Was kostet eine Tattooentfernung?

Tattoos sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Doch einige Menschen verwünschen mit der Zeit die ewige Haltbarkeit der Mode-Tattoos vergangener Jahrzehnte. Eventuelle Jugendsünden können Sie mittels Tattooentfernung loswerden.


In der Regel wird die Behandlung mit Lasertechnik durchgeführt. Rechnen Sie damit, dass Sie für die Entfernung bis zu zehnmal so viel ausgeben müssen, wie damals für Ihr Tattoo.

Die Tattooentfernung ist wesentlich teurer und zeitaufwendiger als ein Cover-Up, bei dem die alte Tätowierung durch eine neue „übermalt“ wird.

Kostenfaktoren bei der Tattooentfernung

Die Kosten für die Laserbehandlung sind von folgenden Faktoren abhängig:

  • Stichtiefe der Tätowierung
  • verwendeten Farben
  • Dichte der Farbpigmente
  • Größe des Tattoos
  • Alter des Tattoos
  • Professionalität und Qualität des Tattoos
  • Hauttyp der Patienten
  • verwendetes Lasersystem
  • körperliche Verfassung des Behandelten
  • wie gut das Lymphsystem des Behandelten arbeitet

Für den Gesamtpreis sollten Sie ungefähr mit dem 10-fachen des Preises rechnen, den Sie für das Stechen des Tattoos bezahlt haben.

Die Kosten pro Sitzung bewegen sich je nach Schwierigkeitsgrad der Behandlung zwischen 60,- und 850,- Euro.

Insgesamt gilt, dass eine große und detailreiche Tätowierung einer längeren Laserbehandlung bedarf. Zudem sind manche Farben leichter zu entfernen als andere.

Umso dunkler die Tattoofarbe ist, desto einfacher kann sie entfernt werden. Blaue, schwarze und rote Pigmente kann man am leichtesten weglasern.

Orange und violette Farbtöne sind schwerer zu entfernen. Am aufwändigsten ist die Laserbehandlung bei grün und gelb.


Damit das Endergebnis möglichst gut und die Kosten möglichst gering ausfallen, sollten Sie auf einen erfahrenen Experten vertrauen. Dieser entscheidet über:

  • das richtige Lasersystem
  • die passende Wellenlänge
  • eine auf Sie individuell abgestimmte Nachsorge

Übrigens: Die Krankenkassen erstatten die Kosten für die Tattooentfernung in der Regel nicht.

Ablauf der Tattooentfernung

Tattooentfernungen sollten Sie nur von qualifiziertem Fachpersonal, wie Ärzten oder Tätowierern durchführen lassen.

Seit 2019 ist die Lasertattooentfernung nur noch Ärzten gestattet. In welchem Umfang und wie rigoros dieses neue Gesetz umgesetzt werden soll, wird derzeit noch diskutiert.

Vor der Tattooentfernung bekommen Sie im Normalfall eine umfassende individuelle Beratung sowie eine Probebehandlung.

Im Vorgespräch werden der Ablauf der Laserbehandlung und die zu erwartenden Ergebnisse besprochen.

Bild von Laserbehandlung zur Tattooentfernung

Fachkundige Beratung, hochwertige Geräte und jahrelange Erfahrung zeichnen eine gute Praxis aus.

Nach dem persönlichen Gespräch beurteilt der Experte den Aufwand der Tattooentfernung und unterbreitet Ihnen ein Angebot für die entstehenden Kosten.

Bei der Laserbehandlung zerlegt der Laser mit seinem hochenergiereichen Licht die Farbpartikel in der Dermis (Lederhaut) der Haut, die vorher durch das Stechen des Tattoos dort platziert wurden.

Die zerstörten Pigmentteile werden vom Immunsystem aufgenommen und über das Lymphsystem abtransportiert. Dabei verstoffwechseln Nieren, Leber und Darm die Farbstoffe.

Eine Behandlung dauert circa 10 Minuten bis eine Stunde. Es sind immer mehrere Sitzungen nötig. Der Abstand zwischen den Behandlungen beträgt im Durchschnitt 6 bis 9 Wochen.

Je nach Größe und Qualität des Tattoos benötigen Sie etwa 8 bis 15 Behandlungen. Laien-Tattoos oder auch Permanent Make Up können oftmals schneller entfernt werden.


Die Laserbehandlung kann sich insgesamt über ein Jahr hinziehen. Dabei verblasst die Tätowierung von Behandlung zu Behandlung kontinuierlich. Am Ende verbleibt eine oberflächliche Hautkruste, die mit der Zeit abheilt.

Nachdem die Haut abgeheilt ist, können Sie die behandelte Stelle auch erneut tätowieren.

Einige Patienten empfinden die Laserbehandlung äußerst schmerzhaft und benötigen eine örtliche Betäubung oder ein Schmerzmittel. Andere Patienten berichten von kaum wahrnehmbaren Schmerzen.

Nebenwirkungen und Risiken der Tattooentfernung

Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen sind Narben und Verbrennungen.

Insgesamt ist die Laserbehandlung trotzdem eine sehr effektive und hautfreundliche Form, um ein Tattoo zu entfernen.

Bei richtiger Anwendung und anschließender Nachsorge verbleiben meist keine Narben. Tatsächlich beträgt das Risiko für Narbenbildung weniger als 5 Prozent.

Sie sollten auf jeden Fall darauf achten, die behandelten Hautstellen mit Vorsicht zu behandeln, nicht zu reizen und vor der Sonne zu schützen.

Vor allem bei den ersten Behandlungen ist es möglich, dass Krusten, Schwellungen, Blutungen oder Blasen entstehen. Diese sollten keinesfalls mechanisch entfernt werden. Bemühen Sie sich, Juckreiz zu ignorieren.

Vermeiden Sie ausgiebiges Baden. Tägliches Duschen ist jedoch unproblematisch, sofern Sie die empfindliche Stelle nach dem Bad sanft trockentupfen.

Tragen Sie nach der Behandlung am besten eine antibakterielle Salbe auf. Manche Ärzte empfehlen auch einen Verband.

Achtung! Die freigesetzten zersprengten Pigmente können unter Umständen allergische Reaktionen auslösen.

Zudem können Experten derzeit nicht ausschließen, dass sich die gespaltenen Farbpigmente zu Teilen in Leber, Milz und Lymphknoten anreichern können.

Hat der frühere Tätowierer Farbstoffe verwendet, die offiziell nicht zugelassen sind, so können unschöne Flecken entstehen, die normalerweise nicht entfernbar sind.


Führt ein Unerfahrener die Behandlung durch oder wird die falsche Wellenlänge verwendet, so kann es zu helleren Hautflecken und einer unregelmäßigen Pigmentierung kommen.

Versichern Sie sich daher vorher, ob die behandelnde Person ausreichend qualifiziert und zertifiziert ist und informieren Sie sich durch Erfahrungsberichte.

Einige Risikogruppen sollten eine Laserbehandlung eher nicht durchführen lassen, so etwa schwangere Frauen und Patienten mit Hautkrankheiten oder einer Neigung zu Herpes.

Von einer Behandlung ist auch abzuraten, wenn sich die Tätowierung an einer Körperstelle befindet, die zu schwer erreichbar ist.

Wurde das Tattoo schon einmal behandelt, kann das die Entfernung ebenfalls zusätzlich erschweren.

Tattooentfernung ohne Laser

Angesichts der Preise oder der Schmerzen, die die Behandlung verursacht, suchen einige nach Alternativen zum klassischen Laser.

Tatsächlich finden gibt es einige andere Methoden, um ein unliebsames Tattoo loszuwerden. Möglich sind zum Beispiel ein Abschleifen der oberen Hautschichten, thermische Verfahren mit Strom, chemische Peelings oder die Injektion von flüssigen Tattoo-Entfernern wie Milchsäure.

Eine Behandlung mit Milchsäure kostet im Schnitt zwischen 50,- und 100,- Euro, außerdem ist sie schon nach ein bis zwei Sitzungen erfolgreich. Damit ist sie gegenüber der klassischen Lasertattooentfernung wirklich erheblich günstiger.


Allerdings tragen alle genannten Alternativen ein sehr hohes Risiko der Narbenbildung und anderer Hautschäden.

Wenn Sie nicht mit hundertprozentiger Sicherheit für die Kompetenz und Seriosität eines Anbieters bürgen können, dann sehen Sie bitte von derlei Experimenten ab.

Seien Sie bereit, um Ihrer Gesundheit willen einen höheren Betrag in eine fachkundige Tattooentfernung zu investieren, am besten bei einem Hautarzt.

Sie hätten Lust auf ein neues Tattoo, haben aber Angst, dass es Ihnen später doch nicht mehr gefällt? Probieren Sie doch erstmal ein temporäres Tattoo aus! Was ein Hennatattoo kostet, erfahren Sie hier.

Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen? Wenn ja, freuen wir uns über Ihre positive Bewertung! Damit helfen Sie uns dabei, kostenblick.de bekannter zu machen!
Klicken Sie jetzt ganz rechts auf „5 Sterne“. Vielen Dank!

unbrauchbar (bitte Feedback per Mail senden)schlecht (bitte Feedback per Mail senden)mittelmäßiggutdanke, hat mir geholfen (17 Bewertung(en), im Durchschnitt: 4,35 von 5)
Loading...