ÜBER KOSTENBLICK.DE
Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber seit dem Jahr 2017. Auf kostenblick.de erklären wir zusammen mit geprüften Experten aus verschiedensten Lebensbereichen, welche Kosten normal sind. Alle Neugierigen erfahren hier mehr über das Projekt und die Geschichte dahinter!

Was kostet eine Namensänderung?

Das Wichtigste im Überblick
  • Eine Namensänderung ist nur aus einem triftigen Grund möglich und wird beim Standesamt beantragt.
  • Die Bearbeitungsgebühren können stark variieren, theoretisch sind Summen bis zu tausend Euro für die Änderung des Nachnamens möglich. Praktisch fallen durchschnittliche Kosten zwischen 100,- und 300,- Euro an.
  • Die Änderung des Nachnamens im Zuge einer Heirat, Scheidung oder Verwitwung heißt Namenserklärung. Der bürokratische Aufwand ist bedeutend geringer und die Gebühren liegen bei rund 30,- Euro. Ähnlich verhält es sich bei der Festlegung bzw. Änderung der Nachnamen von Kindern, falls die Eltern verschiedene Namen tragen, heiraten, sich scheiden lassen etc.
  • Um eine Namensänderung rückgängig zu machen, ist ein erneuter Antrag auf Namensänderung nötig.

Laut Namensänderungsgesetz hat man in Deutschland die Möglichkeit, seinen Vor- oder Nachnamen ändern zu lassen. Allerdings müssen dabei einige Voraussetzungen erfüllt sein. Für die Änderung Ihres Vornamens müssen Sie bis zu 255,- Euro zahlen.

Anfallende Kosten für eine Namensänderung

Wenn Sie Ihren Namen ändern lassen wollen, müssen Sie zuerst einen Antrag beim Standesamt stellen. Die dabei anfallenden Kosten verstehen sich als Gebühr und sind vom Verwaltungsaufwand abhängig.


Sind Sie mit Ihrem Vornamen nicht zufrieden, so müssen Sie bis zu 255,- Euro für die Änderung einplanen. Soll Ihr Familienname geändert werden, so kann die Gebühr bis zu 1.022,- Euro betragen. Oft liegen die Kosten jedoch deutlich unter diesen Beträgen.

Übersicht über maximale Kosten einer Namensänderung

KostenfaktorKosten
Änderung Vornamebis 255,- Euro
Änderung Familiennamebis 1.022,- Euro
Änderung des Nachnamens aufgrund von Heirat/Scheidung25,- bis 35,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Die häufigsten Gründe für eine Namensänderung sind wahrscheinlich Eheschließung und Scheidung. In diesem Fall spricht man jedoch nicht von einer Namensänderung, sondern einer Namenserklärung.

Auch Verwitwete dürfen gemäß dieser Regelung wieder den Familiennamen annehmen, den sie vor der Ehe trugen.


Möchten Sie Ihren Namen aufgrund einer rechtskräftigen Scheidung oder Heirat ändern lassen, fallen lediglich die Gebühren für Beglaubigung und Beurkundung in Höhe von 25,- Euro an. Benötigen Sie zusätzlich eine Bescheinigung zur Namensführung, kostet das weitere 10,- Euro.

Schon gewusst: Wenn Sie sich bei der Heirat nicht auf einen Ehenamen einigen konnten, können Sie diese Entscheidung auf unbestimmte Zeit nach hinten verschieben, denn es gibt keine Frist zur Namenserklärung in der Ehe.

Der Partner, dessen “Mädchenname” nicht zum gemeinsamen Ehenamen gewählt wurde, darf sich übrigens nachträglich für einen Doppelnamen entscheiden. Diese Entscheidung kann rückgängig gemacht werden. Danach ist es allerdings nicht nochmal möglich, den Doppelnamen zu wählen.

Wenn Sie bereits einen Doppelnamen haben (z.B. aus einer vorherigen Ehe), dürfen Sie diesen nicht um einen dritten Namen erweitern.

Beachten Sie, dass bei jeder Namensänderung Folgekosten anfallen. Einige haben wir Ihnen hier aufgelistet:

Übersicht über Folgekosten der Namensänderung

KostenfaktorKosten
Änderung Personalausweis22,80 bzw. 37,- Euro
Änderung Führerschein (nicht zwingend notwendig) 17,90 bis 35,80 Euro
Änderung Zulassungsbescheinigung I & II11,40 bzw. 19,60 Euro
Änderung Reisepass (je nach Alter, Seitenzahl, Gültigkeit)37,50 bis 114,- Euro
Änderung Gewerbeschein10,- bis 65,- Euro
Änderung Eintrag Grundbuch (nicht zwingend notwendig)keine Notarkosten, nur ggf. Bearbeitungsgebühr von 10,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.
Wichtig! Wird Ihr Antrag auf eine Namensänderung vom zuständigen Amt abgelehnt oder Sie ziehen Ihren Antrag zurück, müssen dennoch 10 bis 75 Prozent der anfallenden Gebühren gezahlt werden. Bei mittellosen Antragstellern entfällt die Gebühr.

Voraussetzungen für eine Namensänderung

Gefällt Ihnen Ihr Name ganz einfach nicht oder klingt er Ihrer Meinung nach nicht gut, so sind das keine Gründe eine Namensänderung durchzuführen. Laut Namensänderungsgesetz (NamÄndG) muss ein wichtiger Grund für eine Änderung vorliegen.

Ein Beispiel dafür wäre, dass der Antragsteller geschützt werden muss. Aber auch, wenn Verwechslungen vorkommen oder der Nachname anstößig oder lächerlich klingt, darf der Name geändert werden.

Übrigens: Die Reihenfolge Ihrer Vornamen (wenn Sie denn mehrere haben) können Sie unkompliziert und kostengünstig ändern lassen. Es gelten hier dieselben Regeln wie bei einer Namenserklärung (also z.B. Namensänderung nach Heirat).

Auch bei einer Änderung des Vornamens muss ein Antrag mit Angabe eines wichtigen Grundes gestellt werden. Um den Vornamen von Kindern zu ändern, müssen diese mindestens ein Jahr alt und jünger als 16 Jahre sein. Außerdem darf der Name nur aus schwerwiegenden Gründen zum Wohle des Kindes geändert werden.


Um eine Namensänderung in Deutschland durchführen zu lassen, muss der Antragsteller die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen bzw. asylberechtigt sein. Außerdem ist es wichtig, dass dieser auch in Deutschland wohnt beziehungsweise sich zum Zeitpunkt der Antragstellung im Land aufhält.

Eine Namensänderung bzw. Namenserklärung ist häufig auch im Rahmen der Einbürgerung üblich, beispielsweise, wenn kein Familienname bekannt ist, der Name ins lateinische Alphabet transkribiert werden muss oder in Deutschland unübliche Bestandteile enthält (z.B. Vatersnamen im Russischen und in skandinavischen Sprachen).

Die Antragstellung zur Namensänderung

Der Antrag auf eine Namensänderung wird schriftlich bei dem zuständigen Amt beziehungsweise Standesamt eingereicht. Bei Kindern übernimmt dies der gesetzliche Vertreter. Bei dem Antrag muss eine ausführliche Darlegung von Gründen erfolgen, die für eine Namensänderung sprechen.

Wurde der Antrag bearbeitet, überprüft das Amt verschiedene Hintergrunddaten, zum Beispiel ob der Antragsteller hoch verschuldet ist und deswegen einen neuen Namen annehmen will.

Sie benötigen zur Antragstellung:

  • Ihren Personalausweis oder Reisepass
  • eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister
  • ggf. Eheurkunde und/oder beglaubigte Abschrift aus den Eheregister
  • ggf. Scheidungsurkunde bzw. Sterbeurkunde des vorherigen Ehepartners
  • ggf. Nachweise warum der aktuelle Name untragbar ist (z.B. psychologisches Gutachten)
  • ggf. Führungszeugnis
Übrigens: Wenn Sie Ihre Namensänderung rückgängig machen wollen, müssen Sie erneut einen Antrag auf Namensänderung stellen. Ob diesem allerdings stattgegeben wird, ist fraglich, da für eine Namensänderung triftige Gründe vorliegen müssen. Und da Sie sich Ihren neuen Namen zuvor selbst ausgesucht haben, entfällt höchstwahrscheinlich das Kriterium der Unzumutbarkeit.

Namensänderung bei Kindern

Sind aus einer geschiedenen Ehe Kinder hervorgegangen, so müssen diese den in der Ehe geführten Nachnamen behalten, auch wenn das betreuende Elternteil, zum Beispiel die Mutter, wieder den Geburtsnamen annimmt.

Wichtig! Bei einer Namensänderung bei Kindern muss der andere Elternteil immer seine Zustimmung geben, wenn ein gemeinsames Sorgerecht besteht und das Kind dessen Namen trägt.

Heiratet der betreuende Elternteil erneut, so kann das Kind ebenfalls den neuen Familiennamen annehmen. Diese Regelung gilt auch für uneheliche Kinder. Außerdem hat der sorgeberechtigte Elternteil das Recht, dem Kind den Familiennamen des nicht sorgeberechtigten Elternteils zu geben.

Die Namensänderung wird wirksam, wenn:

  • das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat und einwilligt
  • der neue Ehepartner einwilligt
  • der leibliche Elternteil zustimmt, sofern das Kind dessen Namen trägt und auch sorgeberechtigt ist
  • das Standesamt die Änderung beglaubigt

Wird eine Einwilligung durch den leiblichen Elternteil verweigert, so kann das Familiengericht zum Wohl des Kindes entscheiden.


Besonders kompliziert sind Anträge auf Namensänderung für Pflegekinder, die den Familiennamen der Pflegefamilie annehmen wollen. Es empfiehlt sich in diesen Fällen, juristische Beratung in Anspruch zu nehmen.

Wem muss ich die Namensänderung mitteilen?

Eine Namensänderung zieht einen langen Rattenschwanz nach sich. Hier finden Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Anlaufstellen beruflich und privat, denen Sie Ihre Namensänderung mitteilen müssen:

  • Einwohnermeldeamt (neuen Perso und Reisepass beantragen nicht vergessen!)
  • Finanzamt
  • Kfz-Stelle
  • weitere Ämter, z.B. Sozial-, Bafög-, Jugendamt, Wohngeldstelle, GEZ
  • Versicherungen, z.B. Kranken-, Pflege-, Renten-, Hausrats-, Haftpflichtversicherung
  • Telefon-, Internet-, Strom-, Wasseranbieter
  • Vermieter bzw. Hausverwaltung
  • Arbeitgeber
  • Universität oder Schule
  • Bank, Kreditkartenanbieter
  • Mitgliedschaften in Vereinen, Anmeldung für Newsletter, Kataloge etc.

Vergessen Sie außerdem nicht, ggf. den Namen am Briefkasten zu ändern…

Sie müssen nach der Namensänderung einen neuen Reisepass beantragen? Was das kostet, erfahren Sie hier.

Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen? Wenn ja, freuen wir uns über Ihre positive Bewertung! Damit helfen Sie uns dabei, kostenblick.de bekannter zu machen!
Klicken Sie jetzt ganz rechts auf “5 Sterne”. Vielen Dank!

[ratings]