Was kostet Klavierunterricht?

Ein Instrument zu erlernen, kann viel Freude bereiten. Rund 1,5 Millionen Deutsche ab 14 Jahren spielen mehrmals wöchentlich ein Instrument (Quelle: Statista). Beliebt ist vor allem das Klavier. Klavierstunden sind jedoch im Vergleich zum Erlernen anderer Instrumente recht teuer. Dazu kommen die hohen Anschaffungskosten für das Instrument.

Klavierunterricht kostet im Schnitt ca. 20,- bis 40,- Euro pro Unterrichtseinheit (30 bis 60 min.). Das macht rund 80,- bis 160,- Euro monatlich.

Die Preise variieren regional – so ist Klavierunterricht in Großstädten teurer als auf dem Land oder in Kleinstädten. Zudem kommt es auf die Qualifikation des Klavierlehrers an. Wollen Sie von einem renommierten Musikprofessor unterricht werden, so sind Preise zwischen 100,- und 150,- Euro pro Einheit keine Seltenheit. Manchmal motiviert jedoch ein teurer Lehrer auch mehr zum Üben.

Nehmen Sie (oder Ihr Kind) Gruppenunterricht, ist der meist günstiger als Einzelunterricht. Außerdem kommt es auch darauf an, ob der Lehrer eine pädagogische Ausbildung besitzt oder nicht. Ein bekannter Konzertpianist muss nicht zwingend ein guter Lehrer sein, nur weil er gute technische Fähigkeiten hat. Umgekehrt muss ein Musikstudent keine schlechteren Voraussetzungen haben als ein ausgebildeter Musikschullehrer.

Woran erkennt man also einen guten Klavierlehrer? Natürlich sollte der Musiklehrer selbst ein guter Pianist sein, aber auch gleichzeitig ein einfühlsamer Pädagoge. Ist der Lehrer an einer anerkannten Musikhochschule ausgebildet, so beweist das in jedem Fall, dass er sehr gute musikalische und technische Fähigkeiten besitzt.

Übersicht Unterrichtskosten:

Kosten pro Unterrichtseinheit
(30 bis 60 min)
Kosten im Monat
(bei einer Stunde Unterricht pro Woche)
ca. 20,- bis 40,- Euroca. 80,- bis 160,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Denken Sie auch daran, dass noch mögliche Zusatzkosten für die Anschaffung von Noten, Lernmaterialien oder einem Metronom dazukommen können.

Bild von kleinem Jungem beim Klavier spielen

Musikschule oder Privatunterricht?

Eine Musikschule gibt es meist in jeder größeren Ortschaft. Die Lehrer, die dort arbeiten, sollten in der Regel bestimmte Qualifikationen haben.
Musikschulen werden vom Staat gefördert, sodass dort nicht der gesamte Betrag vom Schüler bezahlt werden muss, den der Lehrer im Endeffekt erhält. Zudem ist das Preis-Leistungsverhältnis meist angemessen.
Jedoch sind Sie oftmals für eine bestimmte Zeit vertraglich an die Musikschule gebunden. Meist bezahlen Sie monatliche Festbeträge, die auch anfallen, wenn der Unterricht nicht wahrgenommen wird. In einigen Musikschulen werden die Ferien, auch wenn kein Unterricht stattfindet, durchbezahlt.

Privatunterricht lässt sich flexibler gestalten. Hier wird in der Regel nach Stunden abgerechnet, wobei oft auch eine Stunde ausfallen kann, ohne dass sie bezahlt werden muss. Das sollten Sie individuell mit dem Lehrer absprechen.
Manche Privatlehrer unterrichten die Schüler auch zuhause, sodass teilweise noch Anfahrtskosten dazu kommen können. Auch hier gilt, dass Konzertpianisten teurer sind als Musikstudenten.
Fällt der Musiklehrer nicht unter die Kleinunternehmerregelung (d.h. Jahresumsatz unter 17.500,- Euro) und hat keine musikpädagogische Befähigung wie bspw. ein abgeschlossenes Studium, so müssen Sie auf den angebotenen Stundensatz noch 19% Mehrwertsteuer zahlen.


Bedenken Sie, dass gerade am Anfang ein guter Lehrer nötig ist, da eine einmal falsch erlernte Technik sich so schnell nicht wieder umgewöhnen lässt. Die Grundlagen sind beim Klavierunterricht daher das wichtigste, weshalb Sie auch als Anfänger auf einen guten Lehrer vertrauen sollten.
Am besten ist es, wenn Sie zu Beginn eine kostenlose Probestunde vereinbaren, um die Qualitäten des Lehrers einschätzen zu können.

Bild von jungem Mann beim Klavier spielen

Kosten für ein Klavier

Optimal übt es sich auf einem akustischen Klavier, aber auch das E-Piano kann für Einsteiger gut geeignet sein. Fällt die Wahl auf ein akustisches Klavier, so sollte man es in Erwägung ziehen, das Instrument erst einmal zu mieten. Die Mietklaviere kosten im Durchschnitt rund 40,- Euro pro Monat.

Wollen Sie sich doch ein eigenes Instrument anschaffen, so gibt es günstige Klaviere schon ab 3.000,- Euro. Ein großes Markenklavier kann locker bis zu 30.000,- Euro kosten. Billiger ist natürlich ein gebrauchtes Instrument. Dies muss auch nicht unbedingt schlechter sein als ein neuwertiges. Ziehen Sie hier am besten den Rat eines Fachmannes hinzu, da Sie als Einsteiger die Qualität des Instrumentes schwer beurteilen können.

Ein kleiner Flügel ist schon ab 7.000,- Euro zu haben. Jedoch werden solche sogenannten Stutzflügel von Pianisten nur ungern empfohlen. Einen richtigen, großen Flügel ab 1,70 m Länge bekommen Sie ab 20.000,- Euro zu kaufen.
Ein Konzertflügel mit bis zu 2,80m Länge kann bis zu 200.000,- Euro kosten. Natürlich brauchen Sie für ein solches Instrument auch einen entsprechend großen Raum mit guter Akustik.

Ein E-Piano ist dagegen günstiger. Schon ab 800,- Euro können Sie ein Homepiano bekommen. Gute Instrumente von größeren Markenherstellern kosten hier meist zwischen 2.000,- bis 18.000,- Euro.

Übersicht Anschaffungskosten:

Art des KlaviersKosten
Mietklavierca. 40,- Euro pro Monat
akustisches Klavier3.000,- bis 30.000,- Euro
Flügel7.000,- bis 200.000,- Euro je nach Größe
E-Piano800,- bis 18.000,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

 

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