Was kostet eine Brustvergrößerung?

Für viele Frauen sind große Brüste erstrebenswert, da sie gemeinhin als besonders weiblich und attraktiv empfunden werden. Aber auch aus medizinischen und seelischen Gründen kann eine größere Brust gewünscht sein.

Zu diesem Zweck unterziehen sich in Deutschland jährlich mehrere tausend Frauen einer Brustvergrößerung. Dieser Eingriff wird auch Mammaaugmentation genannt und kostet in der Regel zwischen 4.500,- und 10.000,- Euro.

Kostenfaktoren bei einer Brustvergrößerung

Bei den Gesamtkosten spielt vor allem die Art der Brustvergrößerung eine Rolle. Die wohl bekannteste Methode ist eine Brustvergrößerung mit Implantaten.

Hierbei kommt es auf die Größe und die Beschaffenheit der gewünschten Implantate an, sodass sich die Spanne von im Schnitt 4.500,- bis 7.500,- Euro bewegt, aber auch bis zu 10.000,- Euro oder mehr betragen kann.

Eine weitere Methode ist die Brustvergrößerung mit Eigenfett. Diese kann mit Kosten von durchschnittlich 3.500,- bis 5.000,- Euro häufig eine günstigere Alternative darstellen.

Kaum etabliert ist die Methode der Brustgewebe-Expansion. Mithilfe von Unterdruck wird die Brust nach und nach vergrößert. Dabei entstehen Kosten von 1.200,- bis 1.500,- Euro.

Nicht zu empfehlen, aber vielfach im Netz angeboten, ist die Brustvergrößerung durch diverse Hormontherapien. Diese Tabletten, Salben und auch Spritzen sind meist mit einem Hormoncocktail aus Östrogen und Pogesteron gefüllt und sollen das Brustwachstum steigern. Manche schwören auch auf Hefe als Wachstumsmittelchen.

Gemein haben diese Internetrezepturen eins: sie spielen mit dem Hormonaushalt und bringen daher eine Vielzahl an Nebenwirkungen mit sich.

Ergebnisse, welche trotzdem erzielt werden könnten, entstehen meist nur durch Wassereinlagerungen, die nach Absetzen der Hormone wieder verschwinden, oder durch die einhergehende Gewichtszunahme. Dauerhaft ist keines dieser Mittel.

MethodeKosten
Implantat4.500,- bis 10.000,- Euro
Eigenfett3.500,- bis 5.000,- Euro
Brustgewebeexpander1.200,- bis 1.500,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Wird die Brustvergrößerung durch die Krankenkasse finanziert?

Wird die Brustvergrößerung zu rein ästhetischen Zwecken durchgeführt, besteht kein Anspruch auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse und die Kosten müssen in voller Höhe selbst getragen werden.

Unter Umständen können aber medizinische Gründe und in der Folge eine seelische Belastung geltend gemacht werden.

Zum Beispiel ist dies der Fall, wenn die Brüste nicht zur restlichen Figur der Frau passen, weil sie im Verhältnis sehr klein sind, was dem Selbstbewusstsein nachhaltig schaden kann.

Medizinische Gründe können zudem sein:

  • asymmetrische Brüste
  • erschlaffte Brüste
  • Fehlformen (z.B. schlauchförmig)
  • geschrumpfte Brüste (z.B. nach einer Schwangerschaft)
  • fehlendes Brustdrüsengewebe (z.B. nachdem die Brüste wegen einer Krebserkrankung entfernt werden mussten)

Welche Verfahren für die Brustvergrößerung gibt es?

Wenn Sie sich für eine Brustvergrößerung interessieren, müssen Sie sich zunächst überlegen, wie Sie sich Ihre neuen Brüste vorstellen und mit welcher Methode Sie dies erreichen wollen.

Brustvergrößerung mit Implantaten

Die bewährteste und bekannteste Methode ist die Brustvergrößerung mit Implantaten.

Dabei werden Silikonimplantate mit Silikonfüllung oder einer Füllung aus Kochsalzlösung eingesetzt. Die Hüllschicht besteht grundsätzlich aus Silikon.


Die Implantate gibt es in verschiedenen Größen und Formen, sodass nahezu jede Vorstellung realisiert werden kann, wenn die Grundvoraussetzungen stimmen.

Meist sind sie jedoch rund oder tropfenförmig, wobei letztere ein natürlicheres Ergebnis liefern können.

Eingesetzt werden sie über dem Brustmuskel, zwischen Rippen und Muskel oder zum Teil über, zum Teil unter dem Brustmuskelgewebe (Dual Plane). Wo genau die Implantate eingesetzt werden, entscheidet sich durch die anatomischen Ausgangsbedingungen, die Historie der Patientin und das gewünschte Ergebnis.

Daher wird vor dem Eingriff ein ausführliches Aufklärungs- und Vorgespräch geführt. Neben der Aufklärung über diverse Risiken wird genau festgelegt, welches Ergebnis am Ende erzielt werden soll.

Davon abhängig wird die Herangehensweise entschieden. Auch die Frage nach dem Schnitt muss geklärt werden.

Mögliche Stellen für den Schnitt:

  • Brustwarze
  • Unter der Brust
  • Achsel

Die verschiedenen Stellen bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile, besonders was die Sichtbarkeit von Narben angeht. So ist eine Narbe in der Brustfalte oder der Achsel natürlich weniger auffällig als am Warzenhof. Durch moderne Medizin hält sich die Narbenbildung jedoch in Grenzen; durch anschließende Pflege verblassen viele Narben.

Der eigentliche Eingriff erfolgt stationär und unter Vollnarkose. In der Regel dauert er etwa 1 bis 2 Stunden. Im Anschluss ist eventuell noch ein kurzer Aufenthalt von 1 bis 3 Tagen in der Klinik notwendig.

Bei der Operation wird zunächst der Hautschnitt an der entsprechenden, vorab desinfizierten Stelle gesetzt. Haut und Fettgewebe werden dort durchtrennt, sodass das Implantat eingesetzt werden kann. Anschließend wird der Schnitt wieder vernäht und eine Drainage gelegt.

Die Implantate sind Fremdkörper und werden vom Körper auch als solche erkannt. In der Regel ist das aber kein Problem – die Implantate werden lediglich von Bindegewebe ummantelt. Dabei handelt es sich um die sogenannte Kapselbildung.

Allerdings kann es in wenigen Fällen zur Kapselfibrose kommen, bei der das Gewebe verhärtet oder schrumpft, was zu Problemen führen und eine weitere Behandlung erfordern kann.

Nach der Operation muss mindestens sechs Wochen lang ein spezieller BH getragen werden, der den Abheilungsprozess unterstützt.

Außerdem sollten Sie etwa zwei Wochen lang auf Zigaretten oder übermäßigen Alkoholgenuss verzichten.


Bewegungen, die zum Verrutschen des Implantats oder zu Irritationen führen können, sind unbedingt zu vermeiden. Auch auf einen Besuch im Solarium sollte in der Abheilungsphase verzichtet werden. Schlafen sollten Sie am besten auf dem Rücken.

Wenn Sie sich Implantate einsetzen lassen, erhalten Sie nach der Operation zudem einen Implantatpass.

Lage der Implantate bei einer Brustvergrößerung

Wenn Sie sich für eine Brustvergrößerung mit Implantat entschieden haben, stellt sich immer die Frage, wo es liegen soll. Es gibt hier wie bereits erwähnt verschiedene Möglichkeiten, das Implantat einzusetzen. Die ideale Position muss immer individuell entschieden werden.

Generell gilt, dass Implantate über dem Brustmuskel deutlicher ertastbar sind. Auch sind Verformungen bei bestimmten Bewegungen deutlicher zu sehen. Dafür ist die OP meist schneller vorbei und weniger schmerzhaft.

Dies hängt aber auch stark von der Dicke des umgebenden Gewebes ab, sodass die Unterschiede zur Lage zwischen Muskel und Rippen unter Umständen kaum ins Gewicht fallen. Hingegen muss das Implantat in der Regel immer unter dem Muskel eingesetzt werden, wenn die Gewebeschicht dünner als 2 Zentimeter ist.

Implantate zwischen Brustmuskel und Rippen haben den Nachteil, dass sie gerade in der Zeit nach der Operation die Bewegungsfreiheit einschränken können, da der Muskel für das Einsetzen geringfügig beschädigt werden muss. Zudem sind die Schmerzen stärker als bei einem Implantat über dem Muskel.

Beim Dual Plane-Verfahren (dem Einsetzen des Implantats zum Teil über und zum Teil unter der Muskulatur) sind die Schmerzen vergleichbar stark, da auch hier der Muskel beschädigt werden muss. Allerdings bietet dieses Verfahren das beste Ergebnis, wenn es auch das Aufwendigste ist. Es bietet sich besonders bei leicht hängenden Brüsten nach dem Stillen an.

Häufig liest man, dass das Risiko einer Kapselfibrose bei Implantaten unter dem Brustmuskel geringer sei. Durch neue Entwicklungen gibt es in dieser Hinsicht aber kaum noch einen Vorteil gegenüber Implantaten über dem Brustmuskel.


Brustvergrößerung mit Eigenfett

Wenn Sie sich eine Brustvergrößerung wünschen, aber keine Implantate einsetzen lassen wollen, können Sie sich überlegen, ob für Sie eine Brustvergrößerung mit Eigenfett infrage kommt. Der Vorteil besteht darin, dass keine Fremdkörper in den Körper eingesetzt werden und dadurch das Risiko von Komplikationen geringer ausfällt.

Unter Vollnarkose wird Fettgewebe von anderen Körperstellen, meist Bauch, Gesäß oder Oberschenkel, entnommen, aufbereitet und in die Brüste injiziert. Das Eigenfett kann sich nach der Einspritzung allerdings im neuen Gewebeort umverteilen. Dies kann einen Masseverlust von bis zu 40% betragen.

Ab etwa 6 Wochen nach der Operation sind die Brüste zu 80% gefestigt und geben damit ein relatives Endergebnis wieder. Schon 3 Monate später kann man die Operation wiederholen.

Die Methode ist sehr unkompliziert und hat den Vorteil, dass Sie gleichzeitig an anderen Stellen Fett verlieren. Zudem gibt es kaum Komplikationen durch den fehlenden Fremdkörper.

Allerdings können nur kleine Mengen gespritzt werden, sodass mit einer Behandlung höchstens bis zu eine Körbchengröße mehr erreicht werden kann.

Es ist möglich, nach und nach zu vergrößern. Das bedeutet aber, dass mehrere Behandlungen notwendig sind und somit höhere Kosten anfallen können.

Meist braucht es aber nicht mehr als zwei Behandlungen. Oftmals ist die zweite Behandlung auch günstiger und kann dann schon nur noch 1.400,- bis 2.000,- Euro betragen.

Brustvergrößerung durch Brustgewebe-Expansion

Der Vorteil am Brustgewebeexpander ist simpel: er benötigt keinen chirurgischen Eingriff. Deshalb ist er vor allem für Patienten geeignet, die eine Operation strikt ablehnen.

Der Brava-BH, wie der Expander auch genannt wird, ist ein spezieller BH, welcher mit Hilfe einer kleinen Pumpe in seinen Plastikschalen einen Unterdruck erzeugt. Dieser Unterdruck “saugt” am Brustgewebe und “streckt” dieses dadurch – wie eine Brustpumpe.

Für diesen Effekt sollte man ihn mindestens 10 Stunden am Tag tragen und dies für 6 bis 10 Wochen. Anfangs können sich Umfangssteigerungen um bis zu 160 ccm einstellen; danach ist eine Steigerung um weitere 60 bis 80 ccm möglich.


Allerdings können die Ergebnisse auch schlechter ausfallen, gerade während einer Diät. Zudem kann durch eine Diät während oder nach der Therapie auch verstärkt eine Brustverkleinerung auftreten.

Besonders effektiv ist das Vorgehen in Verbindung mit einer Eigenfett-Therapie, da das Gewebe durch den erzeugten Unterdruck sehr gut durchblutet wird und die injizierten Fettzellen besser einlagern können.

Worauf Sie bei einer Brustvergrößerung achten sollten

Selbstverständlich sollten Sie jegliche Eingriffe nur bei vertrauenswürdigen Ärzten durchführen lassen. Vor allem, wenn Sie dafür ins günstigere Ausland gehen wollen.

Achten Sie für ein bestmögliches Ergebnis lieber nicht zu sehr auf die Kosten, sondern mehr darauf, von einem erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie behandelt zu werden.

Auch aus finanzieller Sicht kann sich dies lohnen, denn bei Komplikationen und eventuell notwendigen erneuten Operationen werden Folgekosten auf Sie zukommen, die ebenfalls nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Beachten Sie, dass Sie bei einer großen Gewichtsabnahme nach einer Brustvergrößerung das Ergebnis verfälschen können.

Sie sollten also in jedem Fall darauf achten, dass Sie zum Zeitpunkt des Eingriffs eine realistische, langfristige Figur haben, an die Sie die Brüste anpassen.

In der Regel sind die Implantate mittlerweile so hergestellt, dass sie lebenslang halten sollten. Lediglich bei älteren Implantaten kann ein Austauschen nach etwa 10 bis 15 Jahren sinnvoll sein.

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