ÜBER KOSTENBLICK.DE
Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber seit dem Jahr 2017. Alle Neugierigen erfahren hier mehr über das Projekt und die Geschichte dahinter!

Was kostet ein Heizkörperwechsel?

Das Wichtigste im Überblick
  • Nicht bei jedem Defekt an der Heizung muss gleich der Heizkörper ausgetauscht werden.
  • Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie den Heizkörperwechsel auch selbst vornehmen.
  • Ein neuer Heizkörper kostet im Fachhandel zwischen 50,- und 1.000,- Euro. Für die Handwerkerleistung sollten Sie circa 60,- Euro pro Stunde einplanen.
  • Gegebenenfalls können Sie bei der Erneuerung Ihrer Heizungsanlage von Förderungen der KfW oder des BAFA profitieren.
  • Tipp*: Jetzt kostenfrei & unverbindlich Angebote einholen (erledigt in nur 5 Minuten) »»

Heizkörper sollten gewechselt werden, wenn sie undicht, ineffizient oder nicht mit einem neuen Energiesystem kompatibel sind.

Sehr günstige kleine Heizkörper mit Standardmaßen gibt es schon ab 50,- Euro. Größere Modelle (ebenfalls mit Standardmaßen) kosten dagegen bis zu 300,- Euro. Als erfahrener Heimwerker können Sie einen neuen Heizkörper sogar eigenständig montieren.

Übernimmt die Montage ein Handwerker, kommt zu den Kosten für den Heizkörper ein Stundenlohn von etwa 60,- Euro.

Kostenfaktoren beim Heizkörperwechsel

Kosten von Heizkörpern

Im Baumarkt finden Sie normalerweise nur Heizkörper mit Standardabmessungen und genormten Nabenabständen.

Haben Sie ausgefallene Ansprüche an die Optik oder benötigen Sie schlicht und ergreifend ein Gerät mit ungewöhnlichen Abmessungen oder Anschlüssen, kommen höhere Kosten auf Sie zu. Hersteller mit Sondermaßen im Sortiment sind zum Beispiel Buderus oder ECA.

Die Preise für Heizkörper mit Sondermaßen oder ausgefallenen Designs bewegen sich zwischen 450,- und 1.000,- Euro. Ein passendes Gerät finden Sie:

  • im Baumarkt
  • im Fachhandel
  • im Internet

In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über Kosten verschiedener Typen von Heizkörpern.

Kostenübersicht Heizkörper

Art des Heizkörpersungefähre Kosten
(variieren je nach Größe und Nabenabstand)
Kompaktheizkörper Typ 1280,- bis 300,- Euro
Kompaktheizkörper Typ 22100,- bis 300,- Euro
Kompaktheizkörper Typ 33150,- bis 450,- Euro
Röhrenheizkörper50,- bis 125,- Euro
Design-Heizkörper/
Heizkörper mit Sondermaßen
450,- bis 1.000,- Euro
Montageca. 60,- Euro pro h
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.
Tipp: Kaufen Sie keine Heizkörper zu Dumping-Preisen, sondern legen Sie lieber Wert auf gute Verarbeitungsqualität. Lagern sich Kalk und Schmutz innen im Heizkörper ab, wird der Wasserdurchfluss behindert. Energieeffizientes Heizen ist so nicht mehr möglich.

Investieren Sie lieber mehr in den Kauf des Heizkörpers und sparen Sie stattdessen langfristig durch reduzierte Betriebskosten aufgrund von energiesparendem Heizen.

Die alten Heizkörper kann man beim Schrottsammler entsorgen. Mit etwas Glück bekommen Sie dafür sogar noch etwas Geld. Es empfiehlt sich daher, im Internet oder einer regionalen Tageszeitung nach Inseraten von Schrottsammlern zu suchen.

Gibt es in Ihrer Umgebung keinen Schrottsammler, können Sie die Heizkörper alternativ beim örtlichen Wertstoffhof entsorgen. Allerdings müssen Sie dafür häufig ein geringes Entgelt entrichten.

Handwerkerkosten beim Heizkörperwechsel

Fehlen Ihnen die Zeit oder die Kenntnisse zum Heizkörperwechsel, können Sie dafür einen Profi engagieren. Das lohnt sich vor allem, wenn gleich mehrere Heizkörper gewechselt werden müssen.

Bild von Heizkörperregler

Ein Vorteil der Installation durch einen Handwerker ist, dass dieser gleich einen hydraulischen Abgleich der Heizkörper durchführen kann. Außerdem greift bei Problemen der Gewährleistungsanspruch des Handwerksbetriebs.

Einen Heizkörper auszutauschen, dauert circa eine halbe Stunde. Bei einem Stundenlohn von 60,- Euro sollten Sie also pro Heizkörper für Montage und Installation zwischen 25,- und 35,- Euro einkalkulieren.

Unser Tipp: Nutzen Sie jetzt das nachfolgende Formular (*), um einen genaueren Überblick über die individuell anfallenden Kosten für Ihr Projekt (und in Ihrer Region) zu erhalten.

Dies ist für Sie selbstverständlich kostenfrei & unverbindlich! Wählen Sie dazu jetzt aus, was bei Ihnen zu erledigen ist!

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Staatliche Förderungen

Bei der Modernisierung Ihrer Heizungsanlage können Sie unter Umständen auf Förderungen der KfW oder des BAFA zurückgreifen.

Mit dem Programm 430 fördert die KfW Umbauten zum Energieeffizienzhaus mit Übernahme von 30 Prozent der Umbaukosten (maximal 30.000 Euro). Im Zuge dieses Programmes können auch Einzelmaßnahmen am Heizungssystem mit 15 Prozent Kostenübernahme (maximal 7.500,- Euro) gefördert werden.

Mehr zu den Konditionen erfahren Sie hier.

Alternativ können mit dem Programm 151/152 Kredite in Höhe von bis zu 50.000,- Euro mit einem Sollzins von 0,75 Prozent für Einzelmaßnahmen beantragt werden. Dabei erhalten Sie einen Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent der Darlehenssumme, maximal 3.750,- Euro.

Mehr zu den Konditionen erfahren Sie hier.

Übrigens: Um einen Zuschuss der KfW zu erhalten, müssen Sie alle Anträge inklusive Kostenvoranschlag vor Baubeginn einreichen. Außerdem ist die Beratung durch einen zertifizierten Energieberater verpflichtend.

Auch das BAFA fördert den Umbau zu energieeffizienten Heizanlagen. Gefördert werden neue Pumpsysteme (mit 30 Prozent der Umbaukosten), hydraulischer Abgleich oder die Umstellung auf regenerative Energiesysteme.

Die konkreten Fördersummen können je nach Heizungsart variieren. Im Allgemeinen liegen sie zwischen 500,- und 4.500,- Euro. Ausführliche Informationen erhalten Sie hier.

Sollte weder eine Förderung durch KfW noch BAFA für Sie in Frage kommen, können Sie gegebenenfalls von Förderungen Ihrer Gemeinde profitieren. Außerdem können Sie die Handwerkerkosten des Heizkörperwechsels von der Steuer absetzen.

Wann sollte ein Heizkörper gewechselt werden?

Es empfiehlt sich, die Heizkörper im Sommer zu wechseln. Sollten Probleme an der Heizungsanlage auftreten, können Sie diese beheben, ohne frieren zu müssen.

Die häufigsten Defekte von Heizungen sind:

  • Der Heizkörper heizt nicht oder wird nicht vollständig warm.
  • Die Heizung lässt sich nicht abstellen.
  • Der Heizkörper tropft.
  • Der Heizkörper macht Geräusche.

Nicht bei allen diesen Problemen ist sofort ein Heizkörperwechsel notwendig. Anzeichen dafür, dass ein Austausch notwendig ist, sind:

  • Der Heizkörper rostet.
  • Der Heizkörper ist undicht.
  • Der Heizkörper ermöglicht keine Umstellung auf erneuerbare Energien (z. B. Solaranlage, Wärmepumpe), weil er mit dem neuen System nicht kompatibel wäre.
  • Der Heizkörper ist sehr alt und wirbelt beim Heizen viel Staub auf.
  • Die Heizkosten sind zu hoch.
  • Kalk- und Schmutzablagerungen im Heizkörperinneren reduzieren die Heizleistung.

Den Heizkörper eigenständig montieren

Der Heizkörperwechsel ist für versierte Heimwerker nicht kompliziert. Die Arbeitsschritte lauten wie folgt:

  1. Heizungsanlage ausschalten
  2. Wasserstand senken
  3. Vorlauf des Heizkessels abdrehen
  4. Thermostatventil schließen
  5. Rücklauf abdrehen (sofern möglich)
  6. Lüftungsventil öffnen
  7. alten Heizkörper komplett entleeren
  8. alten Heizkörper mit einer Wasserpumpenzange demontieren

Stellen Sie eine flache Wanne unter die Arbeitsfläche, um eventuelle Wasserrückstände aufzufangen.

Bild von Heizkörpermotage

Nach dem Abbau des alten folgt die Montage des neuen Heizkörpers:

  1. neuen Heizkörper montieren
  2. Anschlüsse installieren
  3. Thermostatventil öffnen
  4. gegebenenfalls Rücklauf öffnen
  5. Heizungsanlage mit Wasser füllen
  6. Heizkörper entlüften

Legen Sie bei der Montage besondere Sorgfalt auf die Anschlüsse und Verschraubungen. Gegebenenfalls müssen Sie an Leckstellen nachjustieren.

Beobachten Sie den Heizkörper nach dem Wechsel noch für ein paar Stunden, falls dieser nochmals entlüftet werden muss oder nochmals Wasser nachzufüllen ist.

Wechsel des Thermostats

Heizt Ihre Heizung nur schwach oder lässt sich nicht vollständig abschalten, kann das unter Umständen an einem defekten Thermostat liegen.

Achtung! Heizungsthermostate sind nicht genormt. Die Modelle können sich daher erheblich unterscheiden. Am besten nehmen Sie Ihr altes Thermostat mit in den Fachmarkt. Die Mitarbeiter können Ihnen ein Modell empfehlen, das mit Ihrer Anlage kompatibel ist.

Ein neues Thermostat kostet zwischen 10,- und 30,- Euro. Handelt es sich um ein Funkthermostat oder ein smartes Gerät, beginnen die Preise bei 50,- bis 80,- Euro, können aber durchaus 250,- Euro übersteigen.


Um das Thermostat zu wechseln, müssen Sie es zunächst auf die höchste Stufe stellen. Lösen Sie anschließend die Verbindung vorsichtig mit einer Zange. Meist handelt es sich um einen Schraubring.

Nun können Sie das Thermostat abnehmen. Ist eine Sperre eingebaut, einmal kräftig ziehen.

Überprüfen Sie jetzt unbedingt den Ventilstift. Ist dieser blockiert und lässt sich nicht nach innen drücken, dann ist nicht das Thermostat beschädigt, sondern das Heizungsventil!

Abschließend können Sie das neue Thermostat einbauen. Achten Sie darauf, es ebenfalls auf die höchste Stufe einzustellen und ziehen Sie den Schraubring wieder fest.

Haben Sie ein Funkthermostat, müssen Sie natürlich auch die zugehörigen Anlagen tauschen.

Wissenswertes zum Heizkörperwechsel

Wichtig! Der neue Heizkörper muss dieselben Maße und Anschlüsse haben wie sein Vorgänger.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen gleichseitigem und wechselseitigem Anschluss. Das bedeutet, Vor- und Rücklauf befinden sich entweder auf derselben oder jeweils einer Seite des Heizkörpers.

Seltener sind Mittenanschlüsse mit Einrohrventil an der Unterseite des Heizkörpers.

Bei wechselseitigen Anschlüssen kann weiter unterteilt werden in hängenden (Vor- und Rücklauf oben) und reitenden (Vor- und Rücklauf unten) Anschluss.

Aus energietechnischer Sicht nehmen sich gleichseitige und wechselseitige Anschlüsse nicht viel. Lediglich bei einigen Typen reitender Anschlüsse kann ein vergleichsweise höherer Energieverbrauch festgestellt werden.


Um den passenden Ersatzheizkörper zu finden, ist es sinnvoll, die Anschlüsse exakt zu vermessen und die Modellbezeichnung des alten Heizkörpers zu notieren.

Wichtig ist insbesondere der Nabenabstand, also der Abstand zwischen Vor- und Rücklauf. Stimmt der Nabenabstand nicht überein, kann man sich zur Not mit einem entsprechenden Adapter behelfen (erhältlich im Fachhandel).

Die beste Methode, um Mehraufwand zu vermeiden, ist eine fachmännische Beratung. Möglicherweise wird Ihnen sogar ein Gerät empfohlen, dass Ihnen vorher nicht bekannt war.

Berechnen Sie (insbesondere bei Geräten mit Sondermaßen) vorab die Kosten. Vergleichen Sie, ob es sich eher lohnt, einen Heizkörper mit den passenden Maßen zu kaufen oder eine Umbaumaßnahme zur Anpassung der Anschlüsse durchzuführen.

Einrohrheizung und Zweirohrheizung – Das Wichtigste im Überblick

Wie der Name schon sagt, besteht der Unterschied zwischen Ein- und Zweirohrheizungen in der Art der Wasserleitungen.

Beim Zweirohrsystem werden Warm- und Kaltwasser über zwei separate Leitungen zugeführt beziehungsweise abtransportiert. Jeder Heizkörper ist einzeln an diese Leitungen angeschlossen, sodass die Temperaturregulierung individuell erfolgen kann.

Beim Einrohrsystem sind alle Heizkörper “reihengeschaltet”. Es ist hauptsächlich bei Heizungsanlagen aus den 70er und 80er Jahren anzutreffen.

Das Warmwasser fließt der Reihe nach durch die einzelnen Heizkörper. Dabei kühlt sich die Wassertemperatur graduell ab, da das kältere Wasser nicht in ein separates Rohrsystem abgeleitet wird, sondern in derselben Leitung verbleibt und in den nächsten Heizkörper strömt.

Das Abschalten oder Herunterregeln einzelner Heizkörper wirkt sich somit auf den gesamten Heizkreislauf aus. Unter Umständen können nachfolgende Heizkörper nicht mehr mit Warmwasser versorgt werden oder strahlen übermäßig Wärme aus, da die Wärmeverteilung nicht mehr gleichmäßig erfolgen kann.

Bei älteren Modellen verfügen die Heizkörper unter Umständen gar nicht über ein Thermostat, sondern lediglich einen An- und Ausschalter. Durch den Einbau bestimmter Ventile ist aber auch bei Einrohrheizungen die Temperaturregelung durch Thermostat möglich.

Beim Heizkörperwechsel im Einrohrsystem empfehlen wir Ihnen, fachmännische Beratung hinzuzuziehen. Gegebenenfalls können sich Veränderungen im System negativ auf die Wärmeverteilung auswirken. Das gilt insbesondere, wenn Heizkörper hinzugefügt werden.

Ein Experte kann Ihnen außerdem helfen, das Einrohrsystem energetisch sparsamer zu gestalten.

Unser Tipp: Nutzen Sie jetzt das nachfolgende Formular (*), um einen genaueren Überblick über die individuell anfallenden Kosten für Ihr Projekt (und in Ihrer Region) zu erhalten.

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Tipp: Sie erneuern gerade Ihr Heizsystem? Was eine Fußbodenheizung kostet, erfahren Sie im verlinkten Ratgeber.

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