ÜBER KOSTENBLICK.DE
Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber seit dem Jahr 2017. Alle Neugierigen erfahren hier mehr über das Projekt und die Geschichte dahinter!

Was kostet ein Steinteppich?

Dieser Ratgeber wurde von einem externen Experten auf fachliche Richtigkeit hin überprüft.

UNSER FACHEXPERTE IM BEREICH STEINTEPPICH: Dirk Paykowski
Dirk beschäftigt sich seit über 5 Jahren mit Steinteppichen und kennt alle Optionen, Kostenfaktoren und Trends. Er hat bundesweit ein großes Netzwerk an Handwerkern und Dienstleistern, welche Steinteppiche in einer hohen Qualität verlegen und weiß, wie man Firmen erkennt die dies eben nicht können.
Bei Fragen können Sie Dirk gern unter paykowski@kostenblick.de kontaktieren!

Steinteppiche gelten als moderne Bodenbeläge für Innen- und Außenbereiche. Sie sind einfach zu reinigen, weisen eine hohe Strapazierfähigkeit auf und sind zudem für Allergiker geeignet.

Pro Quadratmeter sollte man im Innenbereich mit rund 100,- Euro rechnen. Im Außenbereich kann man mit rund 170,- Euro, oft auch 200,- Euro pro Quadratmeter rechnen. Grund für den höheren Preis im Außenbereich sind die erforderliche Abdichtung und die höheren Kosten für UV-stabile Harze. 

In diesem Preis sind das Material (Steine, Bindemittel, Grundierung und ggfs. Porenversiegelung) sowie das Anliefern und die Verlegearbeiten enthalten.

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Kostenfaktoren für das Verlegen eines Steinteppichs

Verwendete Steine und Höhe des Aufbaus des Steinteppichs

Die Kosten für einen Steinteppich hängen vor allem von der Körnungsgröße der verwendeten Steine ab.

Je größer diese ist, desto mehr Geld muss für das Verlegen des Steinteppichs einkalkuliert werden, da mit der größeren Körnung und der damit verbundenen höheren Stärke des Teppichs insgesamt mehr Material benötigt wird.

Der Preistreiber ist hier vor allem das Bindemittel (Kunstharze) von dem bei einer größeren Körnung deutlich mehr benötigt wird.

Die beliebtesten Gesteinsarten für das Verlegen des Steinteppichs sind Marmor- und Quarzkiesel. Marmor ist im Privatbereich sehr populär. Im gewerblichen Bereich – beispielsweise in Industrieküchen – wird oft auf einfachen Quarz zurückgegriffen. Dieser kann eingefärbt werden, hat aber auch das Risiko zu verblassen.

Beim Verlegen eines Steinteppichs ist es möglich eine große Bandbreite an echten Edelsteinen oder kostengünstigeren Halbedelsteinen in das Hauptmaterial einzustreuen, wodurch die Kosten allerdings deutlich nach oben korrigiert werden müssen.

Art und Menge des verwendeten Bindemittels

Ein entscheidender Kostenfaktor ist die Wahl des Bindemittels. In der Regel finden beim Verlegen des Steinteppichs bestimmte Harze Verwendung. Dabei handelt es sich im Innenbereich meist um ein 2-Komponenten-Epoxidharz.

Im Außenbereich finden sogenannte PU-Harze Anwendung. Auch hier gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. Epoxidharz kann nur für Flächen mit geringer UV-Einwirkung genutzt werden!

Günstige Bindemittel enthalten oft einen sehr hohen Anteil von Harz, was die Haltbarkeit des Bodenbelags einschränken kann. Dann besteht ein Missverhältnis zwischen dem Harz und dem verwendeten Steinmaterial.

Die Menge des benötigten Bindemittels richtet sich zudem nach der Körnung des Gesteins. Je größer diese ist, desto mehr Bindemittel wird benötigt. Bei Marmorkieseln kann man meist zwischen der Größe 1-4 mm und 4 – 8 mm unterscheiden.

Bei einer Körnung von 4 – 8 mm wird zum Beispiel eine Schichtstärke von 12 bis 13 mm empfohlen. Sind die Steine kleiner, reichen rund 7 mm und man kann eine Menge Bindemittel sparen.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Gesamtkosten bei größeren Steinen um rund 30% steigen – und das in erster Linie aufgrund des zusätzlich benötigten Bindemittels. 

Wird der Steinteppich für den Außenbereich angelegt, steigen die Kosten für das Bindemittel, da der Bodenbelag deutlich stärker beansprucht wird und somit ein hochwertigeres Bindemittel benötigt wird.

Zudem verändert ein hochwertiges Harz im Laufe der Jahre durch die Einwirkung von UV-Strahlen seine Farbe nicht – man bezeichnet es dann als lichtstabilisiert.


Verwendung einer Grundierung

Die Grundierung ist für die Haftung des Gesteins im Bindemittel äußerst wichtig. Die verschiedenen Untergründe, auf welchen der Steinteppich verlegt werden kann, weisen unterschiedliche Saugfähigkeiten auf.

Wird zu viel Bindemittel vom Untergrund aufgenommen, ist dieses nicht mehr im Verbund des Steinteppichs vorhanden und verringert seine Haltbarkeit.

In manchen Fällen wird zur Kostenreduktion gerne auf die Grundierung verzichtet. Dies ist allerdings nicht zu empfehlen.

Porenversiegelung

Wird der Steinteppich in einem Nassbereich wie Küche oder Bad verlegt, wird von Experten dringend zu einer Porenversiegelung geraten.

Da der Steinteppich in diesen Bereich ständiger Feuchtigkeit ausgesetzt ist, kann das eingedrungene Wasser anderenfalls nicht verdunsten und das Material trocknet nicht.

Ohne diese Versiegelung sollte der Steinteppich zudem nicht zu nass gewischt werden, da dabei die Verunreinigung nur in die Poren des Bodens eingearbeitet wird.

Wird der Steinteppich im Außenbereich angelegt, wird keine Porenversiegelung durchgeführt. Hier befindet sich unter dem Belag eine wasserdichte und wasserführende Schicht, welche das eingedrungene Wasser mit Hilfe eines angelegten Gefälles ableitet.

Handwerkerkosten für das Verlegen von Steinteppich

Das Aufbringen des Bodens muss durch die sehr geringe Offenzeit der Flüssigmischung sehr schnell vonstatten gehen. Hier ist es zudem wichtig, dass sehr genau und sauber gearbeitet wird.

Für das Verlegen eines Steinteppichs wird daher Erfahrung und Geschick benötigt, was in der Regel für die Hilfe eines Handwerkers / Dienstleisters spricht. Das Verlegen des Steinteppichs wird vom Handwerker dabei etappenweise durchgeführt.

Zudem wird von erfahrenen Handwerkern zusätzlich Quarzsand aufgetragen, um die Anhaftung zu erhöhen.

Die Kosten für den Handwerker erhöhen sich, wenn bestimmte Muster beim Verlegen des Steinteppichs gewünscht werden.

Zuschüsse beim Verlegen eines Steinteppichs

Die Rechnungen von Handwerkern / Dienstleistern sind grundsätzlich steuerlich absetzbar. Dabei können Handwerkerrechnungen von bis zu 6.000,- Euro geltend gemacht werden, von denen dann 20% abgesetzt werden. Dies entspricht maximal 1.200 Euro.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Handwerker per Überweisung bezahlt wird. Mit dieser Strategie wird versucht der Schwarzarbeit im Handwerkerbereich entgegen zu wirken. Rechnungen über eine Barzahlung werden nicht akzeptiert.

Wichtig ist zudem, dass die anfallenden Lohn- und Materialkosten vom Handwerker getrennt ausgewiesen werden, da die Kosten für das Material nicht geltend gemacht werden können.

Kostenbeispiel für das Verlegen eines Steinteppichs in der Küche

Herr Peter möchte in seiner Küche gern einen neuen Bodenbelag haben und hat sich für einen Steinteppich entschieden. Die Küche ist 25 m² groß. Herr Peter hat sich für eine Variante aus Marmorkieseln mit einer Körnung von 4 mm entschieden. Die benötigte Schichtstärke beträgt laut Handwerker 7 mm.

Für die Grundierung fallen für Herrn Peter Kosten von 8,- Euro pro m² an. Bei einer Fläche von 25 m² ergeben sich so 200,- Euro für die gesamte Grundierung des Bodens.

Die Kosten für die Steine inklusive dem benötigten Bindemittel betragen in diesem Fall 50,- Euro pro m². Auf die gesamte Fläche gerechnet, zahlt Herr Peter demnach 1.250,- Euro.

Der Handwerker selbst verlangt für seine Tätigkeiten pro m² 50,- Euro. Für diesen werden insgesamt also 1.250,- Euro fällig.

Herr Peter kommt für das verlegen lassen des Steinteppichs in seiner Küche insgesamt auf einen „Basispreis“ von 108,- Euro pro Quadratmeter, das ergibt insgesamt 2.700,- Euro.

Da es sich bei der Küche um einen Feuchtraum handelt, lässt Herr Peter den Steinteppich im Anschluss noch mit einer Porenversiegelung behandeln. Hierfür entstehen Kosten von 15,- Euro pro m², also insgesamt 375,- Euro. Dadurch steigen die Gesamtkosten auf 3.075,- Euro, also 123,- Euro pro Quadratmeter an.

bild_von_einem_steinteppich_aussen

Ablauf beim Verlegen des Steinteppichs

Im ersten Schritt wird die Grundierung, welche sich aus zwei Komponenten zusammensetzt, gemischt und auf dem Boden aufgetragen.

Ist dieser Arbeitsgang erledigt, wird Quarzsand für eine bessere Haftung des Gesteins auf die Grundierung gegeben.

Anschließend wird das Bindemittel, welches ebenfalls aus zwei Komponenten besteht, gemischt. Die fertige Mischung wird im nächsten Schritt zu den Steinen gegeben und gut vermengt.

Hier ist es äußerst wichtig auf das richtige Verhältnis von Gestein und Bindemittel zu achten, da bei einem falschen Mischverhältnis die Haltbarkeit des Steinteppichs deutlich eingeschränkt sein kann.


Anschließend wird der Steinteppich aufgespachtelt. Während des Verlegens sollte der Steinteppich mittels einer Lampe auf Unebenheiten untersucht werden.

Der Steinteppich benötigt in der Regel etwa sieben Tage um seine endgültige Härte zu erreichen. Nach 24 Stunden kann dieser allerdings schon betreten werden. Nach zwei Tagen ist es schon möglich Möbel aufzustellen.

Sollte der Steinteppich in einem Feuchtraum verlegt worden sein, ist im Nachgang eine Porenversiegelung notwendig.

bild_von_einem_steinteppich_aussen_als_treppe

Reinigung eines Steinteppichs

Die Reinigung eines Steinteppichs ist sehr einfach. Durch das fugenlose Verlegen des Bodenbelags gilt der Steinteppich zudem als sehr hygienisch.

Er lässt sich problemlos mit dem Staubsauger reinigen und kann auch mit warmen Wasser und den üblichen im Haushalt verwendeten Reinigungsmitteln gesäubert werden.

Dabei sollten Steinteppich ohne eine Versiegelung jedoch nicht zu nass behandelt werden, da der Schmutz sonst in die Poren eingearbeitet werden kann.

Da der Steinteppich Staub aufnehmen kann und dieser so nicht aufgewirbelt wird, eignet sich dieser Bodenbelag besonders für Allergiker.

In Abständen von einem bis zwei Jahren ist es möglich den Steinteppich mit einem Dampfreiniger zu säubern.

Wurde der Steinteppich im Außenbereich verlegt, ist eine Reinigung nicht erforderlich. Vorhandene Verschmutzungen werden durch Regen entfernt und abgeleitet.

Vor- und Nachteile eines Steinteppichs

Ein Steinteppich bietet viele Vorteile gegenüber anderen Bodenbelägen, ist dafür aber auch erheblich preisintensiver.

Vorteile Nachteile
fugenfreie Verlegung hohe Kosten
hohe Haltbarkeit, sehr strapazierfähig hoher Materialaufwand
wirkt schallschluckend nur von geübten Handwerkern verlegbar
für Allergiker geeignet
rutschhemmend in Feuchtbereichen
für Fußbodenheizung geeignet
kann wasserdicht verlegt werden
für Innen- und Außenbereich geeignet
pflegeleicht, einfache Reinigung
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

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