Was kostet eine Augenlidstraffung?

Falten und andere Zeichen der Hautalterung sieht man vor allem an den Augen. Erschöpfung, Stress und genetische Veranlagung können das Erscheinungsbild und die Ausdrucksstärke der Augenpartie negativ beeinflussen. Vielen Männern und Frauen gefällt das nicht und sie fragen sich, was sie dagegen tun können.
Eine Lidstraffung (med. Blepharoplastik) ist eine Form der medizinisch wirkungsvollen Behandlungsmethoden bei Schlupflidern, Tränensäcken, hängenden Augenbrauen und anderen Problemzonen.
Sie ist eine der beliebtesten Schönheitsoperationen, da sie recht risikoarm abläuft und meist keine sichtbaren Narben entstehen. Zudem zählt sie zu den günstigeren plastischen Korrekturen.
Ca. 1.400,- bis 4.500,- Euro sollten Sie für die Behandlung einplanen.

Eine gestraffte Augenpartie kann essentiell zu einem jüngeren und frischeren Aussehen beitragen. Die Augen gewinnen in jedem Falle an Ausdruckskraft.

Viele Patienten wünschen sich nach der Operation ein natürliches Erscheinungsbild und so können feine Lachfältchen um die Augen herum weiter sichtbar sein. Die Gesichtsmimik bleibt also erhalten.

Anders als bei einer Behandlung mit Botox, werden bei der operativen Augenlidstraffung überschüssiges Haut-, Fett- und erschlafftes Muskelgewebe entnommen. Dadurch wird die Augenpartie gestrafft.

Soll kein chirurgischer Eingriff stattfinden, so gibt es auch die Variante einer Thermage-Behandlung. Weitere Informationen zu dieser Behandlungsmethode finden Sie weiter unten.

Kostenfaktoren

Seriöse Praxen machen in der Regel keine pauschalen Angebote, da die Kosten für die Lidstraffung von vielen verschiedenen Faktoren abhängen.

Zum einen verlangt jeder Arzt ein unterschiedlich hohes Honorar, das sich oftmals auch regional unterscheidet. Zum anderen kommen dazu noch die Kosten für OP-Saal und -Team, Technik, Vor- und Nachsorgeuntersuchungen.
Es wird empfohlen, wenn sowohl Ober- als auch Unterlid korrigiert werden sollen, dass beide Behandlungen in einer Operation durchgeführt werden. So fallen die Kosten für Operationssaal und -technik nur einmal an.

Vor allem aber sind die Kosten abhängig von der Methode, der Ausgangssituation (also Hautbeschaffenheit) und gewünschtem Ergebnis. Bei einer nicht-operativen Behandlung entfallen die Kosten für die Narkose und den Klinikaufenthalt. Hinzu kommen aber meist Kosten für die jeweilige Technik (z.B. Thermage oder Laser).
Bei einer Straffung mit Botox kommen natürlich die Kosten für dieses Medikament hinzu.


Jede Behandlung ist daher individuell und die Kosten können nur nach einem ausführlichen Beratungsgespräch sowie Voruntersuchung geschätzt werden. Je nach Umfang der Korrektur, Methode und den Honoraren der behandelnden Personen richten sich die Kosten für die Lidstraffung.
So können Sie bei einer Ober- und/oder Unterlidstraffung zwischen 1.500,- und 4.500,- Euro variieren.
Eine nicht-operative Thermagebehandlung kostet hingegen nur ca. 1.400,- Euro im Durchschnitt.

Laut der Plattform myBody haben die Kosten für eine Augenlidkorrektur im Laufe der letzten Jahre stetig abgenommen.

Kostenübersicht für die verschiedenen Methoden der Augenlidstraffung:

Methodeungefähre Kosten
operative Augenlidstraffung1.500,- bis 4.500,- Euro
nicht-operative Augenlidstraffung (z.B. Thermage)ca. 1.400,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Wir empfehlen in jedem Falle bei der Wahl des Chirurgen bzw. der Praxis nicht nur auf den Preis zu achten, da Erfahrung, Qualifikationen und Gefühl für Ästhetik und harmonische Gesichtszüge wesentlich wichtigere Qualitätskriterien sind, anhand derer Sie die Entscheidung treffen sollten.

Bild von Augenlid und Skalpell

Wer zahlt?

Im Grunde genommen ist die Augenlidkorrektur eine rein kosmetische Behandlung, weshalb die Kosten selbst zu tragen sind.

Die Krankenkasse kann aber Zuschüsse gewähren oder die Operation komplett bezahlen, wenn medizinische Gründe für den Eingriff sprechen. So muss etwa die Sicht durch ein herabhängendes Lid eingeschränkt sein. Dazu muss jedoch ein ärztliches Attest vorliegen und ein Antrag bei der jeweiligen Krankenkasse gestellt werden.

Erfolgt die Behandlung nur aus ästhetischen Gründen, so müssen die Kosten für die Augenlidstraffung, Zusatzleistungen und die Nachbehandlungen von Ihnen getragen werden.

Behandlungsmethoden und Ablauf der Behandlung

Die Augenlidstraffung kann separat am unteren oder oberen Lid oder auch kombiniert an beiden Lidern durchgeführt werden. Auch in Verbindung mit einer Brauenanhebung ist die Behandlung möglich.

Mit welcher Methode das bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann, entscheiden die Ärzte im umfangreichen Vorgespräch.

Operative Augenlidstraffung

Die operative Augenlidkorrektur erfordert eine Narkose und damit in der Regel eine halb- bis ganztägigen Klinikaufenthalt. Einige Ärzte führen die Operationen aber auch schon ambulant durch.

Die OP dauert ca. 1 bis 2 Stunden je nach dem Umfang der Korrektur. Dabei können Sie in örtliche Betäubung, Dämmerschlaf oder auch Vollnarkose versetzt werden.

Bei einer Oberlidkorrektur wird ein Hautstreifen aus dem Oberlid entnommen. Bei starken Schlupflidern kann auch etwas Fett- und Muskelgewebe zusätzlich entfernt werden. Dann wird die Wunde verschlossen.
Die kosmetischen Narben bleiben meist in der Lidfalte und sind dadurch kaum sichtbar.

Wird zusätzlich ein Augenbrauenlifting durchgeführt, so wird dort die Narbe von den Augenbrauen kaschiert.


Bei einer Unterlidkorrektur entnimmt der Chirurg ebenso Fett- und Hautgewebe. Gleichzeitig wird aber auch der Rückhalteapparat gestärkt, der das Fett an seinem Platz hält. So verschwinden die unerwünschten Wölbungen.
Hier findet sich eine feine Naht am Wimpernkranz, die in der Regel keine sichtbaren Narben verursacht.
Einige Personen haben auch mit Fettsäckchen ohne überschüssige Haut am Unterlid zu kämpfen. Dort wird das Gewebe über die Innenseite der Unterlider abgetragen.

Wie bereits erwähnt, ist auch eine Kombination beider Verfahren möglich.

Ein positiver Nebeneffekt der Unterlidstraffung ist, dass durch den chirurgischen Zugang auf Wunsch auch ein Lifting des Mittelgesichts möglich ist, sodass hier keine weiteren Narben entstehen.

Nach ca. einer halben bis einer Woche werden die Fäden gezogen. Nach der Operation müssen die Augen gekühlt werden. Lesen und Fernsehen ist sofort nach der Behandlung erstmal nicht erlaubt.

2 Wochen lang sollten körperlich belastende Aktivitäten vermieden werden.
Direkte Sonnenbestrahlung darf 8 Wochen lang nicht stattfinden. Tragen Sie am besten draußen eine Sonnenbrille.

Nach ca. 8 bis 10 Tagen sind Sie dann wieder gesellschaftsfähig.

Bild von Auge nach Augenlidstraffung

Nicht-operative Augenlidstraffung:

Bei der Thermage-Methode sind Sie schon sofort nach der Behandlung wieder arbeits- und gesellschaftsfähig. Die Augenlidkorrektur erfolgt ambulant mithilfe von Radiofrequenztechnologie. Hierdurch werden erschlaffte Hautregionen gefestigt, indem die Kollagenneubildung angeregt wird.

Krähenfüße, Tränensäcke und andere kosmetische Probleme können hier langfristig gelindert werden.

Bei der Augenlidstraffung mittels Thermage wird keine Narkose oder eine Spritze benötigt. Die Behandlung ist meist schmerzfrei und es wird keine weitere Nachbehandlung erforderlich.
20 Minuten bis 2 Stunden kann die Prozedur dauern. Danach sind die Falten in der Augenpartie wie “ausgebügelt”. Bis das endgültige Ergebnis zu sehen ist, dauert es jedoch etwa 6 Monate.

Mögliche Risiken und Begleiterscheinungen

Bei einer optimalen Vor- und Nachsorge sollten Komplikationen so gut wie möglich vermieden werden können.

Natürlich ist ein operativer Eingriff immer mit bestimmten Risiken verbunden. So können folgende Begleiterscheinungen und Risiken auftreten:

  • Medikamentenunverträglichkeiten
  • Thrombose
  • Embolie
  • (Nach-)Blutungen
  • Störungen der Durchblutungen oder der Wundheilung
  • Infektionen
  • asymmetrisches Resultat
  • Fehlstellungen
  • Trockenheit
  • Schwellung der Augenbindehaut
  • Auge lässt sich nicht mehr schließen
  • Narben

Im Grunde genommen kann der Großteil der Begleiterscheinungen vermieden werden, wenn der Arzt eine entsprechende Qualifikation und Erfahrung vorweisen kann und sauber und gewissenhaft arbeitet.

Begleiterscheinungen wie Schwellungen, Rötungen oder Schmerzen sind normal und können medikamentös oder mit Kühlpackungen behandelt werden.


Checkliste für den Arztbesuch

Bevor Sie eine Augenlidstraffung durchführen lassen, sollten einige wichtige Fragen geklärt werden:

  • Welcher Teil der Augenpartie soll gestrafft werden? Muss dazu eine Operation durchgeführt werden oder reicht eine nicht-operative Methode (z.B. Thermage-Behandlung) aus?
  • Wie sind die individuellen Erfolgsaussichten?
  • Welche Methode wird angewandt?
  • Ist der Arzt vertrauensvoll, geht auf Ihre Fragen und Wünsche ein und hat die entsprechende Erfahrung?
  • Hat der Eingriff nur ästhetisch oder auch medizinische Relevanz?
  • Welche Kosten und Zusatzkosten (Anfahrt, Komplikationen, Klinikaufenthalt…) können entstehen?
  • Wann soll der Eingriff stattfinden? Bekommen Sie Urlaub oder eine Krankschreibung für den Zeitraum der Operation und bis zur Arbeitsfähigkeit?
  • Sind Sie über mögliche Risiken und Nebenwirkungen ausreichend aufgeklärt worden?

 

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