ÜBER KOSTENBLICK.DE
Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber seit dem Jahr 2017. Auf kostenblick.de erklären wir zusammen mit geprüften Experten aus verschiedensten Lebensbereichen, welche Kosten normal sind. Alle Neugierigen erfahren hier mehr über das Projekt und die Geschichte dahinter!

Was kostet ein Schrebergarten?

Sie haben Freude am Gärtnern und wollen Ihren Garten gestalten, haben aber keine eigene Grünfläche zur Verfügung? Dann ist ein Schrebergarten in einer Kleingartenanlage genau das Richtige für Sie. Auf lange Sicht fallen monatliche Kosten von bis zu 50,- Euro für Ihren kleinen Schrebergarten an.

Schrebergarten: die Anschaffungskosten

Wenn Sie sich einen Schrebergarten zulegen möchten, dann läuft dies meistens über einen Kleingartenverein. Wenn Sie gern wissen wollen, wo sich in Ihrer Nähe ein solcher Verein befindet, können Sie die Auflistung des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreund nutzen und einen ausfindig machen.

Wenn Sie sich für einen Garten entschieden haben, kommen nun ein paar Kosten auf Sie zu. Da Sie den Garten oft einem Vorbesitzer abnehmen, ist für diesen eine sogenannte Abstandszahlung fällig. Damit zahlen Sie beispielsweise eine Laube, falls vorhanden, und den Bewuchs des Gartens ab. Darunter zählen unter anderem der Rasen, Bäume, Blumen und weitere Bepflanzungen.

Am Anfang ist also eine Ablöse fällig. Diese ist ganz abhängig von Region und auch vom Zustand des Gartens. Rechnen Sie auf jeden Fall mit einmaligen Anschaffungskosten zwischen 1.000,- und 4.000,- Euro.  


Laufende Kosten für einen Schrebergarten

Mit den Anschaffungskosten ist es noch nicht getan. Pro Monat sollten Sie im Schnitt mit bis zu 50,- Euro rechnen, die Sie für Ihren kleinen Garten zahlen müssen.

Grundsätzlich müssen Sie eine Pachtgebühr bezahlen. Ein Kleingarten ist nämlich eine Pachtfläche auf städtischen Gelände und muss daher jährlich gezahlt werden.

Abhängig von Standort und Größe Ihres Grundstückes rechnen Sie mit einem Quadratmeterpreis zwischen 0,10 und 0,90 Euro. 

Neben den Pacht-, Strom- und Wasserkosten kommen noch Beiträge für den Verein und den Arbeitsaufwand hinzu. Aber eine Versicherung sollten Sie abschließen. Es wäre ärgerlich, wenn Ihre Laube bspw. im Brandfall nicht versichert wäre.

Nachfolgend finden Sie eine kleine Übersicht über die laufenden Kosten, die bei einem Grundstück von einer Größe von 350 Quadratmetern anfallen. In dem Beispiel belaufen sich die monatlichen Kosten auf 45,- Euro.

Hinweis: Die Kosten beziehen sich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

KostenfaktorKosten
Pachtkosten (Bsp.: 0,51 Euro pro qm)ca. 180,- Euro
Vereinsbeitragbis zu 30,- Euro
Arbeitsgeldbis zu 100,- Euro
Wassergeld (je nach Verbrauch)bis zu 50,- Euro
Stromkostenbis 150,- Euro
Versicherungca. 30,- Euro
Gesamtkosten im Jahrca. 540,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Kosten für Gartengeräte und Pflanzen

Viele erfahrene Gärtner haben über die Jahre eine beachtliche Sammlung an Gartengeräten zusammengestellt. Wenn Sie aber ein Neuling im Gartenbereich sind, dann kommen auch hier weitere Kosten auf Sie zu.

Vielleicht haben Sie ja die Möglichkeit Ihrem Vorpächter einige Gerätschaften abzukaufen. Alternativ können Sie sich auch auf eBay Kleinanzeigen umsehen. Mit Sicherheit werden da gebrauchte Rasenmäher oder andere Geräte wie Gartenscheren oder Rechen günstig verkauft.

Auch eine Regentonne, eine Schubkarre, Besen, Schaufel und Gartenhandschuhe dürfen bei einem Schrebergarten nicht fehlen. Für die einmalige Anschaffung von Gartengeräten sollten Sie mit Kosten zwischen 300,- und 500,- Euro rechnen.

Ein Garten ohne Bepflanzung – unmöglich. Gerade die Begrünung macht aus Ihren Schrebergarten eine kleine Oase. Für Saatgut und neue Pflanzen müssen Sie nicht immer tief in die Tasche greifen. Schon ab 25,- Euro können Sie sich eine schöne Bepflanzung zulegen.

Regeln im Schrebergarten

Viele Kleingarten- bzw. Schrebergartenvereine haben feste Regeln, was das Halten von Tieren angeht. Informieren Sie sich im Vorfeld, ob Sie sich Hühner oder Hasen halten dürfen. Wenn Sie einen Hund oder eine Katze besitzen, sollten Sie ebenfalls im Voraus in Erfahrung bringen, ob diese in der Gartenanlage erlaubt sind.

In den Regeln von Ihrem Verein kann auch die Bepflanzung Ihres Gartens festgelegt sein. So wird beispielsweise festgelegt, dass ein Drittel der Gesamtfläche für den Anbau von Obst und Gemüse, ein weiteres Drittel für Rasen und Blumenbeete und das letzte Drittel für die bauliche Nutzung vorgesehen ist.

Wenn Sie eine Laube bauen möchten, achten Sie darauf, dass diese nicht zu groß ist. Andernfalls müssen Sie eventuell eine Sondergenehmigung beantragen. Auch das Wohnen im Schrebergarten ist untersagt. Gegen eine Übernachtung am Wochenende hat jedoch niemand etwas.

Wichtig! Ruhezeiten müssen ebenfalls eingehalten werden. In der Mittagszeit zwischen 13 und 15 Uhr sollte Ruhe herrschen. Das gilt ebenso für die Zeiten von 22 bis 7 Uhr!

Tipps für Ihren Schrebergarten

  • Seien Sie sich bewusst, dass viel Arbeit auf Sie zukommen kann. Am besten machen Sie sich im Voraus eine Pro- und Kontra-Liste!
  • Schauen Sie auch auf die Lage Ihres neuen Gartens. Stören Sie Zuggeräusche, so sollten Sie Ihr Grundstück nicht an einer Bahnstrecke nehmen.
  • Lernen Sie Ihre Nachbarn kennen und arbeiten Sie auf ein gutes Miteinander hin. Ihre Nachbar können Ihnen irgendwann mal behilflich sein, wenn Sie beispielsweise bestimmte Gartengeräte benötigen, die Sie nicht besitzen, oder wenn Sie mal neue Pflanzen für Ihren Garten brauchen.

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Ein Gedanke zu „Was kostet ein Schrebergarten?“

  1. Der Bericht ist ausgesprochen realistisch. Genauer hätte noch sein können:
    Die Ablösesumme hängt vom Zustand des Gartens ab. (Das steht ja oben.) Insbesondere die Kosten für einen Stromanschluss, das Vorhandensein eines WC sind Kosten, die vom neuen Pächter dem scheidenden zu erstatten sind. Dazu der zeitwert der ggf auf der Parzelle stehenden Laube. Dies wird im Regelfall von einem externen Gutachter geschätzt und ist für beide Parteien bindend.

    Diese Ergänzung würde vielen klarer machen, dass sie hier nicht zum einem einem Geldgeier Wunschpreise zahlen, zum anderen, dass es sich hier um Kosten dreht, die sie ggf bei späterer Abgabe der Parzelle auch wieder erstattet bekommen.

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