ÜBER KOSTENBLICK.DE
Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber seit dem Jahr 2017. Auf kostenblick.de erklären wir zusammen mit geprüften Experten aus verschiedensten Lebensbereichen, welche Kosten normal sind. Alle Neugierigen erfahren hier mehr über das Projekt und die Geschichte dahinter!

Was kostet eine Hebamme?

Eine Hebamme soll die werdenden Eltern vor, während und nach der Geburt unterstützen und Ihnen fachkundig zur Seite stehen. Ängste oder Unsicherheiten der Eltern werden dabei vor allem im Rahmen der Wochenbettbetreuung gemeinsam besprochen.

Die meisten Kosten der Hebamme übernimmt die gesetzliche Krankenkasse für Sie. Dieser Artikel zeigt Ihnen auf, welche Leistungen Sie erwarten und welche kostenpflichtigen Zusatzangebote Sie nutzen können.

Grundsätzlich hat jede gesetzlich versicherte Schwangere Anspruch auf eine Hebamme und einen Geburtsvorbereitungs- sowie einen Rückbildungskurs.

Dabei werden auch Beleghebammen von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Allerdings ist es oft so, dass die Bereitschaftspauschale nicht übernommen wird, da die Kosten hier nicht vereinheitlicht sind.

Privatversicherte sollten sich rechtzeitig darüber informieren, in welchem Rahmen die Kosten für die Hebamme von Ihrer Krankenkasse getragen werden. Einige private Krankenkassen erstatten die Hebammenleistungen nämlich nur teilweise oder auch gar nicht.

Leistungen der Hebamme während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft hilft Ihnen die Hebamme bei gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel Schwangerschaftsübelkeit, Wassereinlagerungen oder vorzeitigen Wehen.

Dabei arbeiten viele Hebammen mit Akupunktur, Homöopathie oder Naturheilmethoden, um die Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern. Diese speziellen Leistungen werden von vielen Krankenkassen teilweise und von anderen gar nicht übernommen.


Alle Voruntersuchungen – bis auf die Ultraschalluntersuchungen – können während der Schwangerschaft von der Hebamme durchgeführt werden.

Dazu zählen die Gewichts- und Blutdruckkontrolle der Schwangeren, die Untersuchung von Urin und Blut, die Kontrolle der Herztöne des Babys sowie die Bestimmung von Lage und Größe des Kindes.

Viele Hebammen führen auch Geburtsvorbereitungskurse in kleinen Gruppen durch, in denen die Paare eine Einführung in das Elternsein und den Ablauf der Geburt bekommen.

Die Hebamme informiert dort über die Schwangerschaft und ihren Verlauf, die Geburt und die ersten Wochen mit dem Neugeborenen. Auch Atem- und Entspannungsübungen werden hier gelehrt.

Nimmt der männliche Partner auch am Geburtsvorbereitungskurs teil, so wird dessen Anteil nicht immer von den Krankenkassen bezahlt. Wenn Sie beide in derselben Krankenkasse versichert sind, sollten Sie aber in der Regel gute Aussichten auf eine Kostenübernahme haben.

All diese Leistungen erfolgen nach einem Vorgespräch. Ein weiteres kann bei einer gewünschten Hausgeburt erfolgen. Bis zu 12 darauffolgende persönliche oder telefonische Beratungen stehen Ihnen außerdem zu. Die Kosten dafür trägt die Krankenversicherung.

Bild von Hebamme bei Untersuchung einer Schwangeren

Leistungen der Hebamme während der Geburt

Je nachdem für welche Art der Geburt Sie sich entscheiden, bezahlt die Krankenkasse verschiedene Hebammenleistungen. Dazu gehören:

  • die Geburtshilfe in einem Krankenhaus bei einer Beleggeburt
  • die Geburtshilfe in einem Geburtshaus oder einer Hebammenpraxis
  • die Geburtshilfe bei einer Hausgeburt

Bei einer Beleggeburt gibt es in einer Klinik keinen Schichtwechsel. Die Beleghebamme arbeitet mit Kliniken zusammen, ist aber nicht dort angestellt, sondern freiberuflich tätig.

Das heißt, dass Sie in der Regel von der bereits aus der Schwangerschaft vertrauten Hebamme (bzw. dem entsprechenden Hebammenteam) betreut werden.

Auch bei einer außerklinischen Geburt wird die Mutter direkt und persönlich von der jeweiligen Hebamme begleitet und betreut.

Eine Geburt außerhalb eines Krankenhauses ist nur möglich, wenn in der Schwangerschaft keine Komplikationen aufgetreten und daher auch bei der Geburt unwahrscheinlich sind. Wird das Kind jedoch beispielsweise zu lange übertragen, muss für die Geburt ebenfalls ein Krankenhaus aufgesucht werden.


Bei einer Geburt im Geburtshaus übernimmt die Krankenkasse oft anteilig eine Betriebskostenpauschale.

Haben Sie keine Beleghebamme, findet die Entbindung in einer Klinik statt, wo sie von den dort arbeitenden Hebammen begleitet werden.

Möchten Sie eine individuelle Geburtsbetreuung durch eine Hebamme, so sollten Sie sich so früh wie möglich um eine passende Hebamme bemühen. Die Rufbereitschaft bieten nämlich immer weniger Hebammen an.

Leistungen der Hebamme nach der Geburt

Auch während des Wochenbetts werden Sie noch umfassend von Ihrer Hebamme betreut. Sie bietet Hilfe bei der Versorgung des Neugeborenen an und betreut die frischgebackenen Eltern.

Im Rahmen dieser Besuche überwacht die Hebamme unter anderem die Abheilung des Nabels beim Baby sowie bei der Mutter die Rückbildung der Gebärmutter und des Beckenbodens.

Auch die Heilung von im Rahmen der Geburt entstandene Verletzungen wird beobachtet und ggfs. unterstützt.

Die Hebamme gibt außerdem Hilfestellung beim Stillen und anderen täglichen Aufgaben der Babypflege.

In den ersten 10 Tagen nach der Entbindung findet einmal am Tag (oder in Ausnahmefällen auch zweimal täglich) ein Hausbesuch oder Telefonat mit der Hebamme statt.

Danach sind weitere 16 Hausbesuche oder telefonische Beratungen bis 12 Wochen nach der Geburt möglich. Bei Still- oder Ernährungsproblemen kann die Hebamme noch 8 weitere Male zur Verfügung stehen.

Benötigen Sie nach 12 Wochen noch weitere Hilfen der Hebamme, so brauchen Sie dazu ein ärztliches Attest.

Alle diese Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt und stehen Ihnen auch bei einer Adoption oder einer Fehlgeburt zu.

Die Hebamme steht Ihnen zur Seite, wenn Sie ihr Kind verloren haben und kann in dieser schweren Situation Trost spenden.

Ihnen stehen außerdem etwa 8 – 12 Wochen nach der Entbindung 10 Stunden Rückbildungsgymnastik in einer Gruppe zu, um die Beckenboden- und Bauchmuskulatur wieder zu trainieren.

Der Kurs muss allerdings bis zum 9. Monat nach der Geburt abgeschlossen sein, damit die Krankenkasse die Kosten trägt.

Bild von Mutter mit Baby kurz nach der Geburt

Zusatzleistungen

Bei der individuellen Geburtsbegleitung kann eine mehrwöchige Rufbereitschaft der Hebamme in Anspruch genommen werden. Viele Krankenkassen übernehmen hier die Hälfte der Kosten. Der Eigenanteil für diesen Service variiert in etwa zwischen 150,- und 400,- Euro.

Für die Geburtsvorbereitung können bei der Hebamme auch Yoga-Kurse für Schwangere belegt werden. Diese müssen Sie in der Regel selbst bezahlen.

Einige freiberufliche Hebammen bieten mittlerweile Säuglingspflegekurse an, in denen zum Umgang mit dem Neugeborenen beraten wird. Diese Kurse kosten etwa 40,- bis 100,- Euro pro Paar.

Die Eltern lernen dabei viel über den Umgang mit dem Baby (z.B. Wickeltechniken) und welche Anschaffungen wirklich sinnvoll sind.


Sogar die beliebten PEKiP-Kurse (Prager Eltern-Kind-Programm zur Frühförderung des Babys) werden von manchen Krankenkassen unterstützt.

Babymassagekurse und Babyschwimmen sind ebenfalls beliebte Angebote, welche jedoch für gewöhnlich nicht in den Kassenleistungen enthalten sind.

Einige Krankenkassen bezahlen auch eine Kinderwunschberatung bei der Hebamme.

Tipp: Fragen Sie bezüglich der Zusatzleistungen bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Angebote im Leistungsspektrum der Krankenversicherung enthalten sind.

Die richtige Hebamme finden

Da die Nachfrage nach Hebammen besonders in geburtenstarken Regionen zuweilen größer ist als das Angebot, empfiehlt es sich, sich schon frühzeitig nach einer Hebamme umzusehen, am besten bis zur 20. Schwangerschaftswoche.

Die Hebamme kann von den Eltern individuell ausgewählt werden. Natürlich sollten Sie darauf achten, dass sie die nötigen fachlichen Qualifikationen und pädagogischen Voraussetzungen für eine umfassende Betreuung mitbringt.

Außerdem müssen selbstverständlich auch Sympathie und Vertrauen zwischen Ihnen, Ihrem Partner und der Hebamme vorhanden sein.

Berücksichtigen Sie bei Ihrer Wahl auch, dass manche Hebammen nur Vorsorge- oder Nachsorgemaßnahmen anbieten und nicht alle umfassende Leistungen um die Geburt.

Falls Sie eine Beleghebamme auswählen, dann planen Sie so, dass die Geburt in einem der Krankenhäuser stattfindet, mit dem die Hebamme zusammenarbeitet.


Bei einer Entbindung im Geburtshaus werden Sie in der Regel von einem Hebammenteam betreut, wobei „Ihre“ Hebamme auch dabei ist.

Sollten Sie sich für eine Hausgeburt entscheiden, werden Sie durch die ausgesuchte Hebamme der Vorbereitungszeit begleitet. Oftmals ist eine zweite Hebamme zur Verstärkung bei der Entbindung vor Ort.

Tipp: In unserem Artikel zum Thema „Was kostet ein Kind?“ bekommen Sie einen Überblick darüber, mit welchen weiteren Kosten Sie im Laufe der Zeit für Ihr Kind rechnen müssen.
Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren!

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