Was kostet ein Tauchschein?

Immer mehr Menschen zieht es nicht nur an, sondern auch in das Wasser. Das regelmäßige Abtauchen in die verborgenen Welten der Ozeane und Seen erfordert meist einen Tauchschein. Er macht es möglich, dass Sie überall auf der Welt Korallenriffe von nahem bestaunen oder Fischschwärme beobachten können.

Es gibt diverse Tauchschulen und Tauchverbände, die unterschiedliche Tauchkurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten. Bekannte internationale Verbände sind z.B. PADI, SSI, VDST oder CMAS.

Kosten der Tauchkurse in Deutschland bzw. im Urlaub

Da die Tauchlizenzen, die sogenannten Brevets, in jedem Land anerkannt sind, können Sie den Tauchschein im Grunde genommen in einem Land Ihrer Wahl absolvieren.
Viele Menschen ziehen es daher vor, die Lizenz in einem Urlaubsdomizil zu erwerben. In vielen Regionen haben Sie zudem die Möglichkeit, im oftmals warmen und glasklaren Meer zu tauchen und die Unterwasserwelt zu entdecken.


Der Nachteil der Tauchkurse im Urlaub liegt jedoch auch auf der Hand: Sie müssen in Ihren freien Zeit für die Prüfung büffeln! Außerdem sind Kurse in Touristenregionen wie z.B. den Malediven teurer als in Deutschland. Rechnen Sie mit mind. 400,- Euro.

Jeder Kurs besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil, wobei die Theorieprüfung bei einigen Tauchschulen allerdings schon in Deutschland durchgeführt werden kann, sodass Sie nur den praktischen Teil im Urlaub absolvieren müssen.

Wollen Sie beide Prüfungen in Deutschland ablegen, so sind hier die Kosten insgesamt meist geringer als im Ausland. Sie bezahlen ca. zwischen 300,- und 400,- Euro für den gesamten Kurs. Sind Sie Mitglied in einem Tauchverein, so können Sie oft deutlich sparen.


Bei Kurspreisen, die deutlich unter 300,- Euro liegen – egal in welchem Land – sollten Sie genauer hinschauen und das Kleingedruckte lesen. Oft gibt es bei solchen Billigangeboten versteckte Kosten oder es wird an der Qualität der Tauchausbildung gespart.

Bei einigen Tauchschulen sind nicht alle Teile der Leihausrüstung im Preis für den Tauchschein inbegriffen. Eine eigene ABC-Tauchausrüstung muss mitgebracht werden. Für anständiges Zubehör, bestehend aus Schnorchel, Flossen, Maske und Füßlingen, bezahlen Sie zwischen 80,- und 120,- Euro.

Bild von Taucher vor dem Tauchgang

Die Voraussetzungen

Vor der Anmeldung für einen Tauchkurs empfiehlt sich ein Schnuppertauchkurs, um auszutesten, ob man für den Sport psychisch geeignet ist und überhaupt Spaß daran hat. Sie erlernen hier leichte Übungen, wie das Ausblasen der Tauchmaske oder das Wiedererlangen des Lungenautomaten. Sie können austesten, wie wohl Sie sich beim Tauchsport fühlen und ob Sie einen Tauchkurs anschließen wollen

Übrigens: Einige Tauchschulen verrechnen die Kosten für den Schnuppertauchgang mit den Kosten für den Tauchschein.

Zudem sollte man sich vorher beim Hausarzt oder einem Tauchmediziner auf Tauchtauglichkeit untersuchen lassen, um keine unnötigen Risiken einzugehen. Zwar benötigen Sie in den meisten Urlaubsregionen kein ärztliches Attest für die Teilnahme an einem Tauchkurs, jedoch brauchen Sie den gesundheitlichen Nachweis in jedem Falle, wenn Sie in den heimischen Gewässern auf Tauchgang gehen wollen.

In der Regel setzen die meisten Tauchschulen ein Mindestalter zwischen 10 und 15 Jahren und dass Sie gut schwimmen können, voraus.


Der Tauchkurs

Die Tauchkurse gliedern sich in Theorie- und Praxis-Module. Sie erlernen hier den richtigen Umgang mit der Tauchausrüstung und wie sie im Wasser zu gebrauchen ist. Für die Praxis sind dabei mind. 4 Tauchgänge in einem offenen Gewässer notwendig. Oftmals werden zusätzliche Übungseinheiten in Schwimmhallen oder Pools durchgeführt. Das reine Indoor-Tauchen wird eher im Winter durchgeführt.

Der Kursabschluss berechtigt zum Tauchen an offenen Gewässern und heißt daher “Open Water Diver”. Mit der Tauchlizenz können Sie aber keinesfalls allein tauchen, sondern benötigen aus Sicherheitsgründen immer einen Tauchpartner, der ebenfalls einen Tauchschein besitzt. Nach Abschluss des Kurses ist es Ihnen allerdings erlaubt, ohne Begleitung eines Tauchlehrers zu tauchen.

Bei einem sehr straffen Zeitplan, dauert der Kurs ca. 4 Tage. In der Regel benötigen Sie aber etwas mehr Zeit. Sie sollten natürlich bedenken, dass sich die Kursdauer durch Umwelteinflüsse und Unwetter wie z.B. Gewitter verlängern kann.

Im Tauchkurs lernen Sie alle notwendigen Sicherheitsregeln, wie z.B. den Buddy-Check, die Tauchzeichen und das kontrollierte Aufsteigen unter Wasser.

Bild von Tauchkurs im See

Für Fortgeschrittene bietet sich der 2-Sterne-Tauchschein an. Hierzu müssen Sie mindestens 25 Tauchgänge in Ihrem Logbuch nachweisen können und benötigen verschiedene Spezialkurse sowie Übungen und Prüfungstauchgänge. Dieser Tauchschein kann ab 16 Jahren absolviert werden.


Aufbauend darauf können Sie den 3-Sterne-Tauchschein zum “Tauchgruppenführer” abschließen. Hierzu müssen Sie an mindestens 65 Tauchgängen teilgenommen haben und volljährig sein.

Für die 4-Sterne-Lizenz benötigen Sie 165 Tauchgänge und bei CMAS eine 2-jährige Mitgliedschaft im Tauchverein.

Natürlich können Sie auch eine Prüfung für den Tauchlehrer-Abschluss ablegen.

Die richtige Tauchschule finden

Die meisten Tauchverbände haben Tauchschulen und -vereine, die zum Verband dazugehören. Dabei lernt man im Grunde genommen in allen Tauchschulen dasselbe. Alle Verbände erkennen zudem ihre Tauchlizenzen untereinander an, sodass es für Anfänger meist keinen Unterschied macht, zu welchem Verband eine Tauchschule gehört.

Die Tauchschule und der Tauchlehrer haben einen wesentlich größeren Anteil am individuellen Erfolg als der Tauchverband.

Die Tauchschule sollte gut ausgestattet sein und einen seriösen Eindruck machen. Zusätzlich sollten die Tauchlehrer auf die korrekte Ausführung der Übungen achten und den Kurs ohne zeitlichen Druck durchführen.

Fragen Sie in jedem Falle bei verschiedenen Tauchschulen an und vergleichen Sie die verschiedenen Angebote. Denken Sie daran, dass der bloße Preis kein Indikator für eine Tauchschule ist. Auf folgende Faktoren sollten Sie achten:

  • Ordnung und Hygiene in der Tauchschule
  • gepflegte Leihausrüstung, in verschiedenen Größen verfügbar
  • Kompressor-Raum und Auffüllen der Tauchflaschen kann besichtigt werden
  • Personal erklärt das Zubehör und die Übungen ausführlich
  • ruhige Ausstrahlung der Tauchlehrer
  • Zertifikate und Qualifikation der Tauchschule
  • Regeln für sicheres Tauchen werden ausführlich durchgesprochen
  • individuelle Hilfestellungen bei Problemen
  • kleine Tauchgruppen mit 2 bis 3 Schülern und Lehrer sowie Tauchassistent

Tipp: Sie wollen Fische beobachten ohne nass zu werden? Wie wäre es mit einem Aquarium! 😉 Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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