mit hohen Kosten gerechnet werden.

Des Weiteren spielt es eine große Rolle, welche Gesichtspartie geliftet werden soll. Für die Behandlung der verschiedenen Gesichtsbereiche bedarf es auch unterschiedlich aufwändiger Maßnahmen.

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt bei der Kostenkalkulation stellt die Klinik selbst dar. Ist die gewählte Klinik oder speziell der behandelnde Chirurg renommiert und sehr erfahren, müssen Sie mit deutlich höheren Kosten rechnen.

In der folgenden Tabelle werden die Preisspannen der üblichen Methoden aufgelistet.

Preisspannen nach Art des Faceliftings

Art des LiftingsPreisspanne
Stirnlifting3.000,- Euro bis 5.200,- Euro
Augenbrauenlifting2.000,- Euro bis 3.700,- Euro
Miniliftiing2.700,- Euro bis 6.200,- Euro
Halsstraffung3.300,- Euro bis 6.000,- Euro
Face-Neck-Lifting5.300,- Euro bis 9.000,- Euro
Full-Facelifting7.200,- Euro bis 11.000,- Euro
Midfacelifting5.000,- Euro bis 6.200,- Euro
Oberlid1.500,- Euro bis 2.600,- Euro
Unterlid1.800,- Euro bis 4.000,- Euro
Ober- und Unterlid3.000,- Euro bis 4.500,- Euro
Fadenliftingab 400,- Euro
Eigenfett-Lifting1.500,- Euro bis 8.000,- Euro
Ultraschall-Lifting300,- Euro bis 2.500,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Facelifting-Methoden erklärt

Stirnlifting

Ziel dieser Lifting Art ist es die Stirn zu straffen und Falten zu beseitigen. Je nach Wunsch ist es möglich, die Schläfenregion ebenfalls zu behandeln. Eine Anhebung der Augenbrauen kann während des Stirnliftings ebenfalls realisiert werden.


Zudem wird beim Stirnlifting die Muskulatur, welche für die Bildung der sogenannten Zornesfalte verantwortlich ist, ebenfalls entfernt.

Die Durchführung dieser Operation geschieht in der Regel über ein endoskopisches Verfahren. Dabei wird unter der Haut und mit Hilfe kleiner Schnitte operiert.

Allerdings ist auch eine offene Operation möglich. Hier muss jedoch mit längeren Narben gerechnet werden.

Das Ergebnis dieses Liftings hält etwa 5-7 Jahre.

Augenbrauenlifting

Das Lifting der Augenbrauenpartie kann, wie schon beschrieben, während des Stirnliftings durchgeführt werden. Ist dies nicht gewünscht, wird dem Areal der Augenbrauen ein dünner Hautstreifen, oberhalb der Augenbrauen entnommen und die Wunde verschlossen.

Bei dieser Prozedur kommt es gewöhnlich zu einer unauffälligen Narbenbildung.

Augenlidstraffung

Soll das Oberlid gestrafft werden, wird von dort ein kleiner Streifen Haut sowie gegebenenfalls auch Fett- und Muskelgewebe entnommen. Eine Unterlidstraffung läuft ähnlich ab.

Die Narbe der Oberlidstraffung wird in der Lidfalte gesetzt, die der Unterlidstraffung im Wimpernkranz.

Alles weitere zum Thema Augenlidstraffung erfahren Sie hier.

Minilifting

Beim Minilifting wird, anders als bei den meisten anderen Lifting Arten, nur die Haut der Wangenregion gestrafft. Dabei wird diese vor und unterhalb der Ohren abgelöst und gestrafft. Anschließend entfernt der behandelnde Chirurg die überschüssige Haut und verschließt die Wunde sorgfältig.

Diese art der Behandlung hat allerdings nur einen kurzzeitigen Effekt bis zu zwei Jahren, da die Haut dieser Dehnung sehr rasch nachgibt.

Midfacelifting

Beim Midfacelifting handelt es sich um die Straffung der mittleren Gesichtspartie. Dabei werden die Bereiche der Wangen, der Augenlider und der Mundwinkel behandelt.

Hierfür wird ein Schnitt im Schläfenbereich gesetzt, welcher an der Haargrenze im Nacken entlang, bis hinter die Ohren verläuft. Dabei wird die haut des Gesichtes und dessen Bindegewebe angehoben.

Das Überschüssige Fett wird bei dieser Operation entfernt und die unter der Haut befindlichen Weichteile und Muskeln ebenfalls gestrafft. Die Haut wird im Anschluss gespannt und hinter den Ohren zusammengenäht.

Auch ein Überschuss an Haut, welcher nach diesem Vorgang vorhanden ist, wird entfernt.

Face-Neck-Lift

Bei dieser Art des Faceliftings handelt es sich um eine Kombination aus Gesichts- und Halsstraffung. Hierfür wird das Superfizielle Muscolo Aponeurotische System, kurz SMAS, gestrafft. Diese Schicht ist eine dünne und bei Einwirkung von Zugkräften sehr stabile Gewebeschicht im Fettgewebe.

Diese Schicht wird bei der Behandlung präpariert und so in ihrer Position verändert, dass ein jugendlicher wirkendes Resultat entsteht.


Im Anschluss wird die Gesichtshaut und die Haut des Halses nicht zu straff über die Weichteile gelegt. Dies soll bewirken, dass das Ergebnis natürlicher aussieht.

Das Resultat hält für etwa 10 Jahre an.

Full Facelift

Bei der Full Facelift Variante handelt es sich um eine kombinierte Gesichts- und Halsstraffung inklusive eines Stirnliftings.

Wer darf ein Facelifting vornehmen?

Wer ein Facelifting an sich vornehmen lassen möchte, sollte unbedingt zu einem Spezialisten gehen. In Frage kommen dafür vor allem Fachärzte für plastische und ästhetische Chirurgie.

Es ist auch möglich, einen solchen Eingriff von HNO- und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen durchführen zu lassen. Diese sollte aber Zusatzqualifikationen und vor allem Erfahrung besitzen.

Bild von Frau mit aufgemalten OP -Schnittlinien im Gesicht

Geeignete Ärzte lassen sich unter anderem über folgende Gesellschaften finden:

  • Deutsche Gesellschaft für Ästhetische-Plastische Chirurgie
  • Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen
  • Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.

Ablauf eines Faceliftings

Vor der Operation

Im Vorfeld des eigentlichen Eingriffs wird der Patient oder die Patientin hinreichend vom gewählten Arzt untersucht. Dabei wird ein ausführliches Beratungsgespräch geführt und gemeinsam mit dem Arzt eine passende Methode ausgewählt.

Nimmt die Patientin oder der Patient regelmäßig Medikamente ein, zum Beispiel Blutverdünner, muss dies unbedingt mit dem Arzt abgeklärt werden.

Auf Alkohol und Nikotin sollte nach Möglichkeit verzichtet werden.

Ein Facelifting erfolgt stationär. Dies garantiert eine reibungslose Nachsorge in den ersten 24 Stunden.


Vor dem eigentlichen Eingriff wird die Schnittführung vom Chirurgen aufgemalt und der Patientin oder dem Patienten demonstriert.

Die Schnittverläufe werden dabei so gewählt, dass im Nachhinein nur eine sehr unauffällige Narbenbildung aus der Operation heraus resultiert.

Während der Operation

Das Facelifting wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Es ist allerdings auch möglich, den Eingriff unter einer Lokalanästhesie und in einem Dämmerschlaf durchführen zu lassen.

Nach der Operation

Ist die Operation überstanden, wird der Patientin oder dem Patienten ein spezieller Kopfverband angelegt, welcher über einen Zeitraum von etwa einer Woche zu tragen ist.

In diesem Zeitraum treten Blutungen und Schwellungen auf, welche jedoch völlig normal sind.

Sind die ersten 14 Tage überstanden, folgen erste Nachbehandlungen, welche ambulant durchgeführt werden.

Alternativen zum Facelifting mit operativem Eingriff

Fadenlifting

Wer sich gerne einem Facelifting unterziehen möchte, aber gleichzeitig auf den Griff zum Skalpell lieber verzichtet, kann zum sogenannten Fadenlifting greifen.

Bei diesem minimalinvasiven Verfahren werden PDO Fäden oder Polymilchsäurefäden unter die Haut ins Fettgewebe eingesetzt. Diese spezielle Art von Fäden löst sich mit der Zeit komplett auf.

Es kommt zu einer Kollagen-Neubildung, einfach gesagt einer Anlagerung von Bindegewebe, wodurch die Haut angehoben, besser gestützt und gestrafft wird.

Dieser Effekt hält bis zu zwei Jahre und tritt direkt nach der OP ein.

Bei diesem Eingriff ist keine Vollnarkose nötig, sondern es reicht eine lokale Betäubung.

Die Kosten für ein Fadenlifting betragen, je nach eingesetzter Menge der speziellen Fäden, zwischen 400,- und mehreren tausend Euro.

Facelifting mit Eigenfett

Beim sogenannten Lipofilling wird körpereigenes Fettgewebe entnommen und als Füller wieder in den gewünschten Regionen injiziert. Ein ähnliches Verfahren existiert schon länger, allerdings werden dabei synthetische Füllstoffe verwendet.

Ziel des Eingriffes ist nicht das Straffen der Haut, sondern der Aufbau des Unterhautgewebes, sodass das natürliche Volumen wiederhergestellt ist. 

Teilweise wird auch mit denen im Fettgewebe enthaltenen adulten Stammzellen geworben. Demnach soll das Einspritzen von Eigenfett generell einen verjüngenden, regenerativen Effekt auf die Haut und das Bindegewebe haben.

Die Behandlung verläuft in drei Schritten: der Entnahme der Fettzellen an geeigneter Stelle, der Aufbereitung der Fettzellen und der Injektion der Fettzellen.


Da Fettgewebe sehr empfindlich ist, muss immer ein gewisser Prozentsatz eingeplant werden, der nach der Behandlung abstirbt. Meist hat sich der Zustand nach 3 bis 5 Monaten eingepegelt. Gegebenenfalls kann nach 4 bis 6 Monaten eine Nachkorrektur vorgenommen werden.

Der reine Eingriff dauert circa 1 bis 3 Stunden. Normalerweise werden Sie am Folgetag zu einer Nachkontrolle gebeten.

Je nach Größe der zu unterfüllenden Region müssen Sie mit Kosten von 1.500,- Euro für kleinere Faltenkorrekturen bis zu 8.000,- Euro für ein vollständiges Facelifting rechnen.

HIFU-Ultraschall Facelifting

Die Abkürzung HIFU steht für High Intensity Focused Ultrasound. Bei dieser Behandlung werden Sie mit fokussiertem Ultraschall bestrahlt. Dieser wird in einer Tiefe von etwa 4,5 Millimetern gebündelt, wo er auf die SMAS-Schicht trifft.

Durch die Ultraschall-Wärmeenergie wird das Gewebe geschrumpft, was zu einer Straffung führt. Gleichzeitig soll die Behandlung die Bildung von Kollagen und Elastin anregen.< Die Behandlung dauert etwa 30 bis 90 Minuten.

Das Endergebnis des Ultraschall-Faceliftings ist nach circa drei Monaten sichtbar und hält 3 bis 5 Jahre an. Normalerweise ist eine Behandlung ausreichend, jedoch kann nach drei bis sechs Monaten auf Wunsch eine Nachbehandlung erfolgen.

Die Kosten des Ultraschall-Faceliftings können zwischen 300,- und 2.500,- Euro variieren.

Kostenübernahme eines Faceliftings durch die Krankenkasse

Die Krankenkassen übernehmen ein Facelifting nur in Ausnahmefällen, wenn ein operativer Eingriff medizinisch notwendig ist.

Da es sich in den meisten Fällen um einen rein ästhetischen Eingriff handelt, müssen Sie voraussichtlich die Kosten für die Behandlung, sowie Vor- und Nachsorge selbst tragen.

Risiken bei einem Facelifting

Wie bei jedem operativen Eingriff am menschlichen Körper, gibt es immer Risiken. So bestehen auch bei einer Schönheitsoperation, wie dem Facelifting, allgemeine Operationsrisiken.

Zudem kann es zu asymmetrischen Ergebnissen kommen. Wird bei dem Eingriff eine Nervenbahn beschädigt, kann dies eine Taubheit der betroffenen Gesichtspartie zur Folge haben.

Des Weiteren kann es durch verschiedene Umstände, wie schlecht durchgeführten Schnitten, auch zu einer ungünstigen Narbenbildung kommen.

Schönheitskliniken außerhalb von Deutschland

Da ein Facelifting ein sehr kostenintensives Unterfangen ist, bieten viele Kliniken im europäischen Ausland diese sehr preisgünstig an.

Ist der praktizierende Chirurg sehr erfahren und hat die Klinik selbst auch einen guten Ruf, spricht nichts dagegen diese Operation dort durchführen zu lassen.


Zu bedenken ist allerdings, dass es außerhalb von Deutschland aufgrund der Sprachbarriere zu Verständigungs-Defiziten kommen kann. Ist der angebotene Preis um ein Vielfaches günstiger, als in einer deutschen Klinik, sollte Vorsicht geboten sein. Schauen Sie sich die Kliniken so gut es geht an.

Gibt es einen speziellen OP Raum? Wird in der Klinik wirklich steril gearbeitet? Lassen Sie sich Vorher-Nachher Bilder vom Chirurgen zeigen, um sich ein Bild von seiner Arbeit machen zu können.

Denken Sie bei der Suche nach einer geeigneten Klinik und einem geeigneten Chirurgen immer an die möglichen Risiken und wie Sie diese minimieren können. Die Seriosität der gewählten Klinik hat oberste Priorität. Wählen Sie also sehr sorgfältig aus!

Denken Sie dabei auch an die Nachsorge! Stellen Sie sicher, dass Sie im Falle von Komplikationen auch bei einer OP im Ausland gut betreut werden. Setzen Sie sich außerdem mit einem Spezialisten in Ihrer Nähe in Verbindung, um gute langfristige Nachsorge zu gewährleisten.

Beachten Sie außerdem, dass durch den Aufenthalt im Ausland Zusatzkosten in Form von Unterkunft und Verpflegung auf Sie zukommen. Gegebenenfalls hebt sich der Preisvorteil dadurch teilweise auf.

Tipp:

Für Sie kommt eine Operation im Gesicht nicht in Frage und auch das Fadenlifting spricht Sie nicht wirklich an? Wie wäre es mit einer Botoxbehandlung?

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