Was kostet eine Entrümpelung?

Wenn bei Ihnen eine Wohnungsauflösung, eine Haushaltsauflösung oder ein Umzug bevorsteht, oder auch nur Ihr Keller oder Dachboden geräumt werden soll, ist es Zeit für eine Entrümpelung.

Natürlich können Sie die Entrümpelung selbst vornehmen – das bedeutet aber auch eine Menge Zeit und Kraft zu investieren. Außerdem müssen Sie sich selbst um die Entsorgung von Sperr- und Sondermüll kümmern.

Beauftragt man ein professionelles Unternehmen, kann man der Entrümpelung deutlich entspannter entgegenblicken. Da die Kosten meist überschaubar sind, lohnt es sich, dies in Erwägung zu ziehen und mehrere Angebote für einen Preisvergleich einzuholen.

Im Schnitt beginnen die Preise bei rund 15,- bis 35,- Euro pro Quadratmeter. Teurer wird es, wenn es sich um eine sehr stark möbilierte Wohnung oder gar eine Messi-Wohnung handelt. 

Kostenzusammensetzung für eine Entrümpelung

Die Kosten für eine Entrümpelung hängen von mehreren Faktoren ab.

Dazu gehören:

  • die Quadratmeterzahl der zu entrümpelnden Fläche
  • Zugänglichkeit des Objekts (Treppe, Aufzug, Keller…)
  • der Zustand der Wohnung beziehungsweise der Räumlichkeit
  • die Region
  • anrechenbare Gegenstände

Bevor wir Ihnen einzelne Aspekte näher erklären, hier schon mal eine grobe Kostenübersicht:

Überblick über Kosten einer Entrümpelung

LeistungKosten
Ausräumung / Abtransport und Entsorgung Hausrat15,- bis 35,- Euro pro m²
Abtransport und Entsorgung Elektrogeräte10,- bis 20,- Euro pro Stück
evtl. anfallende Zuschläge -
bspw. für meldepflichtigen Sondermüll
variiert
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Die Preisunterschiede pro Quadratmeter entstehen vor allem in Abhängigkeit vom Zustand der Wohnung, denn dieser bestimmt den Arbeitsaufwand. Eine normale Wohnung ist schneller entrümpelt als eine mit vielen schweren, sperrigen Möbeln.

Der Extremfall wäre eine Messiwohnung, aus der neben den Einrichtungsgegenständen auch eine Menge Schrott und Müll zu entsorgen sind. Hier können auch 60,- Euro oder mehr pro Quadratmeter anfallen.

Die Preise können auch regional stark abweichen. Ein Preisvergleich hilft Ihnen, sich über das Preisniveau in Ihrer Umgebung einen Überblick zu verschaffen.

Hier einige Anhaltspunkte zur Kostenkalkulation:

Für eine Ausräumung und den Abtransport sowie die Entsorgung von Hausrat und Müll sind meist Kosten zwischen 15,- und 35,- Euro pro Quadratmeter anzusetzen.

Die Entsorgung größerer Elektrogeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen kostet normalerweise ebenfalls 10,- bis 20,- Euro pro Gerät. Teilweise ist sie im Preis aber auch schon inbegriffen.

Meldepflichtiger Sondermüll wird in der Regel extra berechnet und ist in diesem Preis nicht inbegriffen. Haushaltsüblicher Sondermüll wie bspw. Farbdosen oder ein Benzinkanister sind häufig im zuvor genannten Preis enthalten. 


Das Entrümpelungsunternehmen kann Ihnen weitere Zuschläge in Rechnung stellen, beispielsweise für einen langen Anfahrtsweg oder eine Etagenwohnung ohne Aufzug.

Weitere Faktoren sind die Laufwege von der Haustür bis zum Container, ebenso wie die Frage, ob eine Halteverbotszone (für Container/LKW) vorhanden ist.

Tipp: Die Genehmigung für eine solche Halteverbotszone erhalten Sie von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde. Sie ist mindestens 14 Tage im Voraus zu beantragen.

Je nach Region, Zonengöße, Dauer des Halteverbots und Verwaltungsaufwand kostet das zwischen 60,- und 150,- Euro.

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Bitte achten Sie bei den Angeboten vor allem auf den darin enthaltenen Leistungsumfang:

  • Wird die Wohnfläche oder die zu entrümpelnde Fläche als Berechnungsgrundlage angesetzt?
  • Sind An- und Abfahrt im Preis enthalten?
  • Wird die Wohnung besenrein übergeben?
  • Werden auch kleinere Reparaturarbeiten mit erledigt? (zum Beispiel Nägel aus der Wand ziehen, Lampen abschrauben …)
  • Besteht die Möglichkeit der Prüfung und Wertanrechnung bei verkaufbaren Gegenständen?

Bei manchen Objekten ist eine sehr detaillierte und umfangreiche Kosten- und Aufwandsschätzung notwendig. Dann ist es sinnvoll, mit dem Entrümpelungsunternehmen einen Termin für eine Erstbesichtigung zu vereinbaren.

Einige Entrümpelungsunternehmen bieten diese Erstbesichtigung kostenfrei an.

Achtung! Oft erhalten Sie nach einer solchen Besichtigung nur eine ungefähre Kostenangabe, die in den meisten Fällen keinen verbindlichen Charakter hat. Trotz Vorabbesichtigung können die Kosten also am Ende deutlich höher ausfallen als veranschlagt.

Beachten sie außerdem, dass die Besichtigung einen weiteren Kostenfaktor darstellt, sofern das Unternehmen sie nicht kostenfrei anbietet.

Tipp: Wenn Sie Zeit sparen möchten, verzichten Sie auf die Besichtigung und vereinbaren einen Festpreis für Ihre Entrümpelung.

Voraussetzung dafür ist, dass Sie wahrheitsgemäße Angaben zum Zustand der zu entrümpelnden Wohnung machen und alle wesentlichen Informationen weitergeben.

Sollten Ihre Angaben nicht der Realität entsprechen, kann das Entrümpelungsunternehmen auch bei Festpreisangeboten zusätzlichen Aufwand verrechnen. Beachten Sie dazu die entsprechenden Regelungen in den Vertragsbedingungen.


Wertanrechnung von Gegenständen

Oft äußert der Kunde den Wunsch, den Wiederverkaufswert von aus seiner Sicht wertvollen oder noch gebrauchsfähigen Gegenständen und Möbelstücken mit den Entrümpelungskosten zu verrechnen.

Ein seriöses Entrümpelungsunternehmen wird diese Option anbieten und im Einzelfall auch vor Ort prüfen, ob die entsprechenden Möbelstücke oder anderen Einrichtungsgegenstände dafür in Frage kommen.

Achtung! Erfahrungsgemäß ist die Erwartungshaltung der Kunden in vielen Fällen deutlich zu hoch.

Das Erstaunen und die Enttäuschung sind anschließend sehr groß, wenn Entrümpler für die geliebte Sitzgarnitur oder das Teeservice der Großmutter einen so geringen Betrag ansetzen, dass sich die Verrechnung im Endeffekt gar nicht lohnt.

Der Grund für solche geringen Beträge ist, dass der Entrümpler immer auch die Marktsituation und die Wahrscheinlichkeit eines Weiterverkaufs einkalkulieren muss.

Realistischerweise ist dieser bei gebrauchten Möbeln äußert gering, es sei denn, es handelt sich um ein Unikat in besonders gutem Zustand oder eine Antiquität.

Ist das der Fall, ist es möglicherweise für Sie lukrativer, sich selbst um den Weiterverkauf zu kümmern, zum Beispiel bei einem Antiquitätenhändler.

Auch Kleinanzeigenportale oder Flohmärkte bieten sich an. Dort können Sie im direkten Verkauf oft einen höheren Preis erzielen, als Ihnen ein Entrümpelungsunternehmen für eine Wertanrechnung bieten kann.

Zum besseren Verständnis hier ein Praxisbeispiel:

Ein älterer Verwandter Frau Hoffmanns ist verstorben und sie muss sich um seine Haushaltsauflösung kümmern.

Er bewohnte eine 60-Quadratmeter-Wohnung im 5. Stock. Einen Fahrstuhl gibt es nicht, allerdings bestehen Parkmöglichkeiten im Hof. Die Wohnung ist sehr zugestellt, es müssen viele schwere Einrichtungsgegenstände entsorgt werden.

Es handelt sich um eine Mietwohnung, weshalb der Fußbodenbelag nicht entfernt werden muss. Die einzigen nennenswerten Elektrogeräte, die zu entsorgen sind, sind ein Kühlschrank, ein Herd und ein alter Röhrenfernseher.

Aufgrund der erschwerten Zugänglichkeit und des Zustands der Wohnung berechnet das Entrümpelungsunternehmen 25,- Euro pro Quadratmeter, insgesamt also 1.500,- Euro. Für die Entsorgung der Elektrogeräte fallen 50,- Euro an.  Dazu kommt eine Anfahrtspauschale von 30,- Euro.

Das ergibt eine Summe von 1.580,- Euro. Allerdings kann für einige Einrichtungsgegenstände ein Wiederverkaufswert von insgesamt 150,- Euro angerechnet werden.

Frau Hoffmann zahlt für die Entrümpelung effektiv also 1.430,- Euro.

Selbst entrümpeln – Das müssen Sie beachten

Nicht immer stehen große Entrümpelungsprojekte wie eine Haushaltsauflösung an. Bei vielen sammelt sich über die Jahre eine große Menge Krimskrams an, der Garage, Keller oder Dachboden verstopft. Dann ist Ausmisten dringend nötig.

Experten empfehlen, schrittweise vorzugehen und messbare Einheiten aufzuräumen. Das können einzelne Kästchen, Schubladen, Schränke oder ganze Räume sein. Wichtig ist, dass Sie sich nicht ablenken lassen und realistische Zeitfenster einplanen.

Tipp: Räumen Sie den Bereich komplett leer und reinigen Sie ihn, bevor Sie entscheiden, welche Gegenstände dort bleiben sollen. Haben Sie an einer Stelle Ordnung geschaffen, möchten Sie diese beibehalten und haben weniger Hemmungen, sich von Gegenständen zu trennen.

Fragen Sie sich beim Ausmisten:

  • Habe ich den Gegenstand in den letzten Jahren benutzt?
  • Wusste ich, dass der Gegenstand existiert?
  • Gehört mir der Gegenstand?
  • Habe ich bereits einen Ersatz, der die Funktion des Gegenstands besser erfüllt?
  • Ist der Gegenstand noch funktionstüchtig oder lohnt sich die Reparatur?
  • Hat der Gegenstand einen hohen ideellen Wert für mich?

Sortieren Sie die Gegenstände in die Kategorien “behalten”, “verkaufen/verschenken” und “entsorgen”.

Flohmärkte, online-Verkaufsportale oder Gebrauchtwarenhändler bieten Möglichkeiten, mit ausgemisteten Gegenständen noch etwas Taschengeld zu verdienen. Kleidung können Sie bei Secondhandläden oder der Kleiderspende abgeben.

Tipp: Halten Sie genügend Kisten bereit, um Müll sofort zu trennen, beispielsweise nach Papier, Plastik, Altmetall etc. Entsorgen Sie die Abfälle so zeitnah wie möglich.

In einigen Städten und Gemeinden wird einmal im Jahr ein kostenloser Abholservice für Sperrmüll angeboten.

Wenn Sie noch mehr loswerden möchten, so können Sie bei Ihrer Stadt oder Gemeinde auch kostenpflichtig einen Müllcontainer bestellen.

Der Preis entscheidet sich hier durch das Fassungsvermögen und das endgültige Gewicht des Mülls. Zum Beispiel zahlen Sie für einen Container mit einem Fassungsvermögen von fünf Kubikmetern um die 200,- Euro.

Gut zu wissen: Sie können Ihre Haushaltsauflösung steuerlich absetzen!

Wenn Sie eine Firma engagieren, die Ihre Wohnung ausräumen soll, fällt das in die Kategorie “haushaltsnahe Dienstleistungen”. Somit können Sie Entrümpelungen, Haushaltsauflösungen aber auch Umzüge von der Steuer absetzen.

Einzige Bedingung: Die Arbeiten müssen auf dem von Ihnen bewohnten Grundstück oder in Ihrer Wohnung stattfinden.

Checkliste Entrümpelung

  • Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, was Sie behalten wollen und was weg kann. Entfernen Sie entsprechende Gegenstände vor der Entrümpelung oder markieren Sie sie.
  • Wollen Sie nur den Müll und die alten Möbel entsorgen oder auch den Bodenbelag entfernen lassen?
  • Überlegen Sie, ob eine Erstbesichtigung in Ihrem Fall sinnvoll ist.
  • Machen Sie einen Preisvergleich.
  • Überprüfen Sie, ob alle Arbeiten und Kostenpunkte im Kostenvoranschlag beziehungsweise der Festpreisvereinbarung explizit genannt sind.
  • Bietet das Entrümpelungsunternehmen Wertanrechnungen an?
  • Erfragen Sie den Versicherungsschutz des Entrümpelers.
  • Legen Sie genau fest, was alles erledigt werden muss.
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Sie möchten im Zuge eines Umzugs entrümpeln? Was ein Umzug im Allgemeinen kostet, erfahren Sie hier.

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Ein Gedanke zu „Was kostet eine Entrümpelung?“

  1. Im Großen und Ganzen finden wir es gut, wichtige Tipps zu geben. Unter anderem der mit dem Kostenvorschlag und Festpreis-Angebot, bewahrt häufig vor einem viel teureren Endpreis.
    Wir geben jedoch zu bedenken, dass die Preisangabe je nach Region stark variieren. So mag es in Berlin evtl. möglich sein für wenige hundert Euro eine 2 Zimmer Wohnung geräumt zu bekommen. In München sieht die Sache jedoch wieder anders aus. Abschließend wäre es auch noch wichtig zu erwähnen, dass der billigste in diesem Fall (wie so oft) nicht immer der beste ist. Wir geben zu bedenken, dass nicht jeder die Räumungsgüter ordentlich entsorgt, wenn mehr Profit rausspringt.

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