Was kostet Fettabsaugen?

Viele Menschen stören sich beim Blick in den Spiegel an ihren ungeliebten Problemzonen. Oft ärgert uns vor allem überschüssiges Fett an Bauch, Oberschenkeln oder Hüfte.

An Körperregionen, die auch mit Ernährungsumstellung und Sport nicht in Form kommen, kann eine Fettabsaugung helfen.

Eine Liposuktion – so der medizinische Fachbegriff – kostet zwischen 1.500,- und 6.000,- Euro.

Die Behandlung ist natürlich kein Ersatz für eine ausgewogene und gesunde Lebensweise. Jedoch können manche hartnäckigen Fettzellen – vor allem im Unterhautfettgewebe – nur mit diesem Eingriff grundlegend verändert werden.

Ziel ist eine Kontur- und Formverbesserung.

Kostenfaktoren bei einer Fettabsaugung

Die Kosten für das Fettabsaugen sind abhängig von vielen Faktoren. Neben Arzthonorar und Behandlungsmethode (bzw. dem operativen Aufwand) hat auch die Menge des abzusaugenden Fettgewebes und die Anzahl der zu behandelnden Körperregionen Einfluss auf die Gesamtkosten.

Deshalb kann nur ein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt Aufschluss über die genau zu erwartenden Kosten geben. Im Durchschnitt kostet die Schönheitsoperation ca. 3.500,- Euro.

Bei sogenannten Megafettabsaugungen, in denen bis zu 10 Liter Fett entfernt werden, können die Kosten sogar über 10.000,- Euro betragen. Dies betrifft aber in der Regel nur Menschen mit einer Lipödem-Erkrankung.


Von Anbietern mit zu günstigen Preisen ist unbedingt abzuraten. Gerade im Ausland werden oftmals sehr günstige Schönheitsoperationen angeboten.

Das Risiko, eine falsche Behandlung zu bekommen, ist aufgrund der Sprachbarriere aber relativ hoch. Zudem hat nicht jedes Land dieselben hohen Hygienestandards wie Deutschland.

Bei Behandlungen im Ausland müssen Sie zum Preis für die OP auch noch Kosten für die Anreise, Unterkunft, Verpflegung und eine mögliche Nachbehandlung einkalkulieren.

Daher raten wir Ihnen von Fettabsaugungen im Ausland eher ab.

Bei vielen Anbietern können Sie die Kosten der Operation auch als Raten abbezahlen. Außerdem bieten manche Banken auch einen Kredit für medizinische Eingriffe an.

Fett lässt sich theoretisch an vielen Stellen absaugen: Gesicht, Doppelkinn, Oberarme, Achseln, Bauch, Rücken, Hüfte, Taille, Gesäß, Reiterhosen, Oberschenkelinnenseiten, Knie, Unterschenkel, Waden, Fesseln, Hals, Brust, …

Nicht überall ist die OP jedoch auch sinnvoll. Informieren Sie sich vorher bei Ihrem plastischen Chirurgen.

Wichtig: Der Arzt, der Sie behandelt, sollte eine umfassende Ausbildung mitbringen. Greifen Sie auch auf Erfahrungsberichte zurück, um den passenden Chirurgen zu finden.

Bild von Fettabsaugung am Bauch

Kostenübernahme der Fettabsaugung durch die Krankenkasse

Fettabsaugen zählt zu den Behandlungen, die in erster Linie einen ästhetischen Nutzen haben.

Daher werden weder die Operation selbst, noch die Kosten für Nachbehandlung und Klinikaufenthalt von der Krankenkasse übernommen. Auch Zusatzkosten bei unerwarteten gesundheitlichen Problemen müssen selbst getragen werden.

Liegt ein sogenanntes Lipödem vor – eine Erkrankung des Binde- und Fettgewebes – so kann eine Kostenübernahme bzw. ein Zuschuss bei der Krankenkasse beantragt werden, da es sich hierbei um eine anerkannte Krankheit handelt.

Trotzdem wird hier im Einzelfall entschieden ob und in welcher Höhe die Operation bezuschusst wird. Für den Antrag benötigen Sie ein medizinisches Gutachten.

Ablauf der Fettabsaugung

Vor dem operativen Eingriff ist ein umfassendes Beratungsgespräch durch den behandelnden Arzt inklusive Voruntersuchung Pflicht. Wird der Operation von beiden Seiten zugestimmt, kann ein Termin vereinbart werden.

Bei der Operation, die zwischen einer und vier Stunden dauert, werden durch kleine Schnitte in der Haut mithilfe einer Kanüle überschüssige Fettzellen abgesaugt.

Diese sind damit dauerhaft entfernt und bilden sich auch nicht erneut. Der Eingriff erfolgt meist ambulant oder mit maximal einem Tag Klinikaufenthalt. Bei Komplikationen kann es natürlich sein, dass Sie länger unter ärztlicher Beobachtung stehen.

Methoden zur Fettabsaugung im Überblick

Neben etablierten Verfahren werden immer wieder neue Methoden entwickelt, die oft schonender sind oder zusätzliche Vorteile bieten.

Fettabsaugen mit der Tumeszenz-Methode

Die Tumeszenzanästhesie ist die am häufigsten angewendete Technik, wenn es um Fettabsaugungen geht.

Dabei wird ein Gemisch aus sterilem Wasser, Natriumcarbonat und Cortison in Kombination mit einem Betäubungsmittel verwendet und in das Unterhautfettgewebe gespritzt.

Dadurch wird sowohl eine Betäubung erreicht als auch eine Beeinflussung der Fettzellen, sodass sich diese leichter lösen lassen.

Es kommt zur Bildung einer Emulsion aus den Fettzellen und der injizierten Tumeszenzlösung, welche anschließend mit Spezialkanülen entfernt wird.


Nach der Operation wird zur Unterstützung des Heilungsprozesses eine spezielle Kompressionskleidung getragen. Doch sehen kann man die Veränderung schon am Tag nach dem Eingriff.

Nach 3 bis 5 Tagen können Sie wieder arbeiten gehen und sind gesellschaftsfähig. Nach 4 bis 6 Wochen Nachbehandlung ist dann das Endergebnis zu sehen und Sie können wieder Sport machen.

Fettabsaugen mit der Wasserstrahl-Methode

Eine relativ neue Methode der Fettabsaugung stellt die wasserstrahlassistierte Liposuktion dar.

Sie ist äußerst gewebeschonend und eignet sich dadurch besonders gut, wenn im Rahmen der Fettabsaugung Eigenfett gewonnen werden soll, zum Beispiel für eine Brustvergrößerung.

Hierbei wird mit einem dünnen Wasserstrahl gearbeitet, der ein schonendes Ablösen des Fettgewebes vom übrigen Gewebe ermöglicht.

Es ist keine Vollnarkose nötig, was auch dazu führt, dass das Gewebe generell weniger beeinträchtigt wird als bei anderen Methoden.


Ein weiterer Vorteil ist, dass die behandelnden Ärzte das Ergebnis noch während der Behandlung sehen können, sodass Korrekturen gegebenenfalls sofort durchgeführt werden können.

Somit werden zum Beispiel Dellen vermieden, die zuweilen nach herkömmlichen Behandlungen auftreten können.

Die Heilungszeit fällt geringer aus als bei anderen Methoden, die Kosten bewegen sich im ähnlichen Bereich.

Fettabsaugen mit der Radiofrequenz-Methode

Ebenfalls recht neu ist die radiofrequenzassistierte Liposuktion. Sie bietet den Vorteil, dass gleichzeitig die Haut gestrafft werden kann.

Durchgeführt wird die Radiofrequenz-Methode mithilfe einer Kanüle, durch die Radiowellen in die Fettschicht geleitet werden. Dort entwickelt sie Wärme, wodurch das Fettgewebe flüssig wird.

Dadurch wird auch das gleichzeitige Absaugen erleichtert. Bei kleineren Fettmengen kann das Absaugen entfallen, da der Körper das Gewebe auch über das Lymphsystem abbauen kann.

Die Radiofrequenz-Methode eignet sich gut für Körperpartien, die mit herkömmlichen Methoden nicht gut zu behandeln waren. So zum Beispiel im Gesicht oder am Oberbauch.

Insbesondere, wenn nur kleine Fettmengen behandelt werden sollen, müssen Sie meist mit mehreren Terminen à 500,- Euro rechnen.

Bei durchschnittlich 3 bis 5 Terminen liegen die Kosten somit bei etwa 1.500,- bis 2.500,- Euro.

Außerdem wird das Kollagengewebe, das in der Unterhaut liegt, angeregt, was die Haut sichtbar strafft.

Mögliche Risiken bei einer Fettabsaugung

An sich ist das Fettabsaugen, wenn es von fachkundigen Ärzten richtig durchgeführt wird, eine der risikoärmsten Operationen.

Trotzdem empfehlen manche Kliniken – für den Fall möglicher Komplikationen – eine Folgekostenversicherung abzuschließen.

Zwar ist die Operation in der Regel sehr sicher, doch jede Operation ist mit Risiken verbunden, sodass immer auch Komplikationen auftreten können.

Bedarf es dann einer speziellen Nachbehandlung oder sogar einer Korrektur-OP, kommen zusätzliche Kosten auf Sie zu, die auch nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Die Operation kann in seltenen Fällen auch zum Tod führen, etwa wenn beim Patienten Risikofaktoren wie eine Herzschwäche oder Wundheilungsstörungen nicht umfassend beachtet wurden.

Beachten Sie außerdem, dass nicht zu viel Fett abgesaugt werden sollte, da die Haut sonst schlaff und faltig wird. Möglicherweise müssten Sie dann noch eine Hautstraffung, beispielsweise eine Bauchdeckenstraffung veranlassen.


Auch wenn die Operation nicht sauber durchgeführt wurde und das Gewebe ungleichmäßig abgesaugt wurde, können Beulen, Dellen oder Verwachsungen entstehen.

Schließlich sollten Sie sich noch bewusst sein, dass die Fettabsaugung zwar das Äußere verschönert, aber nicht die Ursache der Fettablagerungen verändert.

So können bei ungesundem Lebensstil an anderen Körperstellen erneute Fettpolster entstehen.

Die Fettabsaugung wird in der Regel bei Normalgewichtigen bis leicht Übergewichtigen zur Verbesserung der Konturen eingesetzt.

Somit können störende Fettpölsterchen entfernt oder beispielsweise operativ ein Waschbrettbauch erreicht werden.

Die Kryolipolyse stellt als nicht-invasive Behandlungsmethode eine Alternative zur Fettabsaugung dar.

Grundsätzlich richtet sich eine Fettabsaugung nicht an stark und vor allem krankhaft übergewichtige Menschen. Hier kann sie allenfalls ergänzend angewendet werden, wenn bereits durch andere Maßnahmen, beispielsweise eine Magenverkleinerung oder ein Magenband, ein wesentlicher Gewichtsverlust erzielt wurde.

Checkliste für die Fettabsaugung

Mit dieser kurzen Checkliste können Sie sichergehen, dass alle wichtigen Fragen vor der Operation geklärt sind.

  • Informieren Sie sich genau über verschiedene Spezialisten in Ihrer Umgebung. Lesen Sie Erfahrungsberichte.
  • Achten Sie während des Vorgesprächs, darauf, dass alle Fragen eindeutig geklärt werden. Wichtige Fragen können sein:
    • Wo soll das Fett abgesaugt werden? Ist die Fettabsaugung an dieser Stelle sinnvoll? Gibt es nicht-operative Methoden?
    • Wie viel Fett muss abgesaugt werden? Ist danach eine Hautstraffung nötig?
    • Wie läuft die Operation genau ab?
    • Was kostet die Operation voraussichtlich? Gibt es einen Zuschuss der Krankenkasse (zum Beispiel bei einem Lipödem)?
    • Welche Komplikationen / Risiken können während der OP auftreten und wie wird dann verfahren?
  • Der behandelnde Arzt sollte genau auf Ihre Wünsche eingehen und sich genügend Zeit für das Beratungsgespräch nehmen.
    Zudem sollte er Ihnen auch in jedem Fall noch etwas Bedenkzeit geben, wenn Sie diese benötigen.
  • Planen Sie außerdem Zeit für die körperliche Regeneration nach der OP ein. Nehmen Sie also gegebenenfalls Urlaub.

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