ÜBER KOSTENBLICK.DE
Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber seit dem Jahr 2017. Auf kostenblick.de erklären wir zusammen mit geprüften Experten aus verschiedensten Lebensbereichen, welche Kosten normal sind. Alle Neugierigen erfahren hier mehr über das Projekt und die Geschichte dahinter!

Was kostet ein Wintergarten?

„Was kostet es, ein Haus zu bauen?“ Diese Frage ist ähnlich schwer pauschal zu beantworten, wie die Frage nach den Kosten eines Wintergartens. Dennoch gibt es viele Kostenfaktoren, die man unbedingt kennen sollte.

Wir geben Ihnen im Folgenden eine Orientierung wovon die Gesamtkosten abhängen und erklären, was die Preise in die Höhe treiben kann.

Im Durchschnitt kann man bei einem Warmwintergarten – abhängig von Ausstattung und dem regionalen Preisgefüge – von Kosten zwischen 1.300,- und 2.000,- Euro pro m² Grundfläche ausgehen.
Unser Tipp: Mit dem nachfolgenden Formular (*) können Sie kostenfrei und unverbindlich Angebote von Dienstleistern aus Ihrer Region einholen. So erhalten Sie vorab einen guten Kostenüberblick.

Sollte am Ende keines der Angebote zusagen, ist das auch in Ordnung und für Sie dennoch kostenfrei. Wählen Sie zunächst bitte einfach aus, welche Art von Wintergarten Sie planen.

Arten von Wintergärten und ihre Kosten

Man kann dabei grundlegend zwei Arten von Wintergärten unterscheiden.

Zum einen gibt es Kaltwintergärten, die im Winter nur begrenzt genutzt werden können. Sie dienen oft auch als Unterstellmöglichkeit für Pflanzen.

Grund dafür ist, dass zum einen die Isolierung des Fußbodens fehlt. Zum anderen bestehen diese Konstruktionen aus nicht-isolierten Profilen mit einer „Einfachverglasung“. Das heißt, dass hier keine Isoliergläser verwendet werden.

Dennoch muss im Dachbereich eine Sicherheitsverglasung verbaut sein, da sie ebenfalls den Vorschriften über Wind- und Schneelasten unterliegen. 

Diese Art von Wintergarten ist über einen Großteil des Jahres sehr praktisch und kann bspw. mit Ganzglas-Schiebetüren oder Ganzglas-Drehtüren ausgestattet werden.

Um den Aufenthalt im Sommer angenehm zu gestalten, sollte eine Möglichkeit zur Beschattung verbaut werden.

Bei einem Kaltwintergarten kann man grob – abhängig von Ausstattung und regionalem Preisgefüge – von Kosten zwischen 800,- und 1.000,- Euro pro m² Grundfläche ausgehen.

Zum anderen gibt es den klassischen Warm-Wintergarten, welcher auch als Wohn-Wintergarten bezeichnet wird.

Warme Wintergärten sind aufwendiger in der Bauweise. Sie benötigen thermisch getrennte Profile und eine ausreichende Isolierung inklusive Wärmeschutzverglasung.

Zudem müssen Sie den Anforderungen der Energieeinparverordnung (EnEV) entsprechen. 

Hier kann man auch bei kühlen Außentemperaturen verweilen, da neben einer Wärmeschutzverglasung auch eine entsprechende Heizmöglichkeit verbaut ist. Zudem können hier exotische Pflanzen überwintert werden.

Dementsprechend sind die Kosten mit Blick auf Isolierung und Beheizung ungleich höher.

Wie einleitend bereits erwähnt kann man bei Warmwintergärten grob von Gesamtkosten zwischen 1.300,- und 2.000,- Euro pro m² Grundfläche ausgehen.

Die Kosten variieren dabei stark je nach gewünschter Ausstattung und Region. Wie sich die Gesamtkosten dabei je nach gewünschter Gesamtfläche summieren, zeigt die folgende Tabelle:

Grundflächeungefähre Kosten Warmwintergarten
1 m²1.300,- bis 2.000,- Euro
10 m²13.000,- bis 20.000,- Euro
15 m²19.500,- bis 30.000,- Euro
20 m²26.000,- bis 40.000,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Weitere Kostenfaktoren bei einem Wintergarten

Zusätzliche Beheizung

Ist ein Anschluss an die Hausheizung nicht möglich, muss eine separate Heizmöglichkeit geschaffen werden.

Insbesondere Fußbodenheizung, Kamin– oder Kachelöfen haben sich zur Beheizung bewährt. Auch Heizkörper und Unterflurkonvektoren sind problemlos im Wintergarten zu installieren.

Belüftungssysteme

Für ein optimales Raumklima ist das regelmäßige Lüften essentiell. Hier gibt es – als Alternative zum händischen Öffnen und Schließen der Fenster – halbautomatische oder vollautomatische Lösungen, welche entsprechend teurer sind.

Beschattungsvorrichtungen

Für Wohlfühlmomente im eigenen Wintergarten dürfen – neben einer Heizung für kalte Tage – Beschattungssysteme nicht fehlen. Ansonsten ist die Hitze im Sommer bei starker Wärmeeinstrahlung kaum erträglich.

Dies ist inbesondere dann wichtig, wenn eine Ausrichtung nach Süden oder Westen geplant ist.

Effiziente Außenbeschattung erreichen Sie durch fest montierte, motorisierte Markisen. Die Innenbeschattungen durch Plissees, Rollos und Baldachine ist eine gute Ergänzung.

Gemütliche Lichtinstallationen sorgen für die passende Stimmung, auch wenn die Sonne mal nicht scheint.

Bild von Wintergarten mit vielen Pflanzen

Die verschiedenen Materialien für den Wintergarten

Die Wahl der Materialien für den eigenen Wintergarten, entscheidet nicht nur darüber, wie dieser später aussieht, sondern hat zudem großen Einfluss auf die Energieeffizienz. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die gängigsten Materialien und deren Vor- und Nachteile.

Es besteht beim Bau eines Wintergartens natürlich auch die Möglichkeit, Materialien zu kombinieren, um so die jeweiligen Vorteile der Werkstoffe zu nutzen.

Materialien für die Trägerkonstruktion

Aluminium für den Wintergarten

Die Vorteile beim Material Aluminium, liegen vor allem in seiner Langlebigkeit und der hohen Witterungsbeständigkeit. Trotz seiner Leichtigkeit überzeugt Aluminium mit einer hohen Tragfähigkeit. Wintergartenkonstruktionen sind aufgrund der hohen Belastbarkeit und Flexibilität in nahezu allen Größen realisierbar.

Die Alu-Profile selbst sind thermisch getrennt und erreichen die erforderlichen Wärmedämmwerte oder noch mehr. In der Praxis wird nur die Grundkostruktion in äußerst stabilen und dichten Alu-Profilen erstellt. Die Ausfachelemente bestehen dann aus Kunststoff.

Holz für den Wintergarten

Die Nutzung von Trägerkonstruktionen aus Holz, ist beim Bau von Wintergärten in bestimmten Regionen äußerst beliebt. Je nach Verarbeitung und Qualität des Materials, hat Holz auch eine gute Tragfähigkeit.

Der natürliche und nachhaltige Rohstoff Holz hat zudem hervorragende Isoliereigenschaften, was eine bessere Energieeffizienz zur Folge hat.

Anders, als bei und Aluminium- & Kunststoff, ist der Bedarf an Pflege hier sehr groß. Je nach Witterung und Umwelteinflüsse, ist eine regelmäßige Kontrolle auf Schäden und Wartung des Konstruktion notwendig. Um Schäden durch ein feuchtes Raumklima vorzubeugen, ist es notwendig, den Wintergarten täglich zu lüften.

Der Anstrich mit speziellen Pflegemitteln, Lacken oder Lasuren erfolgt für gewöhnlich im Abstand von mehreren Jahren. Dies richtet sich selbstverständlich nach den Witterungsbedingungen und dem Zustand des Wintergartens. Oft müssen etwa aller drei Jahre Lasuren aufgetragen werden.

Des weiteren sind noch Holz-Aluminium-Konstruktionen auf dem Markt – hierbei handelt es sich dann um eine Holzkonstruktion, bei der alle äußeren Profile mit Alu-Profil-Schalen abgedeckt werden. Diese Konstruktionen sind in der Regel aufwendiger und teurer.

Bild von hellem Wintergarten

Wintergarten Verglasung

Die Verglasung ist das Herzstück eines jeden Wintergartens., daher gibt es hier ein paar wesentliche Dinge zu beachten.

Bei der Wahl der Verglasung, werden Ihnen mit Sicherheit die Begriffe g-Wert und U-Wert begegnen.

Der g-Wert gibt an, wie viel Sonnenenergie, durch die Verglasung in den Wintergarten eindringen kann. Je höher dieser Wert ist, desto wärmer wird es in dem Wintergarten. Dies hat im Sommer allerdings zur Folge, dass sich Ihr Wintergarten sehr schnell aufheizt.

Der U-Wert steht für die Abgabe der Energie, durch das Glas, an die Außenwelt. Damit ist im Grunde genommen, die Dämmung gemeint. Je kleiner der angegebene Wert ist, desto geringer ist der Verlust der Wärmeenergie. Dies führt im Sommer allerdings dazu, dass der Raum nur sehr langsam abkühlen kann. Hier ist eine optimale Belüftungsmöglichkeit entscheidend.

Für die Verglasung des Wintergartens stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Erhältlich sind zum Beispiel spezielle Wärmedämmgläser und verschiedene Funktionsgläser.

Zu diesen zählen unter anderem eine Dachverglasung mit Sicherheitsglas und Selbstreinigungsfunktion und eine Schallschutzverglasung.

Achtung bei der Überkopfverglasung des Wintergartens: Die Überkopfverglasung des Wintergartens, unterliegt in Deutschland gesetzlichen Bestimmungen.

Hier ist ausschließlich der Einbau von Verbundsicherheitsglas zulässig. Dieses spezielle Glas, welches in Kombination mit extrem reißfesten Folien gefertigt wird, dient dem Schutz vor einem Glasbruch.

Baugenehmigung für Wintergärten

Einen Wintergarten dürfen Sie nicht einfach so bauen, denn hierzu benötigen Sie in der Regel eine Baugenehmigung. Da die Vorschriften regional variieren, sollten Sie sich vorab beim Bauamt informieren. 

Das Stellen der Anträge können Sie dann gemeinsam mit der Firma erledigen, die Sie für den Bau beauftragen.

Soll der geplante Wintergarten in der Nähe der Grundstücksgrenze entstehen, sind Abstandsflächen zu beachten, die eventuell die Genehmigung des Nachbarn erfordern. 

Was sonst noch wichtig ist

Immer wieder hört man von Lockangeboten dubioser Firmen, bei denen der Wintergarten als „Musterwintergarten“ auf Ihrem Grundstück gebaut werden soll und dann über Prämienzahlungen für das Empfangen von Interessenten refinanziert wird.

Ich empfehle Ihnen, um solche Firmen einen großen Bogen zu machen. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt dieses Video.

Ein Wintergarten wird zu teuer? Wie wäre es dann einfach mit neuen großen Fenstern? 😉

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2 Gedanken zu „Was kostet ein Wintergarten?“

  1. wir planen einen warmen wintergarten auf der vorhandenen terasse-südseite.
    er sollte nach osten mit Falttüren zur terassenverlängerung sein.
    nach norden zur Wohnung begehbar.

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