Was kostet eine Tierkrankenversicherung?

Zu wildes Toben, Parasitenbefall oder ein Infekt – Tierarztkosten entstehen schneller als man denkt. Gerade, wenn es um Notfälle und Operationen geht, befürchten viele Tierhalter, dass sie ihrem Tier im Ernstfall nicht die medizinische Versorgung zukommen lassen können, die es braucht. Tierkranken- und Tier-Operationsversicherungen sollen den Notstand beheben.

Die Beitragskosten für diese Tier-Versicherungen sind je nach Leistung und Tierart verschieden.

Hunde- und Katzenbesitzer zahlen für eine Tierkrankenversicherung beispielsweise einen monatlichen Beitrag von 9,- bis 165,- Euro. Eine Tier-Operationsversicherung dagegen kostet für dieselben Tiere nur 6,- bis 45,- Euro pro Monat. Für Pferdebesitzer fallen entsprechend höhere Beträge an.

Tierkrankenversicherung oder Tier-Operationsversicherung: Nicht nur ein preislicher Unterschied

Tierkrankenversicherungen

Bevor näher darauf eingegangen wird, was eine Tierkrankenversicherung auszeichnet und woran Sie einen guten Tarif erkennen, hier ein kurzer Preisüberblick.

Übersicht über Krankenversicherungsbeiträge für verschiedene Tierarten

versichertes TierBeitrag pro MonatBeitrag pro Jahr
Katze9,- bis 60,- Euro108,- bis 720,- Euro
Hund25,- bis 165,- Euro300,- bis 1.980,- Euro
Pferd115,- bis 250,- Euro1.380,- bis 3.000,- Euro
Kaninchen und andere Kleintiere10,- bis 25,- Euro120,- bis 300,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Kurz gesagt, soll die Tierkrankenversicherung für die ärztlichen Leistungen an Ihrem Haustier aufkommen. Welche das konkret sind und wie teuer das Ganze ist, ist abhängig von Tarif und Anbieter. Die meisten Versicherungen bieten zwei Tarife, einen Basis- und einen Komfort-Tarif.


In der Regel enthalten sind Kostenübernahmen bei Unfällen und notwendigen Operationen, sowie Erkrankungen und deren stationäre und ambulante Behandlung. Wenn Sie möchten, dass die Tierkrankenversicherung auch für die Kosten für Routinebehandlungen wie Impfen oder Kastration aufkommt, müssen Sie oft den teureren Tarif wählen. Das gilt auch, wenn Sie die Selbstbeteiligung gering halten möchten.

Schon gewusst?
Selbstbeteiligung und Leistungsobergrenzen können nicht nur pro Rechnung, sondern zum Beispiel auch für das gesamte Jahr gelten. Achten Sie daher genau auf Formulierungen.

Wie teuer der Beitrag ist, hängt zum einen vom Alter und der gesundheitlichen Kondition Ihres Tieres ab.

Aber auch Faktoren wie Rasse oder die Art und Weise wie das Tier gehalten wird, spielen mit hinein. Beispielsweise kostet es mehr, einen Freigänger zu versichern als eine Katze, die in der Wohnung gehalten wird.

Tier-Operationsversicherungen

Tier-Operationsversicherungen kann man als “abgespeckte” Variante der Tierkrankenversicherung betrachten. Statt bei sämtliche Krankheitskosten, greift diese Versicherung nur bei Op-Kosten. Welche Operationen übernommen werden, richtet sich wieder nach Tarif und Anbieter.

Übersicht über Kosten für die Tier-Operationsversicherung bei verschiedenen Tierarten

versichertes TierBeitrag pro MonatBeitrag pro Jahr
Katze6,- bis 20,- Euro72,- bis 240,- Euro
Hund9,- bis 45,- Euro108,- bis 540,- Euro
Pferd8,- bis 35,- Euro96,- bis 420,- Euro
Kaninchen und andere Kleintiere6,- bis 12,- Euro72,- bis 144,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Enthalten sein sollten nicht nur die reinen OP-Kosten, sondern auch für Vor- und Nachbehandlung. Die meisten Versicherungen beinhalten einen Klinikaufenthalt von 10 bis 15 Tagen.

So finden Sie den richtigen Tarif für Ihr Tier

Zunächst einmal lohnt es sich, verschiedene Angebote zu vergleichen. Gute Tarife bieten Ihnen:

  • freie Tierarzt- und Klinikwahl
  • Reiseschutz
  • geringe bis keine Wartezeiten
  • Rechtsschutzberatung
  • geringe bis keine Selbstbeteiligung
  • hohe Leistungsobergrenzen

Achten Sie außerdem auf Folgendes:

  • Bis zum wievielfachen des Gebührensatzes der GOT (Leistungs- und Preisverzeichnis von Tierärzten) wird gezahlt?
  • Werden auch Behandlungen in Lokalnarkose oder nur in Vollnarkose übernommen?
  • Wie werden Routineuntersuchungen und Impfungen bezuschusst?
  • Werden die Kosten für Kastration und Sterilisation übernommen?
  • Erhöht sich der Beitrag nach einigen Jahren Laufzeit?
  • Erhöht sich die Prämie, wenn mein Tier lange Zeit keine Leistungen in Anspruch nimmt?

Wann greift die Tierkrankenversicherung?

Generell treten die meisten Tierkrankenversicherungen erst 30 Tage bis 3 Monate nach Abschluss in Kraft. Ausnahmen gibt es beispielsweise, wenn Ihr Tier Opfer eines Verkehrsunfalls wir. So soll verhindert werden, dass Versicherungen vor bevorstehenden Tierarztbesuchen oder Operationen abgeschlossen werden.

Außerdem müssen Sie alle Vorerkrankungen Ihres Tieres angeben. Die Versicherung kann sich vorbehalten, für diese Erkrankungen keine Behandlungskosten zu übernehmen oder eine weitere Wartezeit zu verhängen.

Das bedeutet in diesem Fall, dass sie beispielsweise bei einem Hund mit Durchfallerkrankung erst in einigen Wochen oder Monaten für durch Durchfallerkrankungen entstehende Tierarztkosten aufkommt.

Achtung! Manche Versicherungen zahlen nicht bei besonders häufig auftretenden Rasse-Krankheiten. Achten Sie aufs Kleingedruckte!

Teilweise erhalten Sie Rabatte, wenn Sie

  • mehrere Tiere versichern.
  • Ihr Tier gechippt oder tätowiert ist.
  • bei Pferden Mitglied im VFD, EWU oder FN sind.

Für Pferde- und Hundebesitzer interessant sind auch Kombi-Angebote für Reiter- und Haftpflichtversicherungen.

Welches Tier kann ich versichern?

Für Hunde, Katzen und Pferde finden Sie schnell einen passenden Anbieter. Bei Kleintieren ist das Angebot eher mager. Es existieren wenige Krankenversicherungen für Kaninchen, Meerschweinchen und Chinchillas und noch weniger Operationsversicherungen.

Zudem bemängeln viele Nagetierhalter, dass kaum Kosten für Zahnbehandlungen übernommen werden, die recht häufig anfallen.

Je älter das Tier ist, desto schwieriger wird es, eine Versicherung zu finden, die Ihr Tier versichern möchte. Und natürlich auch teurer.

Brauche ich überhaupt eine Tierkrankenversicherung?

Das hängt ganz von Ihrem Tier ab. Allerdings gilt: Je mehr Tiere Sie haben und je weniger Gedanken Sie sich um deren medizinische Versorgung machen möchten, desto mehr empfiehlt sich der Abschluss einer solchen Versicherung.

Bei Tierarztrechnungen im vierstelligen Bereich lohnt es sich für die meisten auf jeden Fall. Haben Sie jedoch selbst immer zwei- bis dreitausend Euro als Puffer parat, benötigen Sie für Ihren Hund oder Ihre Katze wahrscheinlich keine extra Krankenversicherung ;-).

Für mein Haustier wird keine Versicherung angeboten. Was kann ich tun?

Auch, wenn es ärgerlich ist: nicht verzweifeln. Die Tierarztkosten für Reptilien, Vögel und Hamster bleiben meist überschaubar. Viele Tierhalter haben es sich angewöhnt, jeden Monat etwas Geld für tierische Notfälle beiseitezulegen.

Sie sind sich noch nicht ganz sicher, ob sich der Abschluss einer Tierkrankenversicherung für Sie lohnt? Wie hoch Tierarztkosten im Allgemeinen sind, erfahren Sie hier.

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