Was kostet eine Lebensversicherung?

Auch wenn es unangenehm ist, über das eigene Ableben nachzudenken, möchte man seine Lieben im Fall der Fälle doch gut versorgt wissen. Der Abschluss einer Risikolebensversicherung bewahrt Ihre Familie im Todesfall vor finanziellen Schwierigkeiten.

Eine Kapitallebensversicherung wiederum kann sogar als Möglichkeit zur privaten Altersvorsorge genutzt werden.

Schon ab 4,- Euro pro Monat können Sie sich versichern lassen.

Kostenfaktoren für Lebensversicherungen

Die Kosten für eine Lebensversicherung sind von vielen Faktoren abhängig. Wesentlich ist vor allem das gewählte Modell.

Weitere Kriterien, die Auswirkungen auf die Kosten haben können, sind beispielsweise Ihr Beruf, Ihre Hobbys, Ihr Gesundheitszustand oder ob Sie Raucher oder Nichtraucher sind.

Somit kann die Höhe der monatlichen Beiträge je nachdem bei wenigen Euro bis hin zu mehreren hundert Euro liegen.


In Abhängigkeit vom gewählten Modell werden die Versicherungsleistungen nur im Todesfall oder aber auch nach Ablauf der Vertragslaufzeit ausgezahlt.

So dient die Risikolebensversicherung rein der Versorgung von Hinterbliebenen, während Sie eine Kapitallebensversicherung gleichzeitig als Altersvorsorge nutzen können.

Kostenfaktoren für die Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung empfiehlt sich besonders, wenn Sie eine eigene Familie haben. Im Fall Ihres Todes wird Ihren Hinterbliebenen ein von der Versicherung vertraglich festgesetzter Betrag ausgezahlt.

Bevor Sie eine Risikolebensversicherung abschließen, sollten Sie sich informieren, nach welchen Parametern sich die Höhe Ihres monatlichen beziehungsweise jährlichen Beitrags richtet.

Eine Rolle spielen:

  • Ihr Alter
  • Ihre Versicherungssumme
  • die Vertragslaufzeit
  • Ihr Gesundheitszustand
  • Ihr Beruf
  • Ihre Freizeitaktivitäten

Die maximale Vertragslaufzeit beträgt 50 Jahre.

Wie stark sich die Versicherungsbeiträge abhängig von Alter, Berufstätigkeit und Raucherstatus unterscheiden können, sehen Sie hier:

 Beispiel 1Beispiel 2
BerufstätigkeitKaufmännischer SachbearbeiterSprengmeister
Raucher?NeinJaNeinJa
Preisspanne pro Monat4,- bis 9,- Euro9,- bis 18,- Euro
5,- bis 63,- Euro10,- bis 75,- Euro
Preisspanne pro Jahr45,- bis 105,- Euro95,- bis 210,- Euro50,- bis 740,- Euro105,- bis 880,- Euro
Für die Beispiele 1 und 2 gilt: 100.000,- Euro Versicherungssumme, 20 Jahre Laufzeit, Alter von 30 Jahren (Stand: Oktober 2017, Preise abhängig vom Anbieter)
 Beispiel 3Beispiel 4
BerufstätigkeitKaufmännischer SachbearbeiterSprengmeister
Raucher?NeinJaNeinJa
Preisspanne pro Monat
50,- bis 126,- Euro127,- bis 295,- Euro53,- bis 205,- Euro130,- bis 395,- Euro
Preisspanne pro Jahr570,- bis 1.480,- Euro1.430,- bis 3.395,- Euro605,- bis 2.330,- Euro1.490,- bis 4.495,- Euro
Für die Beispiele 3 und 4 gilt: 100.000,- Euro Versicherungssumme, 20 Jahre Laufzeit, Alter von 55 Jahren (Stand: Oktober 2017, Preise abhängig vom Anbieter) Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Risikolebensversicherung: Das Wichtigste im Überblick

Für eine Risikolebensversicherung spricht vor allem die Absicherung und finanzielle Entlastung Ihrer Familie im Todesfall. So können Beerdigungskosten bezahlt oder ein noch bestehender Kredit getilgt werden.

Für eine gute Absicherung Ihrer Familie sollten Sie eine Versicherungssumme wählen, die mindestens das 3- bis 5-fache Ihres Jahresbruttoeinkommens beträgt.

Bei der Wahl einer Risikolebensversicherung sollten Sie neben der Versicherungssumme außerdem die Vertragslaufzeit, die Höhe der Versicherungsbeiträge, die Aufnahmekriterien und die Versicherungsleistungen der verschiedenen Anbieter vergleichen.

Neben der Absicherung Ihrer Familie ermöglicht eine Risikolebensversicherung außerdem die Absicherung eines Kredites oder auch den Kauf von Immobilien.

Möchten Sie die Versicherung nutzen, um einen Kredit abzusichern, sollte die Versicherungssumme mindestens so hoch sein wie die Kreditrestschuld. Mehr dazu weiter unten.

Übrigens: Bei Abschluss einer Risikolebensversicherung kann sich für Sie ein Steuervorteil ergeben. Bis zu einer bestimmten Höhe lassen sich die Beiträge nämlich steuerlich absetzen. Mehr dazu erfahren Sie weiter unten.

Verbundene Risikolebensversicherung

Eine verbundene Risikolebensversicherung können Sie abschließen, wenn Sie sich und eine weitere oder mehrere Personen absichern wollen, zum Beispiel Ihren Ehepartner oder Geschäftspartner.

Hierbei sind die Beiträge geringer. Auch, wenn mehrere Personen versichert sind, wird die Versicherungssumme im Todesfall nur einmal ausgezahlt.

Tipp: Für verheiratete Paare gelten höhere Erbschaftssteuerfreibeträge als für unverheiratete. Deshalb lohnt es sich für ein unverheiratetes Paar eher, getrennte Verträge abzuschließen.

Gesundheitscheck

Bevor Sie eine Risikolebensversicherung abschließen, müssen Sie sich als erstes einem Gesundheitscheck unterziehen.

Sie müssen dafür nicht zum Arzt gehen. Sie füllen lediglich einen Fragebogen zu Ihrem Gesundheitszustand aus.

Darin geben Sie beispielsweise Auskunft darüber, ob Sie Herz-Kreislauf-Probleme haben, an Asthma leiden oder in letzter Zeit im Krankenhaus behandelt wurden.

Außerdem wird Ihr Suchtmittelkonsum abgefragt. Sind Sie Raucher, müssen Sie mit erhöhten Beiträgen rechnen. Auch Menschen, die Drogen und Betäubungsmittel zu sich nehmen, werden als risikoreich eingestuft.

Menschen mit chronischen Krankheiten haben oft Schwierigkeiten, überhaupt von einer Lebensversicherung angenommen zu werden.

Zwar wurden Lebensversicherungen ohne Gesundheitsfragen vor einigen Jahren abgeschafft, allerdings bieten einige Versicherer einen verkürzten Gesundheitscheck an.

Grundsätzlich sollten Sie sich auf höhere Beiträge oder geringere Versicherungssummen einstellen, falls sie an einer chronischen Krankheit leiden.

Menschen, die gegen Krebs, Diabetes oder Nierenerkrankungen kämpfen, werden besonders häufig von Versicherern abgelehnt.

Auszahlung der eingezahlten Beiträge

Die Auszahlung Ihrer Risikolebensversicherung findet nur statt, wenn der Todesfall im Laufe der Vertragslaufzeit eintritt.

Sie sollten wissen, dass ein Vertragsabschluss für Sie bindend ist und, dass Sie im Falle einer Kündigung kein Geld erhalten.

Auch nach Ablauf Ihrer Vertragslaufzeit haben Sie keinen Anspruch auf die vereinbarte Versicherungssumme.

Die Alternative: Die Kapitallebensversicherung

Neben der Risikolebensversicherung gibt es noch die Möglichkeit eine kapitalbildende Lebensversicherung beziehungsweise eine Kapitallebensversicherung abzuschließen.

Anders als bei der Risikolebensversicherung werden hier die eingezahlten Beiträge am Ende der Vertragslaufzeit zurückgezahlt. Allerdings müssen Sie auch deutlich mehr einzahlen.

Auch hier sind die Hinterbliebenen im Todesfall abgesichert und die Leistungen werden ausgezahlt.


Tritt der Todesfall vor dem Ende der Vertragslaufzeit nicht ein, haben Sie dennoch einen Anspruch auf das eingezahlte Geld. Dieses kann als Altersvorsorge verwendet und entweder einmalig oder in Form einer Rente ausbezahlt werden.

Kostenfaktoren der Kapitallebensversicherung

Die Höhe der Beiträge für eine Kapitallebensversicherung setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • Der Sparanteil: Nur dieser Teil des Beitrags wird mit einem Garantiezins verzinst. Dieser liegt zur Zeit mit maximal 0,9 Prozent recht niedrig. Der Sparanteil ist oftmals so kalkuliert, dass der angesparte Betrag am Ende der Vertragslaufzeit der  Versicherungssumme entspricht.
  • Der Risikoanteil: Mit diesem Teil des Beitrags werden vorzeitige Versicherungsfälle abgedeckt. Bei jüngeren Personen und bei gutem Gesundheitszustand ist der Risikoanteil in der Regel kleiner, da die Versicherung ein geringeres Sterberisiko einkalkuliert. Der Risikoanteil wird nicht angespart.
  • Verwaltungskosten: Der Verwaltungsanteil wird logischerweise ebenfalls nicht angespart. Mit ihm werden laufende Kosten aber auch einmalige Beträge wie beispielsweise Vermittlerprovisionen gedeckt.

Wesentliche Berechnungsgrundlage für Ihre Beiträge ist natürlich Ihre Versicherungssumme. Allerdings haben Sie keinen Einfluss darauf, welcher Prozentsatz Ihres Beitrages als Sparanteil verwendet wird und erhalten auch nur sehr selten Einsicht in die Beitragsaufteilung.

Wollen Sie die Kapitallebensversicherung als rentable Altersvorsorge anlegen, sollten Sie mit mindestens 50,- bis 100,- Euro monatlich rechnen.

Zum besseren Verständnis hier ein Beispiel:

Thomas Fischer, Geburtsjahr 1978, ist 40 Jahre alt, als er 2018 eine Kapitallebensversicherung abschließt.

Er möchte die Versicherung als ergänzende Altersvorsorge nutzen und entscheidet sich für eine Vertragslaufzeit von 20 Jahren, in denen er monatlich einen Beitrag von 80,- Euro bezahlt.

Davon fließen 80 Prozent in seinen Sparanteil.

Bei einer jährlichen Verzinsung von einem Prozent steht ihm damit bei Versicherungsende im Jahr 2038 eine Auszahlungssumme von 15.514,- Euro zur Verfügung.

Mit einer Beitragshöhe von 80,- Euro im Monat kostet ihn die Versicherung 960,- Euro pro Jahr. Entscheidet er sich für eine jährliche Zahlung, kostet sie ihn nur 922,- Euro.

Bei den Beiträgen für die Kapitallebensversicherung sparen

Es gibt auch Kapitallebensversicherungen, die ohne Gesundheitsprüfung vergeben werden. Prüfen Sie vorab, ob sich dies für Sie überhaupt lohnt.

Gerade jüngere Versicherungsnehmer bezahlen in diesem Fall häufig mehr als nötig, allerdings könnte diese Vorgehensweise für chronisch Kranke von Vorteil sein.

Da ein Teil der Beiträge aus Verwaltungskosten besteht, und monatliche Zahlungen einen höheren Verwaltungsaufwand bedeuten, ist es für Sie häufig etwas kostengünstiger, wenn Sie Ihre Beiträge halbjährlich oder jährlich bezahlen.

Achtung: Bevor Sie eine Kapitallebensversicherung abschließen, sollten Sie den Garantiezinssatz überprüfen. Fällt dieser sehr niedrig aus oder existiert überhaupt nicht, lohnt sich die Anlage in der Regel nicht.

Aus dem Zins errechnen sich immerhin die Gewinnanteile, die Ihnen neben der eingezahlten Summe zustehen. Ähnlich wie der Garantiezins fallen diese aber aktuell sehr niedrig aus, sodass Verbraucherschützer raten, eventuell andere Möglichkeiten zur Altersvorsorge in Betracht zu ziehen.

Prüfen Sie außerdem, ob Sie sich eine Versicherungspolice mit Dynamik leisten können oder wollen.

Dynamik bedeutet, dass sowohl Ihre Beiträge als auch die Versicherungssumme regelmäßig erhöht werden. Neben den höheren Beiträgen kommen hier stets neue Abschlusskosten auf Sie zu, sodass diese Art der Police recht teuer werden kann.


Beachten Sie außerdem, dass Erträge aus Kapitallebensversicherungen, abhängig von Ihrem Alter zum Zeitpunkt der Auszahlung sowie der Vertragslaufzeit, versteuert werden müssen.

Der Erlös aus Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, ist dann steuerfrei, wenn:

  • die Vertragslaufzeit mindestens zwölf Jahre betrug
  • mindestens fünf Jahre Beiträge eingezahlt wurden
  • der Todesfallschutz mindestens 60 Prozent der gezahlten Beiträge entspricht

Der Erlös aus Verträgen, die nach 2005 abgeschlossen wurden, ist zu 50 Prozent steuerfrei, wenn:

  • die Vertragslaufzeit mindestens zwölf Jahre betrug
  • Sie bei Auszahlung mindestens 60 Jahre alt sind (bei Verträgen ab 2012 62 Jahre)

Bei Verträgen die ab 2009 abgeschlossen wurden, gilt außerdem:

  • Es müssen mindestens fünf Jahre Beiträge eingezahlt werden.
  • Der Todesfallschutz muss mindestens 50 Prozent der gezahlten Beiträge entsprechen.
  • Fünf Jahre nach Abschluss muss der Todesfallschutz mindestens 10 Prozent der gezahlten Beiträge oder des Zeitwerts entsprechen.

Auszahlungen an Hinterbliebene im Todesfall unterliegen hingegen nicht der Einkommensteuer.

Was passiert, wenn ich die Lebensversicherung nicht bezahlen kann?

Es kann immer vorkommen, dass man in eine Situation gerät, in der man die Versicherungsbeiträge nicht mehr bezahlen will oder kann.

Der naheliegendste Gedanken wäre in dem Fall wohl, die Versicherung zu kündigen. Allerdings lohnt sich dies in der Regel nicht, meist verlieren Sie dabei noch Geld.

Dafür gibt es andere Möglichkeiten.

Eine davon ist es, die Versicherungspolice an einen Policenankäufer zu verkaufen. Dadurch erhalten Sie oft zwei bis vier Prozent mehr Geld als bei einer Vertragskündigung.

Oft können Sie aber auch vorübergehend die Zahlungen aussetzen und die Beiträge stunden lassen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Versicherung beitragsfrei zu stellen. Alle Zahlungen bis auf die Verwaltungskosten entfallen. Allerdings hat dies Auswirkungen auf die Summe, die Ihnen zu Vertragsende zusteht.

Wichtig! Prüfen Sie, ob in der beitragsfreien Zeit für Sie weiterhin Versicherungsschutz besteht.

Um die Versicherung beitragsfrei zu stellen oder sie zu verkaufen, muss bei einigen Versicherern zudem bereits eine gewisse Summe angespart worden sein. Diese wird als Rückkaufswert bezeichnet.

Die beitragsfreie Zeit ist häufig auf 1 bis 2 Jahre begrenzt.

Sollten Sie solche Maßnahmen in Anspruch nehmen wollen, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Versicherer und lassen Sie sich erklären, welche Möglichkeiten Sie zu welchen Konditionen haben.

Wenn es Ihnen vor allem um die Absicherung Ihrer Familie geht, können Sie überlegen, ob Sie nur den Sparanteil aussetzen und den Risikoanteil weiter bezahlen oder unter diesen Umständen gegebenenfalls zu einer günstigeren Risikolebensversicherung wechseln wollen.

Beleihen der Lebensversicherung

Die Lebensversicherung kann Ihnen nicht nur in der Zukunft als finanzielle Absicherung dienen: Benötigen Sie kurzfristig Geld, können Sie einen Kredit auf Ihre Lebensversicherung aufnehmen, ein sogenanntes Policendarlehen.

Ihre Lebensversicherung dient dabei dem Versicherungsgeber als Sicherheit. Deshalb beschränkt sich die maximale Kredithöhe entweder auf die Versicherungssumme oder ist in manchen Fällen abhängig vom aktuellen Rückkaufswert.

Übrigens: Auch pausierte Lebensversicherungen können beliehen werden.

Prüfen Sie vor Abschluss eines Kredites auf Ihre Lebensversicherung unbedingt, ob ein normaler Tilgungskredit nicht vielleicht doch die günstigere Option ist.


Denn Policendarlehen sind in der Regel endfällige Darlehen, das heißt die Kreditsumme wird bei Vertragsende auf einen Schlag fällig. Zwar wirken die niedrigen Zinssätze auf den ersten Blick verlockend, doch Sie müssen bei der Kalkulation berücksichtigen, dass die Zinsen die gesamte Laufzeit über für die volle Kreditsumme gezahlt werden müssen.

Policendarlehen haben normalerweise eine Laufzeit zwischen einigen Monaten und zehn Jahren. Können Sie den Betrag zum Ende der Laufzeit nicht zurückzahlen, lässt sich der Kredit oftmals verlängern.

Sollte während der Laufzeit des Darlehens der Versicherungsfall (also der Tod des Versicherten) eintreten, wird die Versicherungssumme zuerst genutzt, um den Kredit zu tilgen. Der Restbetrag geht an die Angehörigen.

Anpassung der Beiträge

Wechseln Sie Ihren Beruf oder entscheiden Sie sich für eine neue Freizeitaktivität, so müssen Sie das Ihrer Versicherung nicht melden.

Werden Sie jedoch zum Raucher, möchte Ihre Versicherung das gern wissen und Ihr monatlicher Beitrag muss erhöht werden.

Andersherum können Sie oft Ihren Beitrag senken, wenn Sie der Versicherung melden, dass Sie zum Nichtraucher geworden sind. Dafür müssen Sie 12 Monate lang nicht mehr geraucht haben.

Es kann sein, dass Sie diese Möglichkeit vorab in Ihrem Vertrag festlegen müssen, da sie nicht automatisch gegeben sein muss.

Der Versicherung ist es ebenfalls zu melden, wenn Sie Mutter oder Vater geworden sind.

Eine Senkung der Beiträge erfolgt beispielsweise, wenn Ihr Kind seine Ausbildung abgeschlossen hat.

Was passiert bei einer Scheidung mit der Lebensversicherung?

Grundsätzlich hat eine Scheidung zunächst keinen Einfluss auf Ihre Lebensversicherung. Ist der Begünstigte Ihr Expartner, bleibt er das auch nach einer Scheidung. Eine Änderung des Begünstigten ist bei einer Risikolebensversicherung oft unkompliziert.

Ausnahme: Falls der Begünstigte unwiderruflich festgesetzt ist, ist eine Änderung – wenn überhaupt- nur nach schriftlicher Antragstellung und mit Einwilligung des Expartners möglich.

Eine Risikolebensversicherung wird nur im Todesfall ausgezahlt und wird deshalb nicht im Zugewinnausgleich berücksichtigt. Anders sieht die Sache bei der kapitalbildenden Lebensversicherung aus, da diese eine Geldanlage darstellt.

Eine Kündigung der Kapitallebensversicherung ist jedoch häufig mit Verlusten verbunden und deshalb normalerweise nicht nötig. Stattdessen fließt der Rückkaufswert der Lebensversicherung zum Zeitpunkt der Scheidung in die Berechnungen ein.

Steuerlich absetzbar

Zahlen Sie Beiträge in eine Lebensversicherung ein, so können Sie diese bei Ihrer Einkommenssteuererklärung als Vorsorgeaufwand verzeichnen.

Dies ist aber nur bis zur Höchstgrenze (bis 1.900,- Euro bei Arbeitnehmern, bis 2.800,- Euro bei Selbstständigen) möglich. Zu den Vorsorgeaufwendungen zählen unter anderen auch die Kranken- und Pflegeversicherung.

Apropos Steuern: Wenn Sie als Hinterbliebener die Versicherungssumme ausgezahlt bekommen, müssen Sie ab einem bestimmten Betrag eine Erbschaftssteuer zahlen. Erkundigen Sie sich dazu bei Ihrem Steuerberater.

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