Was kostet ein Fallschirmsprung?

Der Fallschirmsprung zählt zu den sichersten Extremsportarten. Immer mehr Personen wollen den Adrenalinschub des freien Falls und die besondere Aussicht beim Tandemsprung genießen.

Das einmalige Erlebnis ist nicht gerade billig, so kostet ein Tandemsprung mit geliehener Ausrüstung und einem erfahrenen Tandemmaster, der den Neuling begleitet, zwischen 180,- und 260,- Euro. Ein Anfänger, der alleine springen will, aber von zwei Lehrern begleitet wird, bezahlt um 350,- Euro.

Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines Gutscheins bei einem regionalen Fallschirmsprungverein, da sich dieser zum Großteil durch die Tandemsprünge finanziert. Der Verein macht in der Regel nur wenig Gewinn, der in die Ausbildung neuer Fallschirmlehrer investiert werden kann, da ein einzelner Fallschirmsprung erhebliche Kosten für den Verein nach sich zieht.

Gehen Sie daher nicht auf zu günstige Preise von Drittanbietern ein und unterstützen Sie lieber die qualifizierte Ausbildung der Vereinsmitarbeiter – auch zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Die Ausbildungs- und Probesprünge sind immer teurer als normale Fallschirmsprünge, da hier ein erhöhter Betreuungsaufwand notwendig ist. Sie benötigen sowohl Hilfestellungen bei der Vorbereitung, der Überprüfung der Ausrüstung sowie eine fachliche Einweisung.

Ausgebildete Fallschirmspringer mit Lizenz dürfen überall Fallschirmspringen. Sind sie in einem Verein eingetragen, so bezahlen sie – abgesehen von der jährlichen Vereinsgebühr – etwas weniger pro Sprung. Hier ergeben sich Kosten zwischen 20,- und 40,- Euro pro Fallschirmsprung. Die Mitgliedschaft in einem Verein eignet sich vor allem für Vielspringer.

Kostenübersicht:

Bezeichnungungefähre Kosten
Tandemsprung (Anfänger)180,- bis 260,- Euro
Solosprung (Anfänger)ca. 350,- Euro
Solosprung (mit Lizenz)20,- bis 40,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Ablauf eines Tandemsprungs

Bei einem Tandemsprung wird der Passagier von einem Tandemmaster (oder auch Tandempilot) mitgenommen. Dies ist ein speziell ausgebildeter und lizenzierter Springer.

Dabei hängt der Neuling im Passiergurt vor dem Tandemmaster, wobei die Blickrichtung stets nach vorn gerichtet ist. Der Gast hängt in der Regel tiefer als der Tandemmaster.

Vor dem Sprung erfolgt selbstverständlich eine Einweisung. Dann geht es mit der nötigen Ausrüstung und dem Flugzeug hoch hinaus.

Bis zu 4000 m Absprunghöhe sind möglich. Bei höheren Sprüngen ist eine Sauerstoffversorgung notwendig. Normal sind Absprunghöhen zwischen 3000 m und 4000 m in Deutschland.
Ein Höhenunterschied von 1000 m macht dabei schon 20 Sekunden zusätzliche Freifallzeit aus. Daher empfehlen wir für einmalige Erlebnisse einen Sprung aus 4000 m.

Niedrige Höhen können auch oftmals einen Preisvorteil bieten. Sprechen Sie die zuständigen Personen darauf an.

Die Absprunghöhe ist natürlich immer nur eine kalkulierte Höhe. Wie hoch Sie tatsächlich wird, hängt ab von den Wind- und Wetterverhältnissen vor Ort.

Bild von freiem Fall beim Fallschirmsprung

Für den Tandemsprung benötigen Sie keine besonderen Voraussetzungen. Ein festgelegtes Mindestalter gibt es nicht. Dabei werden aber in der Regel Gäste ab 8 bis 10 Jahren mitgenommen. Bei Minderjährigen müssen allerdings die Erziehungsberechtigten dem Sprung zustimmen.

Bei jüngeren Springern sollten Sie außerdem darauf achten, dass ein festsitzendes und der Körpergröße angemessenes Passagiergurtzeug vorhanden ist.


Ansonsten gibt es keine besonderen körperlichen Anforderungen, sodass eine durchschnittliche Fitness meist ausreicht. Oftmals können sogar Querschnittsgelähmte mitgenommen werden.

Ein zu hohes Übergewicht kann allerdings ein Hinderungsgrund sein. In der Regel sollten Sie inklusive Kleidung maximal 90 bis 100 kg wiegen. Die Körpergröße sollte zwischen 140 cm und 190 cm betragen. Dabei sollten besonders große Menschen (über 190 cm) sich vorher beim Sprungplatz erkundigen, ob auch ein ausreichend großer Tandemmaster zur Verfügung steht.

Bild von Tandemfallschirmsprung

Zusatzkosten bei einem Fallschirmsprung

Zusätzliche Kosten können für Foto- oder Videoaufnahmen entstehen, die fast alle Anbietern zur Verfügung stellen. Hier gibt es an sich 3 Varianten, das Erlebnis festzuhalten.

Das Filmen via Handcam kostet zwischen 40,- und 60,- Euro. Dabei wird die Kamera am linken Arm des Tandemmasters befestigt. Von dort filmt er während des Fallschirmsprungs.

Dabei bekommen Sie einen guten Einblick über die erlebten Emotionen und in das Erlebnis an sich. Vom Panorama sehen Sie später gewöhnlich eher wenig.

Die beliebteste Variante der Videoaufnahme ist das Outside Video. Hierfür bezahlen Sie zwischen 80,- und 120,- Euro. Dabei begleitet ein qualifizierte Videospringer das Tandempaar und filmt dessen Fallschirmsprung.

Dabei stehen Sie im Vordergrund der Aufnahme und können zudem das tolle Landschaftspanorama betrachten. Manche Gäste lenkt diese Art der Aufnahme allerdings zu vom eigentlichen Abenteuer ab und sie können den Freifall nicht richtig genießen.

Als dritte Möglichkeit werden oftmals noch Fotos angeboten. Auch hier springt ein professioneller Videospringer mit Ihnen und kann schöne Einzelaufnahmen liefern. Dies kostet zwischen 60,- und 90,- Euro.


Die Zusatzkosten entstehen jeweils durch die Kosten für den zusätzlichen Videospringer und den Schnitt der Aufnahmen. Alle Varianten sind meist auch kombiniert möglich. Teilweise gibt es dafür sogar einen Rabatt. Fragen Sie einfach vor Ort nach!

Egal ob und für welche Variante Sie sich jedoch entscheiden: der Fallschirmsprung wird in jedem Falle eine eindrucksvolle Erinnerung bleiben.

Kostenübersicht der Zusatzkosten:

Bezeichnungungefähre Kosten
Video per Handcam40,- bis 60,- Euro
Outside Video80,- bis 120,- Euro
Fotos60,- bis 90,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Ausbildung

Können Sie nicht genug vom Fallschirmspringen bekommen? Dann ist die AFF-Ausbildung für eine Sprung-Lizenz vielleicht das Richtige für Sie! Die komplette Ausbildung kostet etwa 2.500,- Euro ohne die Leihgebühren für die passende Ausrüstung.

Die Gesamtkosten sind allerdings auch davon abhängig, wie viele Sprünge Sie benötigen und wie intensiv Sie von den Fallschirmsprung-Lehrern betreut werden müssen während der Ausbildungssprünge. Dazu kommen noch Gebühren für ein ärztliches Attest und die Prüfungsgebühren für das Erwerben der Lizenz.

Oftmals gibt es auch die Möglichkeit, einen Schnupperkurs inklusive Theorie und Probesprung zu absolvieren. Die Kosten betragen hier zwischen 350,- und 400,- Euro und werden oftmals auf die weitere Ausbildung angerechnet, wenn Sie sich dazu entschließen sollten.

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